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1x23 "Exodus (1)"
[Exodus (1)]
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Die Episode beginnt mit einem Rückblick auf die Beziehung zwischen Walt und seinem Vater vor dem Flugzeugabsturz. Ein Streit früh am Morgen eskaliert, und Michael muss seinen Sohn wutentbrannt zurück ins Hotelzimmer in Sydney schleppen.
Als Walt morgens am Strand erwacht und umherwandert, schreitet zu seinem großen Schrecken eine ihm unbekannte, aber bewaffnete Frau aus dem Dschungel. Es ist Rousseau. Ihr Auftauchen verursacht am Strand großes Aufsehen. Sayid versucht die Situation zu entkräften und fragt Rousseau, was sie will. Die Französin entgegnet ernst, dass sie gekommen ist, um die Gestrandeten vor einem Angriff der "Anderen" zu warnen. Sie berichtet den Gestrandeten von ihrem Schicksal, nachdem ihr Forschungsschiff vor 16 Jahren vor der Insel auf Grund lief und wie die "Anderen" kamen, um eine Woche nach der Geburt Rousseaus kleine Tochter namens Alex zu entführen. Der Angriff wurde damals angekündigt, durch schwarzen Rauch am Horizont. Charlie sieht sich während der Erzählung besorgt nach Claire und dem Baby um, die der Geschichte mit Entsetzen folgt. Rousseau erklärt Jack, dass wenn die "Anderen" angreifen, die Gestrandeten nur drei Möglichkeiten haben: wegrennen, sich verstecken oder sterben.
Jack berät sich mit Locke über Rousseaus Aussagen, unsicher ob man der Französin trauen kann, da sie geistig ganz offensichtlich ein wenig labil zu sein scheint. Jack hält sie schlicht und ergreifend für verrückt. Auf Jacks Anfragen hin teilt Michael ihm mit, dass er vor hat noch am selben Tag mit dem Floß in See zu stechen, aber noch Hilfe braucht, um das gute Stück vom Strand ins Wasser zu transportieren. Jack nimmt die Sache in die Hand und rekrutiert kurzerhand so ziemlich jeden Gestrandeten, das Floß ins Wasser zu schieben. Keine leichte Aufgabe - dummerweise bricht bei all dem Gedränge und Geschiebe auch noch der Mast. (Wieso Sawyer daran jetzt wieder Schuld sein soll, ist recht unklar...ich hab die Szene 100-mal gesehen und er war nicht mal in der Nähe des Mastes...naja.)
Als Jack sich umsieht, ist am Horizont über der Insel deutlich eine dunkle Rauchsäule zu sehen. Sofort versucht Jack mehr über die mysteriösen Angreifer herauszufinden, doch Rousseau antwortet auf seine Fragen nur, dass sie ihm bereits alles mitgeteilt habe, was sie weiß. Im Gegenzug gibt sie zu bedenken, dass Jack ein ganz anderes Problem haben wird: Für sie allein war es einfach, im riesigen Dschungel ein Versteck zu finden, doch wo will Jack sie mit über 40 Überlebenden verstecken?
Jack bringt Rousseau daraufhin zur geheimnisvollen Luke im Dschungel. Seine Idee ist, die Überlebenden dort vor den Angreifern zu verstecken. Hurley und Locke sind skeptisch, denn da die Luke verschlossen ist, weiß keiner wohin sie führt und ob sie überhaupt genug Platz für alle bietet. Locke gibt jedoch zu bedenken, dass die Tatsache, dass die Luke keinen Außenhebel hat, bedeutet, dass es noch einen weiteren Eingang geben muss, was auf viel Raum schließen lässt. Sayid ist allerdings nicht überzeugt und von dem Plan nicht gerade begeistert, da die Luke genauso gut den "Anderen" gehören könnte. Locke fragt Rousseau, ob sie noch mehr von dem Dynamit habe, mit dem sie ihre eigene Behausung einst gesprengt hatte. Rousseau erklärt, dass es im dunklen Territorium, beim schwarzen Felsen noch mehr Dynamit gäbe.
Ein weiterer Rückblick zeigt Jack, der einen Drink in einer Flughafenbar zu sich nimmt, wo er der hübschen Ana-Lucia (gespielt von der großartigen Michelle Rodriguez aus "Girlfight") kennen lernt. Sie hatte seine Auseinandersetzung mit dem Bodenpersonal wegen der Überführung seines toten Vaters mitgehört. Es stellt sich heraus, dass Anna ihre Flugangst mit Alkohol zu übertünchen versucht. Jack und sie verstehen sich auf Anhieb sehr gut und flirten sogar ein wenig. Im Verlauf des Gesprächs kommt heraus, dass Jack offensichtlich nicht mehr verheiratet ist und Anna im hinteren Teil des Flugzeugs sitzt.
Am Strand klärt Jack die versammelten Gestrandeten über die Situation auf und darüber, dass es einen Plan - auch wenn er das keinesfalls spezifiziert - gibt mit der Situation umzugehen. Während er und eine kleine Gruppe mit Rousseau Vorräte (das Dynamit) holt, soll der Rest der Gestrandeten Michael helfen das Floß segelfertig zu machen. Dummerweise hat Hurley allerdings den Plan wohl schon an Arzt weitererzählt, der unbedingt mitkommen will, da er als Wissenschaftler mehr von Sprengstoff versteht als der Rest der Truppe.
