Regie:
Stephen Williams
Drehbuch:
Janet Tamaro
Hauptdarsteller:
Naveen Andrews (Sayid)
Matthew Fox (Jack Shepard)
Evangeline Lilly (Kate Ryan)
Josh Holloway (Sawyer)
Terry O´Quinn (John Locke)
Dominic Monaghan (Charlie Pace)
Daniel Dae Kim (Jin-Soo Kwon)
Maggie Grace (Shannon Rutherford)
Harrold Perrineau (Michael Dawson)
Jorge Garcia (Hugo "Hurley" Reyes)
Ian Somerhalder (Boone Carlyle)
Yunjin Kim (Sun Kwon)
Malcom D. Kelley (Walter "Walt" Lloyd)
Emilie de Ravin (Claire Littleton)
Gaststars:
Zack Ward (Marc)
John Wilton (Tux Shop Owner)
Julie Bowen (Sarah)
John Terry (Dr. Christian Shephard)
Clarence Logan (Minister)
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Während Jack verzweifelt um das Leben des schwer verletzten Boone kämpft, setzen bei Claire plötzlich die Wehen ein. Jack glaubt nicht an einen Jagdunfall, kann Locke jedoch nicht zu Boones Verletzungen befragen, da er verschwunden ist. Auch Boones Schwester Shannon und Sayid sind nicht auffindbar. Da Jack zu sehr mit der Rettung von Boone beschäftigt ist, fällt es jemand anderem zu, Claire bei der Geburt ihres Kindes beizustehen …
Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.
von Kristin Lenk
Eine Folge in der J.J. Abrams Liebe zur (nicht immer subtilen) Symbolik mal wieder zum Tragen kam. Der Kreislauf des Lebens, den diese Folge von den zwei Seiten des Spektrums aufspulte, schloss sich für Boone im selben Maße, wie er sich für Claires Sohn öffnete. Shannons Bruder ist das erste Todesopfer unter den uns näher bekannten Gestrandeten, das die geheimnisvolle Insel fordert.
Trotzdem beantworte uns diese Folge erneut weniger Fragen, als sie aufwarf.
Jack zeigte nach all dem Hadern und Zögern, mit dem er in seine Führungsrolle hineinwuchs, warum er diese Rolle niemals annehmen wollte. Seine Angst zu versagen, trieb ihn zu immer verzweifelteren Versuchen Boone zu retten, selbst als es schon lange zu spät war. Es ist keinesfalls die Verantwortung, die dem jungen Arzt lästig ist, vielmehr ist es die Angst für das Leben so vieler Menschen verantwortlich zu sein, die Jack verzweifeln lässt.
Früher oder später lässt sich ein Versagen nicht mehr verhindern, vor allem bei Unfällen, über die Jack keine Kontrolle hat. Wie wir schon im Falle von Charlies Wiederbelebung gesehen haben, ist dieser Kontrollverlust es, der Jack am meisten zusetzt. Ein großes Lob an Matthew Fox, der die Bürde und Verzweiflung Jacks fast greifbar machte.
Die gleiche Angst seiner Verpflichtung nicht gerecht zu werden, spiegelte sich in seinen Erinnerungen an seine Hochzeit wieder. Gleichzeitig werfen diese Rückblicke die Frage nach der chronologischen Reihenfolge auf. Fest steht, dass diese Hochzeit in jedem Fall vor den Rückblicken von "WHITE RABBIT" stattgefunden hat, da das Verhältnis zwischen Vater und Sohn zum Zeitpunkt der Hochzeit eindeutig noch ungetrübt war. Interessant ist jedoch, dass Jack bis jetzt nie von seiner Ehefrau Sarah sprach und sie in den späteren Rückblicken nie vorkam. Wir dürfen also in Season 2 gespannt, was aus Jacks Ehe wurde.
Der Hang, seinen Hippokratischen Eid nach den Gegebenheiten auszulegen, wurde jedoch auch in dieser Folge gezeigt. Der Folgentitel "DO NO HARM", ist ein Zitat aus dem Hippokratischen Eid ("I will prescribe regimens for the good of my patients according to my ability an my judgement and never do harm to anyone." / "Meine Verordnungen werde ich treffen zu Nutz und Frommen der Kranken, nach bestem Vermögen und Urteil; ich werde sie bewahren vor Schaden und Willkürlichem.") und zielt wohl eindeutig auf Jack ab. In seinem leidenschaftlichen Wunsch Boone zu retten, hätte Jack seinem Patienten mit der fragwürdigen Amputation vor seinem Tod wohl noch mehr Schmerzen zugefügt. Sowohl Sun als auch Boone konnten das klar sehen, doch Jack musste sich dies erst von dem Sterbenden versichern lassen, da ihm der emotionale Abstand fehlte. Die Unfähigkeit loszulassen, die sein Vater so klar in ihm erkannt hat, hat Jack schon in verschiedenen Folgen gezeigt. Seine Wut daher auf den abwesenden Locke zu richten, scheint eine interessante (wenn gleich auch nicht vollkommen inkorrekte) psychologische Übertragung.
Boone sterben zu sehen, war eine Überraschung und Erleichterung zu gleich, denn obwohl man eigentlich keinen der Charaktere missen möchte, zeigte sein Charakter doch das geringste Potential zur Weiterentwicklung. Leider war er der Charakter dessen Verlust (mit Ausnahme von Walt) ich am ehesten billigen kann. Traurig war es trotzdem zu sehen, dass seine letzten Gedanken der abwesenden Shannon galten.
Auf der anderen Seite war der Schock für sie nach einem romantischen Ausflug mit Sayid natürlich noch viel größer, denn wie auch immer, die Geschwister haben sich auf ihre ganz verkorkste Weise doch sehr geliebt. Es war allerdings sehr schön zu sehen, dass gerade die einst so oberflächliche, gerissene Shannon sich Sayid gegenüber öffnet und ihm reinen Wein über ihre Beziehung zu Boone einschenkte.
Bedeutsam war es auch zu sehen, dass Sawyer in einer Notsituation, über die er nicht informiert war, ohne auch nur einen Wink seines sonst so ruppigen Verhaltens Kates Forderungen folgte und seine Hilfe anbot. Ebenso Jin, der obwohl er kaum ihre Sprache versteht, ohne zu Zögern Kates Hilferufen folgte und Charlie und Kate ohne Bedenken beistand.
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SAWYER: That guy has what I call an overzealous work-ethic.
MICHAEL: Try obsessed. He wants of this island bad, man.
SAWYER: Can't say I blame him, poor Cato. His lady speaks English all this time, he doesn't have a clue. I'm surprised he doesn't try swimming out of here. Hell, I would
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JACK: I didn't write any vows. I've been trying to for months, but I couldn't. So I started wondering why that was and as time went on and on it got worse. Because I'm not good at letting go. Or maybe I'm afraid of what will happen if I fail. But I know one thing. I would have never been able to write anything as Beautiful as what you just said. And last night, Sarah, when you were talking about the accident...you got it all wrong. I didn't fix you. You fixed me. I love you, Sarah and I always will.
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BOONE: I know you gave a promise. I'm letting you off the hook. Let me go Jack
JACK: I'm sorry
BOONE: Don't be
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