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Episodenguide |
1x13 "Hearts and Minds"
[Gefühl und Verstand]
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Zu Beginn der Folge sehen wir Boone, der seine Zeit wieder einmal damit verbringt seine Schwester zu beobachten und dadurch Zeuge wird, wie Sayid Shannon ein paar Schuhe schenkt, die er in den Wrackteilen gefunden hat. Shannon ist von diesem Geschenk begeistert und Boones Ärger über die sich langsam entwickelnde Chemie zwischen den beiden ist offensichtlich. Hurley unterbricht Boones Starren jedoch mit der gerechtfertigten Frage, wieso Boone und Locke ständig auf "Jagdexpeditionen" im Dschungel verschwinden und trotzdem nie Beute heimbringen.
Die ständige Diät aus Früchten und Wurzeln schlägt Hurley anscheinend nicht nur aufs Gemüt, sondern auch auf den Magen. Wenig später warnt Boone Sayid sich von seiner Schwester fernzuhalten, der eine Drohung von Boone ganz klar nicht als tatsächliche Bedrohung einschätzt, und diesem ohne viele Worte zu verstehen gibt, dass er nicht die Absicht hat sich von Boone den Umgang mit Shannon verbieten zu lassen. Locke unterbricht die Unterhaltung jedoch und Boone folgt ihm in den Dschungel, wo klar wird, dass die beiden keineswegs zur Jagd, sondern zur mysteriösen Metalltür unterwegs sind. Allen Versuchen zum Trotz ist es den beiden noch nicht gelungen, die Klappe zu öffnen.
Währenddessen erklärt Jack dem entnervten Hurley, dass seine Verdauungsprobleme mit der einseitigen Ernährung der Gestrandeten zusammenhängen und rät ihm, mehr Eiweiß zu sich zu nehmen. Da Jagen außer Frage steht, heftet Hurley sich an die Fersen des erstaunten und nicht wenig irritierten Jin, der allem Anschein nach ein überaus erfolgreicher Fischer ist. Nach einigen sehr vergnüglichen Kommunikationsversuchen, beschließt Hurley Jins Fangtaktiken nachzuahmen – mit mäßigem Erfolg. Tatsächlich schafft Hurley es nur, sich am Fuß zu verletzen und muss sich sogar von Jin retten lassen. Der hat letztendlich aber doch Erbarmen mit Hurley und schenkt ihm einen schon ausgenommenen Fisch.
Kate hingegen wird von Jack dabei überrascht, wie sie im Dschungel Samen sammelt. Wie sich herausstellt ist Sun in den letzten Folgen durchaus nicht untätig gewesen: Sie hat in der Nähe der Höhlen einen kleinen Garten angepflanzt. Während sie an den Beeten arbeiten erzählt Kate Sun eine – wohl mal wieder durchaus unwahre- Geschichte darüber, warum sie an Bord des abgestürzten Fluges war. Durch Suns Reaktion findet sie allerdings schnell heraus, dass die Asiatin sie nur zu gut versteht. Auf Suns Bitte hin verspricht sie aber dieses Geheimnis für sich zu behalten.
Zurück an der mysteriösen Klappen-Front ist Locke damit beschäftigt eine eklige graue Masse in einer leeren Kokosnussschale anzurühren. Boone ist frustriert von ihren nicht existenten Fortschritten und möchte Shannon von ihrer Entdeckung erzählen, doch Locke ist dagegen, da sie noch gar nicht wissen worum es sich bei der Tür überhaupt handelt – geschweige denn, was sich dahinter verbirgt. Als Boone ihm den Rücken zuwendet, schlägt Locke ihn hinterrücks k.o. . Als Boone wieder zu sich kommt ist er eingeschnürt wie eine Weihnachtsgans und Locke verteilt die seltsame graue Paste (die ganz offensichtlich irgendeine Art von Droge beinhaltet) in seine offene Kopfwunde.
In den Rückblicken dieser Folge erfahren wir mehr über die Vorgeschichte von Shannon und Boone. Boones Mutter war die zweite Frau von Shannons Vater. Tatsächlich sind Boone und Shannon also keine wirklichen Geschwister. Nach dem Tod ihres Vaters erbte Boones Mutter das Vermögen und das "Hochzeits-Imperium" und hält Shannon finanziell an einer kürzeren Leine, als es dieser lieb ist. Dem Anschein nach musste Boone seine Schwester schon mehrmals von gewalttätigen Liebhabern freikaufen, doch beim letzten Mal kam der besorgte Stiefbruder wohl der Wahrheit auf den Grund: Shannon hat ihre Liebhaber angestiftet, um über diesen Weg mehr finanzielle Mittel zu erlangen. Sie hat Boones überdeutliche Zuneigung zu ihr ausgenutzt, da sie um seine nicht unbedingt geschwisterlichen Gefühle für sie wusste. Boone ist nicht nur verärgert sondern auch enttäuscht, was ihn jedoch nicht davon abgehalten hat unmittelbar vor dem schicksalsträchtigen Flug 815 eine Liebesnacht mit seiner Stiefschwester zu verbringen – etwas, dass ihre Beziehung bis jetzt enorm belastet.
Boone fordert Locke auf ihn sofort zu befreien, doch Locke erklärt, dass er all das nur tut, um ihm zu helfen und dass es Zeit ist, dass Boone sich von einigen Dingen befreit. Er hinterlässt Boone ein Messer, das dieser in seinem gefesselten Zustand nur durch puren Überlebenstrieb und unter starken Schmerzen erreichen kann. Was er tut, sobald er Shannon um Hilfe schreien hört. Er findet sie an einen nahen Baum gefesselt, während das geheimnisvolle (immer noch unsichtbare) Urwaldbiest sich vernehmlich nähert. Boone befreit Shannon und gemeinsam fliehen sie vor der Bestie, doch Shannon ist im Urwald nicht schnell genug und fällt dem Biest zum Opfer. Boone findet ihre blutige Leiche schließlich in einem Flusslauf. Erschüttert und rasend vor Wut geht er am Strand auf Locke los, nur um in einiger Entfernung Shannon gesund und munter zu sehen. Als ihm klar wird, dass alles nur eine Illusion war, gesteht er Locke schließlich zögernd, dass ein Teil von ihm einen Moment lang erleichtert über Shannons vermeintlichen Tod war. Locke ist ganz offensichtlich mit dem Ergebnis seines kleinen Experiments zufrieden, als er Boone auffordert ihm wieder in den Dschungel zu folgen, wirft Boone nur noch einen kurzen Blick in die Richtung seiner Stiefschwester.
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