Michael und Jin versuchen in der Zwischenzeit den Mast zu retten, das Kabel scheint noch brauchbar, doch sie brauchen neuen Bambus für den Mast. Als Sawyer seine Hilfe anbietet, erklärt Michael ihm recht rüde, dass er und Jin einfach schneller zusammen arbeiten, wenn er sie nicht behindert (obwohl sie nicht mal dieselbe Sprache sprechen).
Das bringt uns zu Sawyers Rückblick, in dem wir erfahren, dass Sawyer auf Flug 815 landete, weil die Australier ihn des Landes verwiesen haben. Obwohl der gute Sawyer über eine Strafakte verfügt, die länger ist als meine Wunschliste an den Weihnachtsmann, und auf australischem Boden (wie wir alle seit OUTLAWS wissen) einen Mord begangen hat, wurde er nicht deswegen verhaftet oder ausgewiesen, sondern weil er sich mit einem australischen Minister in einer Bar geprügelt hatte. Anscheinend hat ihn für den Mord am Shrimp-Verkäufer noch niemand ihn Verdacht.
Jack findet Sawyer wenig später im Dschungel, wo er wütend auf ein sehr langes Bambusrohr einhackt. Jack fragt ihn scherzhaft, ob er vor dem Absturz gar Holzfäller gewesen sei. Leider ist Sawyer nicht gerade in der Stimmung für Scherze und fragt Jack, was er will. Dieser reicht ihm schlicht (für den Notfall) eine der Waffen aus dem Koffer des Marschalls, da Sawyer wohl der einzige auf dem Floß sein wird, der mit einer Waffe umgehen kann. Als Sawyer ihn fragt, was er mit dem Rest der Waffen tun würde, antwortet Jack, er würde diese Sayid geben. Sawyer scheint von ihrem kurzen Austausch seltsam berührt und sieht für einen Augenblick so aus, als würde er mit sich selbst kämpfen. Dann erzählt er Jack von seiner Begegnung mit Jacks Vater in jener Bar in Sydney und was Christian Shepard ihm über Jack erzählt hat: Das Jacks Vater sehr stolz auf seinen Sohn war und ihn sehr geliebt hat. Jack schaut fort, mit den Tränen kämpfend. Sawyer tut so, als hätte er davon nichts bemerkt und wünscht Jack viel Glück. Die beiden sehen sich einen Moment lang fest in die Augen, bevor Jack seines Weges zieht.
Ein weiterer Rückblick zeigt Kate und den Marschall. Bei einer Sicherheitsüberprüfung vor dem Flug erklärt der Marschall dem Beamten, warum er so viele Waffen brauchte, um Kate zur Strecke zu bringen. In hämischem Tonfall erzählt er, wie er versucht habe, Kate mit dem Flugzeug ihres toten Freundes in eine Falle zu locken und dass Kate ihn mehrmals kontaktiert hatte, um ihm zu erklären, dass es für ihre Taten mildernde Umstände gab. Leider geht er dabei nicht weiter ins Detail. Er äußert sich recht negativ über Kates Charakter und provoziert sie schließlich dazu ihn anzugreifen, damit er sie im Gegenzug zu Boden werfen und noch mehr verhöhnen kann.
Kate erklärt Jack, dass sie Teil der Dynamit-Expedition sein will. Er gibt zu bedenken, dass sie die Abfahrt des Floßes versäumen wird, doch anscheinend ist Kate nicht der Typ für rührende Abschiedsszenen. Währenddessen sammelt Charlie in einer Flasche Nachrichten der Gestrandeten an ihre Lieben daheim, die er den Seglern mitgeben will. Jack verabschiedet sich herzlich von Michael und Jin, während Kate sich nach Sawyer umsieht, der jedoch nicht auftaucht.
Die Expedition, die aus Rousseau, Jack, Kate, Locke, Hurley und Arzt besteht, scheint wenig später recht gut voranzukommen. Locke bemerkt an Rousseaus Arm einige hässliche Kratzer, die sie angeblich von einem Busch hat. Locke scheint ihr allerdings nicht wirklich zu glauben. Nach einiger Zeit im Dschungel erklärt Rousseau vernehmlich, dass sie nun das dunkle Territorium betreten. Als Arzt hört, dass die Infektion, die Rousseaus Team ausgelöscht hat angeblich dort begann, macht er sich recht schnell aus dem Staub.
Am Strand präsentiert Sawyer Michael und Jin, die immer noch am herumbasteln sind, den neuen Mast. Die beiden staunen nicht schlecht.
