Regie:
Jack Bender
Drehbuch:
Damon Lindelof, Jennifer Johnson
Hauptdarsteller:
Naveen Andrews (Sayid)
Matthew Fox (Jack Shephard)
Evangeline Lilly (Kate Ryan)
Josh Holloway (Sawyer)
Terry O´Quinn (John Locke)
Dominic Monaghan (Charlie Pace)
Daniel Dae Kim (Jin-Soo Kwon)
Maggie Grace (Shannon Rutherford)
Harrold Perrineau (Michael Dawson)
Jorge Garcia (Hugo "Hurley" Reyes)
Ian Somerhalder (Boone Carlyle)
Yunjin Kim (Sun Kwon)
Malcom D. Kelley (Walter "Walt" Lloyd)
Emilie de Ravin (Claire Littleton)
Gaststars:
Tim Halligan (Hutton)
Michael Vendrell (Trucker)
L.Scott Cladwell (Rose)
Victor Brown (Jason)
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Kate und Sawyer streiten sich um einen Aktenkoffer mit unbekanntem Inhalt, bis Kate Jack um Hilfe bittet. Sayid versucht Rousseaus Karten zu entschlüsseln und fragt schließlich Shannon ihm die mysteriösen, französischen Notizen zu übersetzen.
Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.
von Kristin Lenk
Definitiv eine der allerbesten Folgen bisher, nicht nur für die Handlung sondern vor allem im Hinblick auf die Charakterentwicklung. Trotz Jacks Gutmütigkeit und offensichtlicher Zuneigung für die geheimnisvolle Kate, scheint es immer wahrscheinlicher, dass er im Anziehungsreigen wohl leer ausgehen wird. Die seltsame Verbindung die Kate zu Sawyer hat scheint in beide Richtungen zu fließen, da der Redneck Kate genauso durchschaut, wie sie ihn. Auf der anderen Seite scheint Sawyer Kate sehr viel klarer zu sehen als Jack - und erstaunlicher Weise auch in der Lage zu sein ihren Charakter so hinzunehmen.
Es erstaunt mich immer wieder wie J.J.Abrams es fertig bringt Charaktere zu entwerfen, die mir auf den ersten Blick vollkommen unsympathisch sind, nur um diese dann Stück für Stück zu enthüllen, wie wir es nun mit jedem einzelnen Gestrandeten erleben. Niemand in Abrams Universum ist, was er auf den ersten Blick erscheint, kein Charakter ist jemals vollkommen gut oder böse. Vielmehr gelingt es den Schreiber die Charaktere gerade durch ihre Fehler und Schwächen so unglaublich menschlich zu machen. In den ersten Folgen konnte ich Sawyer nicht ausstehen und wollte Kate und Jack unbedingt zusammen sehen.
Doch je weiter die Serie voran schreitet, desto komplexer werden die Charaktere und ihre Beziehungen. Mittlerweile fällt es mir schwer mir Kate und Jack zusammen vorzustellen, besonders im Gegensatz zu Claire und Charlie. Umso entsetzter war ich festzustellen, dass im Moment offensichtlich niemand mehr nach Claire sucht...spricht nicht gerade dafür, dass die Verschollenen schon zu einer wirklichen Gemeinschaft zusammengewachsen sind.
Wie immer scheint Abrams auch in LOST besonderen Wert auf Symbolik auch im Hinblick auf Zahlen zu legen (Wir erinnern uns an die mysteriöse Seite 47 aus Rambaldis Manuskript in "Alias"), was dem Zuschauer nochmehr Rätsel aufgibt: 815 war die Nummer des Schließfachs, ebenso wie die Flugnummer des abgestürzten Flugzeugs und auch das Flugzeugmodel ist als Symbol so subtil wie ein Amboß. Ganz offensichtlich ging es bei dieser Folge um mehr als nur den Inhalt des Koffers, nämlich um das, was in einem selbst steckt. Wie weit ist Kate bereit zu gehen, um an das Flugzeug zu kommen? Wie weit ist Jack bereit zu gehen, um ihr zu helfen? Hätte er wirklich einem Patienten, auch wenn es sich um Sawyer handelt, Medikamente vorzuenthalten? Ausgerechnet Sawyer war bereit den Koffer aufzugeben und Jack zu warnen, auch wenn er seine Fassade aufrechterhalten wollte. Wie lange wollen Boone und Locke ihren Fund geheim halten und was steckt darin?
MANCHMAL ist ein Koffer eben nicht nur ein Koffer! Hier das Update zu den zwischenmenschlichen Beziehungen auf der Insel:
Jack/Kate: Ein schöner Anfang, aber die Zuneigung scheint an Jacks verständlichem Wunsch, die Wahrheit über Kate zu erfahren zu scheitern. Zumindest wurde in dieser Folge auch ihm klar, dass Kate nicht immer die Wahrheit sagt und notfalls lügt und manipuliert, wenn es ihr hilft ihr Ziel zu erreichen.
Kate/ Sawyer: Viel Gefrotzelt und Herumgezanke und wo haben wir das alles schonmal gesehen?(Buffy und Spike? Xena und Ares....irgendwer?)Definitiv nicht für ein Happy-End gedacht, aber irgendwie wohl unvermeidbar!
Locke/ Boone: KEIN SLASH (..holt eure Gedanken schön wieder aus der Gosse liebe Leute!) Fängt irgendwie an mich an die Beziehung zwischen Gil Grissom und seinem Labor-Lehrling zu erinnern! Locke ist offensichtlich der Joda des Dschungels und Boone sein etwas zögerlicher Schüler.
Charlie/Claire: Einfach nur süß, oder? Monaghan schafft es großartig die Seelenqual Charlies über seine Ohnmacht ob Claires Verschwinden und die von ihm empfundene Fürsorge darzustellen.
Sayid/Shannon: Die größte Offenbarung in dieser Folge. Wer hätte das gedacht, aber die Chemie stimmt auf jeden Fall. Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an.
Boone/ Shannon: Creepy much? Ganz ehrlich, Boones Blick weist auf eine nicht so ganz gesunde Fixierung hin.
Einziges Manko der Folge: Der klare Fehlgriff mit "LA MER". Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass Shannon mit dem animierten Fischfilm auf FINDING NEMO angespielt hat.( Shark´s Tale ist eher unwahrscheinlich). Dummerweise habe ich in verschiedenen Quellen gelesen und mir auch von einer französischen Freundin versichern lassen, dass auch in der französisch synchronisierten Version des Films am Ende Robby Williams das Lied "Beyond the Sea" auf englisch singt.
SCHADE!
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Sawyer: I was trying to protect you!
Kate: From what? Southern perverts?
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Rose: It's a fine line between denial and faith. I like it better on my side.
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