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Lost


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Episodenguide


1x16 "Outlaws"

[Outlaws]


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Regie:
Jack Bender
Drehbuch:
Drew Goddard

Hauptdarsteller:
Naveen Andrews (Sayid)
Matthew Fox (Jack Shepard)
Evangeline Lilly (Kate Ryan)
Josh Holloway (Sawyer)
Terry O´Quinn (John Locke)
Dominic Monaghan (Charlie Pace)
Daniel Dae Kim (Jin-Soo Kwon)
Maggie Grace (Shannon Rutherford)
Harrold Perrineau (Michael Dawson)
Jorge Garcia (Hugo "Hurley" Reyes)
Ian Somerhalder (Boone Carlyle)
Yunjin Kim (Sun Kwon)
Malcom D. Kelley (Walter "Walt" Lloyd)
Emilie de Ravin (Claire Littleton)

Darsteller:
Robert Patrick (Hibbs)
John Terry (Dr. Christian Shephard)
Stewart McLennan (Laurence)
Jeff Perry (Duckett)
Brittany Perrineau (Woman)
Susse Budde (Mom)
Gordon Hardie (Young Boy)
Alex Mason (Bartender)

 Kurzinhalt
Zusammen mit Kate macht sich Sawyer auf die Jagd nach einem wilden Eber, von dem er sich verfolgt fühlt. Im Zuge der Jagd gestehen sich die beiden ein paar ihrer düsteren Geheimnisse. Hurley hingegen macht sich Sorgen um Charlie, der nach Ethans Tod offenbar mit dem Post-Traumatischen-Stress-Syndrom zu kämpfen hat.


Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.

 Episodenreview
von Kristin Lenk

Eine absolut geniale Folge! Das Leitmotiv dieser Folge war ganz offensichtlich SCHULD. Gibt es irgendjemanden auf dieser Insel, der nicht von Schuldgefühlen geplagt wird und tonnenweise emotionalen Ballast mit sich herumträgt?

Charlie fühlt sich schuldig wegen Ethan. Ein deutliches Zeichen, dass er es zwar nicht bereut, Ethan erschossen zu haben, sich aber nur zu deutlich bewusst ist, dass sein Verhalten ethisch durchaus nicht einwandfrei war.

Jack fühlt sich immer noch schuldig, wegen seines Vaters. Kate fühlt sich schuldig, wegen der mysteriösen Verbrechen und Geschehnisse, über die wir erst in einigen Folgen teilweise aufgeklärt werden. Sayid fühlt sich schuldig wegen seiner Vergangenheit. Und Sawyer...wird nach seiner Familientragödie von Angstträumen geplagt.

Die Folge bot uns denn auch einen großartigen, differenzierten Blick in Sawyers seelische Abgründe und zeigte so, dass Sawyer weder ein wirklich böser Mensch oder ein kaltblütiger Killer ist. Die Szene in der Sawyer vor der Imbiss-Bude steht und zum ersten Mal den Mann sieht, von dem er glaubt, dass er sein Leben zerstört hat, war wahrlich beeindruckend. Mehrmals in dieser Folge brachte Josh Holloway es fertig, die widerstreitenden Gefühle seines Charakters fast greifbar zu machen. Auch die Szene mit Jack, in der Emotionen wie Bestürzung, Mitleid und Berechnung in kurzer Folge in seinem Gesicht abzulesen sind, war fast schon beängstigend intensiv. Man muss definitiv den Hut vor Holloway ziehen.

Diese Folge hat sicherlich ein neues Licht, auf seinen Charakter geworfen …selbst als er überzeugt war, den richtigen Mann zu töten, hat Sawyer noch gezögert. Ein mehr oder weniger wehrloses Tier einfach abzuknallen, hat er ja schließlich auch nicht übers Herz gebracht. Auch wenn unser aller Lieblings-Redneck ein bisschen Nachhilfe in zwischenmenschlichem Sozialverhalten braucht, so kann man ihn als Zuschauer nun doch besser verstehen.

Was haben wir über Sawyer und Kate durch das kleine Trinkspielchen gelernt?
Er war nie auf dem College, sie war nie in Disneyland. Beide haben schon gemordet, doch an keinem ist diese Erfahrung spurlos vorüber gegangen. Kate hat die CARTE BLANCHE als Vorwand benutzt, um mehr Zeit mit der Person verbringen zu können, von der sie sich am besten verstanden fühlt….was durchaus auf weit mehr als einer romantischen Ebene zu verstehen ist. Welche Verbindung nun genau zwischen diesen beiden Außenseitern besteht, werden wir wohl erst in SEASON 2 erfahren.

Lockes Geschichte war nicht nur anrührend, sondern machte den Charakter zum ersten Mal seit langer Zeit wieder durch und durch menschlich.

Ein großes Lob auch an Jack Bender, den Regisseur dieser Folge, der die Alptraumsequenz am Anfang so unglaublich gut anlegte, dass ich eine Gänsehaut bekam.

Einziges Manko der Folge: nur wenige Charaktere waren in die Haupthandlung eingebunden. Einige wenige sieht man nur im vorübergehen, was in Anbetracht der tollen Besetzung definitiv an Verschwendung grenzt. Ansonsten: eine der besten Folgen bisher!

 Erinnerungswürdige Sätze
  • CHARLIE ZU HURLEY: Hurley, look...I appreciate the help! But you don't have to. I killed Ethan, I can bury him.
    HURLEY: Yeah, right! Till he rises from the dead! Dude, I know how this works. This is going to end with you and me running through the jungle screaming and crying. He catches me first because I'm heavy and I get cramps!

  • CHRISTIAN (Jack’s Vater) zu Sawyer: You know why they call it down under? Because it is closest to hell without getting burned.

  • KATE: I never carried around a letter for 20 years because I couldn't get over my baggage!
    SAWYER: I never killed a man.
    (KATE DRINKS)
    SAWYER: Well looks like we got something in common.

  • HURLEY: Did you ever get that gulf-war-syndrome?
    SAYID: That was the other side.