Während Shannon ihre Sachen so ordentlich wie möglich packt, um mit den andren Gestrandeten erstmal in die Höhlen zu ziehen, taucht Walt bei ihr auf. Er hat sich entschieden ihr die Fürsorge für seinen Hund anzuvertrauen. Er erinnert sich noch zu gut daran, wie es war, als seine Mutter gestorben war und es ihm so vorkam, als wäre Vincent der einzige mit dem er reden könnte. Walt erklärt der gerührten Shannon, dass Vincent sich jetzt auch um sie kümmern wird, und dass sie mit dem Retriever über ihren toten Bruder Boone sprechen kann. Shannon stimmt zu, will aber, dass Walt ihr verspricht, dass das Floß sie alle retten wird.
Der nächste Rückblick zeigt uns, wie sehr sich Shannon seit jener Zeit verändert hat. Desinteressiert liest sie am Flughafen in einer Zeitschrift und schaut nicht mal auf, als Sayid sie bittet, auf seine Tasche aufzupassen. Als ihr Bruder Boone dazukommt, beschwert sie sich bei ihm wohl schon zum wiederholten Mal, dass sie nicht erster Klasse fliegen. Boone gibt zurück, dass sie in diesem Fall nicht mit dem Bodenpersonal hätte streiten sollen. Sayids Tasche hat Shannon natürlich einfach zurückgelassen, ohne darüber nachzudenken. Stattdessen beschwert sie sich weiter bei Boone, der immer genervter wird. Sie droht ihm, ihn aus dem Flug werfen zu lassen und als Boone ihr nicht glaubt, spricht Shannon kurzerhand einen Sicherheitsmann an und erzählt ihm, dass ein arabisch aussehender Mann (Sayid) seine Tasche abgestellt habe und dann einfach verschwunden sein.
Ein andere Rückblick zeigt uns Jin und Sun am Flughafen. Eine Amerikanerin macht sich lauthals über Suns Verhalten Jin gegenüber lustig und vergleicht ihr Benehmen mit dem einer Geisha. Ganz offensichtlich versteht Sun jedes Wort, versucht sich aber nichts anmerken zu lassen. Als sie Jin Kaffee in den Schoß kippt, sucht er nach einer Toilette, um die Flecken zu beseitigen. Dort wird er allerdings erstaunlicherweise von einem Schergen seines Schwiegervater erwartet, der Jin warnt nicht auf dumme Gedanken zu kommen. Anscheinend hatte auch Jin den Plan, nicht mehr von L.A. nach Korea zurückzukehren, sondern mit seiner Frau dort unterzutauchen. Doch irgendwie scheint sein Schwiegervater hinter diesen Plan gekommen zu sein. Der Scherge betont, dass Jin Gefahr läuft Sun für immer zu verlieren, wenn er nicht nach Korea zurückkehrt.
Im Dschungel hat es in der Zwischenzeit auch noch angefangen zu regnen, als die Wanderer seltsame Geräusche aus der Umgebung hören. Es sind jedoch nicht die "Anderen" sondern ein kreischender Arzt, der auf der Flucht vor dem geheimnisvollen Dschungelmonster ist. Während aller rennen und sich verstecken, außer Locke, der Hurley rät stillzustehen, erfährt Jack von Rousseau, dass sie das Monster für eine Art Sicherheitssystem hält, dass die Insel schützen soll.
Sayid hat für das Floß eine Art Radargerät gebastelt. Weil die Batterie jedoch nur noch über wenig Energie verfügt, erklärt er Michael, dass sie das Gerät nur einmal pro Stunde einschalten sollten, in der Hoffnung ein Schiff zu entdecken.
Im Dschungel hält Rousseau schließlich an und verkündet, dass sie am schwarzen Felsen angekommen sind. Zum Erstaunen der Gestrandeten stellt sich der schwarze Felsen als eine alte Galeere heraus, die mitten im Dschungel liegt.
Einige Zeit später überreicht Sun ihrem Mann eine Art Mappe in der sie nützliche Begriffe wie "Steuerbord" für Jin in englischer Phonetik aufgeschrieben hat, damit er sich mit Michael besser verständigen kann. Jin ist gerührt und entschuldigt sich bei Sun für sein Verhalten in der Vergangenheit. Auch Sun sagt es tut ihr leid, doch Jin erklärt ihr, dass alles seine Schuld ist, auch dass sie nun auf dieser Insel festsitzen. Er fährt mit dem Floß mit, weil er sie liebt und es als seine Pflicht erachtet dafür zu sorgen, dass sie gerettet wird, denn alles was geschieht wäre nur eine Strafe für seine Vergangenheit. Er sagt Sun, sie solle sich an Jack halten, da er sie beschützen werde, doch Sun interessiert nur, wer Jin auf seiner Reise beschützen soll.
Rund um Jin und Sun beginnen sich bald auch alle anderen von den Floß-Fahrern zu verabschieden. Sawyer blickt sich am Strand um, ganz offensichtlich auf der Suche nach der abwesenden Kate. Dann geht das Floß zu Wasser und unter dem Jubel der Gestrandeten segeln Sawyer, Michael, Jin und Walt los. Für einen Moment sieht es so aus, als würde Vincent dem Floß hinterher schwimmen, doch auf Walts Rufe hin, schwimmt der Hund ans Ufer zurück.
Vom anderen Ende der Insel steigt immer noch die schwarze Rauchsäule in die Luft.
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