Regie:
Stephen Williams
Drehbuch:
Damon Lindelof, Carlton Cuse
Hauptdarsteller:
Naveen Andrews (Sayid)
Matthew Fox (Jack)
Evangeline Lilly (Kate)
Josh Holloway (Sawyer)
Terry O’Quinn (John Locke)
Dominic Monaghan (Charlie)
Daniel Dae Kim (Jin)
Harrold Perrineau (Michael)
Jorge Garcia (Hurley)
Yunjin Kim (Sun)
Emilie de Ravin (Claire)
Michelle Rodriguez (Ana Lucia)
A. Akinnuoye-Agbajea (Mr.Eko)
Cynthia Watros (Libby)
Gaststars:
Mira Furlan (Danielle Rousseau)
Kamari Borden (U.S. Soldier #2)
Theo Rossi (Sgt. Buccelli)
Clancy Brown (Joe Inman)
Thomas Meharey (U.S. Soldier #1)
Marc Casabani (Tariq)
Lindsey Ginter (Sgt. Austen)
Michael Emerson (Henry Gale)
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Danielle Rousseau führt Sayid zu einem Mann, den sie in einer Falle gefangen hat. Sie ist überzeugt, er sei einer der "Anderen". Sie überlässt ihn Sayid, damit die Gestrandeten mehr heraus finden können. Doch sie warnt ihn, es würde nicht einfach sein, die Wahrheit von ihm zu erfahren.
Sayid bringt den Mann in die Station, überlistet gemeinsam mit Locke, der den Zahlencode ändert, Jack und sperrt sich mit dem Fremden in der Waffenkammer ein. Dort befragt er ihn. Der Fremde behauptet, er sie mit einer Frau, die inzwischen gestorben sei, mit einem Heißluftballon über der Insel abgestürzt.
Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.
von Gisa von Delft
Klasse, klasse, gleich zwei fabelhafte Schauspieler in einer Episode. Leider nur in Gastrollen und leider viel zu kurz. Dass Mira Furlan zu meinen Favoriten gehört, muss ich als "Hardcore"-Babylonierin wohl kaum erwähnen.
Aber als dann auch noch diese unvergleichliche Stimme von Clancy Brown aus der Dunkelheit des Raumes ertönte - das hatte für mich direkt einen Gänsehauteffekt. Ich frage mich wirklich, wie man den überhaupt synchronisieren will - das kann nur daneben gehen. So gesehen bin ich fast froh, dass die fantastische HBO-Serie Carnivàle in der Brown in der Rolle des Brother Justin Crowe brilliert (und das meine ich so), wohl nicht den Sprung über den Teich schaffen wird und so vermutlich nie die Gefahr besteht, dass sie synchronisiert werden muss ;). Dieses Serienjuwel wird wohl auf ein kleineres Publikum begrenzt bleiben, so ist das nun mal mit außergewöhnlichen Produkten.
Doch nun genug der Schwärmerei, kommen wir zum Inhalt der Episode. Danielle Rousseau, die ja nach wie vor ihr "Eigenleben" auf der Insel führt - wahrscheinlich kann sie mit solchen Menschenmengen gar nichts mehr anfangen - arbeitet den Gestrandeten aber in jedem Fall zu. Wer mag nun dieser Mann, den sie gefangen hat, wirklich sein? Wieder ein Rätsel mehr...
Wohl sehr bemerkenswert der Werdegang Sayids. Er hätte es nicht für möglich gehalten, solche Dinge zu tun und doch sei es schon immer in ihm gewesen. Eine interessante Frage auch hier wieder, wieviele Menschen mögen wohl in Extremsituationen zu soetwas imstande sein?
Zutrauen möchte man es Sawyer. Da denkt man, es menschelt auch bei ihm mal und er erkennt, wie gemein er sich Hurley gegenüber verhalten hat, und dann sowas...Hurley, dieser personifizierte Obelix, ist sogar bereit, den kleinen Frosch meilenweit wegzutragen, damit er eine Mrs. Baumfrosch finden und glücklich sein Leben fristen kann, bekommt von Sawyer, diesem A****, promt wieder einen Schlag in den Nacken. Setzt Sayid seine dunkle Seite zumindest zum Wohle anderer ein, scheint bei Sawyer nun wirklich Hopfen und Malz verloren.
Geschickt inszeniert auch wieder das Gegenspiel von Locke und Jack. Man weiß nichtmal wirklich genau, ob Locke von dem überzeugt ist, was Sayid zweifellos plant, oder ob es doch auch um seine Kränkung darüber geht, dass Jack ihn bei der Planung der "Armee" nicht einbezieht. Jaja, Alphamännchen...hatten wir ja schon.
Aber in der Tat scheint Jack doch immer noch zu sehr zur Gutgläubigkeit zu tendieren und der "Retter" in ihm gewinnt wieder mal Überhand. Vielleicht kommt noch dazu, dass der Man of Sience nun doch auch dem Man of Faith noch eins auswischen kann damit?
Wie auch immer, sehr spannend war natürlich der überschrittene - oder doch eher: noch knapp aufgefangene - Countdown. Selbstredend mit wieder neuen Fragen gespickt. Was waren das für Geräusche, die man im Hintergrund hören konnte? Welche Bedeutung mögen die Hieroglyphen haben, die die Zahlen ersetzten? Fest steht: die Bude geht nicht gleich in die Luft, es passiert irgendetwas anderes, zunächst weniger Spektakuläres. Nun heißt es wieder abwarten, denn irgendwann sollten wir es ja wohl erfahren. (Und vielleicht ein bisschen in den Foren herumschnuppern - macht auch immer Spaß, zu sehen, was sich die Leute so an Spekulationen und Erklärungen einfallen lassen.)
Auch aus Henry war im Grunde nichts herauszukriegen, doch müsste es ja irgendwo seinen havarierten Ballon geben - wenn seine Aussagen denn stimmen. Sayids Begründung, er wisse, dass er gelogen hat, weil er beim Foltern keine Schuldgefühle hatte...nun ja, das würde ich so auch nicht gelten lassen können. Dennoch interessant die Aussage in dem Gespräch mit Charlie, dass diejenigen, die die "Anderen" schon am eigenen Leibe erfahren haben die Dinge anders bewerten. Interessant in sofern, als ja durch die ganze Serie der rote Faden, unsere Vergangenheit prägt uns unwiderruflich und bestimmt unser Denken und Handeln, zu gehen scheint.
Nette Beigabe zum Ende: Sgt. Austen hat Sayid auch bereits kennengelernt - und wieder schließen sich Kreise.
Übrigens... Henry Gale war Dorothy Gales Onkel in "The Wizard of Oz." In dem Film von 1938 benutzte der Zauberer einen Ballon als Transportmittel und Dorothy kam damit zurück nach Kansas. |