Regie:
Kevin Hooks
Drehbuch:
Damon Lindelof
Hauptdarsteller:
Naveen Andrews (Sayid)
Matthew Fox (Jack Shepard)
Evangeline Lilly (Kate Ryan)
Josh Holloway (Sawyer)
Terry O´Quinn (John Locke)
Dominic Monaghan (Charlie Pace)
Daniel Dae Kim (Jin-Soo Kwon)
Maggie Grace (Shannon Rutherford)
Harrold Perrineau (Michael Dawson)
Jorge Garcia (Hugo "Hurley" Reyes)
Ian Somerhalder (Boone Carlyle)
Yunjin Kim (Sun Kwon)
Malcom D. Kelley (Walter "Walt" Lloyd)
Emilie de Ravin (Claire Littleton)
Gaststars:
Christian Bowman (Steve Jenkins)
William Mapother (Ethan)
Darren Richardson (Tommy)
Jim Piddock (Frank)
Sally Strecker (Lucy)
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Die zurückgekehrte Claire ist immer noch schwanger, kann sich aber nicht erinnern, was in der Zwischenzeit mit ihr geschehen ist. Tatsächlich hat Claire sämtliche Erinnerungen an das, was nach ihrem Einstieg in das abgestürzte Flugzeug passiert ist, verloren. Jack und die Gestrandeten müssen sich eine Verteidigungsstrategie gegen den wütenden Ethan einfallen lassen, der droht jeden Tag einen Gestrandeten zu töten, bis Claire zu ihm zurückkehrt.
Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.
von Kristin Lenk
Eine großartige Folge aus der Feder von Damon Lindelof, die die Gestrandeten mal wieder vor ein elementares moralisches Dilemma stellt: Ist die Sicherheit der gesamten Gemeinschaft das Opfer eines Mitglieds dieser Gemeinschaft wert?
Zum Glück für Claire haben die anscheinend führenden Köpfe der Gemeinschaft (Jack, Sayid, Locke, Kate und sogar Sawyer) dazu alle dieselbe Ansicht. Nachdem wir in CONFIDENCE MAN gesehen haben, dass Jack und Sayid bereit waren einen Teil ihrer moralischen Bedenken aufzugeben, um Shannon zu helfen, wird durch diese Folge klar, dass sich die Gemeinschaft offensichtlich von solchem Verhalten entfernt. Wie viel davon allerdings auf schlechtem Gewissen Claire gegenüber basiert, muss jeder Zuschauer selbst beurteilen.
Tatsächlich schuldeten Jack, Sayid und Locke es Claire, sie zu beschützen und nicht mehr heraus zu geben. Besonders in Anbetracht der Tatsache, dass sie ein wehrloses, schwangeres Mädchen über einen längeren Zeitraum einem Mann überlassen haben, den sie alle ganz eindeutig als gewalttätig und gefährlich eingestuft haben. Nach der Verfolgung und ihrem glimpflichen Ausgang hat keiner dieser großen, starken Männer auch nur den Versuch unternommen, sie zu finden oder ihr zu helfen. Auch der Tod von SCOTT erinnert auf unangenehme Weise ein bisschen an das Verhalten der moralisch korrumpierten Inselbewohner in "THE BEACH" ( Aus den Augen, aus dem Sinn). Daher war es schön zu sehen, dass es nicht einmal kurz zur Debatte stand, Claire Ethan auszuliefern, um die eigene Sicherheit zu garantieren.
Jacks Misstrauen Kate gegenüber ist allerdings offenbar noch nicht verraucht, gemessen daran, wie er auf ihre Idee reagierte, die Waffen zu benutzen. Sollte Jack tatsächlich noch Gefühle für Kate haben – ach bitte, machen wir uns nichts vor ….hat er!- wird es langsam Zeit, dass er beginnt sie so anzunehmen wie sie ist ….also mit ihren Geheimnissen.
Auch seine Reaktion auf ihre Forderung dabei zu sein, wenn sie Ethan eine Falle stellen, war fast schon eine Anwandlung von Macho-Gehabe. Auch wenn es Jack offensichtlich entgangen ist, die gute Kate kann sehr gut auf sich aufpassen - sogar besser als er auf sich selbst. Die "das kleine Mädchen könnte sich ohne Waffe wehtun" –Masche war ein bisschen unter seiner Würde und hat mich ziemlich ärgerlich gemacht.
Ich zumindest habe Sawyers Reaktion darauf schon von 100 km Entfernung kommen sehen!
SCHADE JACK!
Erstaunlich, dass gerade jemand, der so mit Vorurteilen und Gemeinheiten behaftet ist wie Sawyer, mehr in der Lage ist eine Frau wie Kate so zu akzeptieren wie sie ist, als der aufgeklärte, gebildete Arzt Jack.
Andererseits war es doch sehr interessant, dass Locke, Jack und Sayid sich ohne weiteres an Sawyer wandten, als sie einen weiteren Mann brauchen. Die Tatsache, dass sie darauf vertrauen, dass er auf ihrer Seite steht und ihnen – trotz aller Frotzeleien- den Rücken freihält, spricht Bände.
Auch Claire Worte zu Charlie, als sie herausfindet, dass er sie belogen hat, waren großartig und trafen genau den richtigen Ton. Die Rückblicke parallel zur Folge zeigten Charlie in dem gleichen Dilemma: Er wollte für jemanden sorgen, sich für jemanden verbessern, jemanden beschützen und hat versagt. Die Tatsache, dass er bereit war für Claires Sicherheit zu töten, zeigt, dass er beschlossen hat nie wieder zu versagen (ethisch nicht ganz ohne Probleme – offenbar ist der Tod eines Fremden …nun ja …eines Feindes…. für die Gestrandeten akzeptabel.)
Offenbar auch ein Schritt in die Richtung seine "kleine Familie" zu schützen …denn es geht hier klar nicht mehr nur um Claire, sondern auch ihr Kind – dass Charlie auf der Insel ganz klar in die Position von Claires Bezugsperson manövriert worden ist, und bereit ist, diese Verantwortung anzunehmen, zeigt auch, dass er damit sein altes Leben hinter sich gelassen hat. Vielleicht kann Locke ihm demnächst auch helfen sich endgültig von den Schuldgefühlen zu befreien, die ihn plagen.
Wie immer, großartige schauspielerische Leistungen von allen. Nur schade, dass wir nun nichts mehr von Ethan erfahren können. Ich bin sicher Locke hätte ihm gern ein bis zwei Fragen über eine gewisse Eisentür im Dschungel gefragt.
Interessant:
Nachdem was Jack Claire erzählt hat befinden sich die Gestrandeten nun schon 1 Monat auf der Insel.
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CHARLIE ZU CLAIRE: Oh well, I don't know about you, but we've been having a wonderful time. We even built a golf-course.
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SAWYER: So Steve drew the short straw.
HURLEY: Dude, that was Scott.
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LOCKE zu JACK: Why doctor, you've been holding out on us.
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SAWYER: ME, help?
JACK: Can you handle a gun, or not?
SAWYER: Well, I know at least one polar bear who seems to think so.
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LOCKE: To him we´re nothing more than a bunch of idiots with sharp sticks!
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CLAIRE: Why would you keep me in the dark, Charlie? We are already in the dark!
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