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Episodenguide |
1x09 "Solitary"
[Einzelhaft]
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Zum Auftakt der Folge sehen wir Sayid allein am Strand sitzen, weit weg vom ursprünglichen Camp. Er betrachtet das Bild einer unbekannten, aber sehr schönen Frau. Kate erwähnt in einer späteren Szene, dass Sayid schon zwei Tage dabei ist, die Insel allein zu erkunden. Als er sich wenig später einen Weg durch den Dschungel bahnt, fällt ihm eine Falle ins Auge. Verwundert gelingt es ihm zwar diese zu umgehen, doch stattdessen fällt er einer anderen zum Opfer und endet kopfüber von einem Baum hängend. Als er wieder zu sich kommt, hat der unbekannte Fallensteller ihn in sein Versteck gebracht und Sayid auf ein Bettgestellt gefesselt. Eine weibliche Stimme wiederholt mehrmals (in verschiedenen Sprachen) die Frage nach dem Auftenthalstort einer Person namens Alex, die Sayid jedoch nicht kennt. Da diese Antwort nicht zufriedenstellen ist, foltert die schemenhafte Gestalt Sayid mit Stromschlägen.
Die Folter führt uns mehrmals direkt zu den damit korrespondierenden Rückblicken in Sayids Vergangenheit. Wie wir in früheren Folgen schon erfahren haben, war Sayid ein "Kommunikationsoffizier" in der irakischen, republikanischen Garde. Eventuelle Zweifel, die nach den Vorkommnissen der letzten Episode noch vorhanden waren, werden hier deutlich ausgeräumt: Sayids Position hatte ganz offensichtlich viel mit Folter zu tun. Dennoch wird auch unterschwellig gezeigt, dass Sayid dieser Tätigkeit nicht mit Stolz, sondern mit etwas wie Resignation nachging, und dass Angst um seine Familie ein nicht zu vernachlässigender Faktor dabei zu sein schien. Das alles ändert sich jedoch, als Sayid in einer Gefangenen, die er zum sprechen bringen soll, eine alte Schulfreundin erkennt. Nadia, ist die schöne, exotische Frau von seinem Foto. Wie wir erfahren, wurde Nadia schon mehrmals von der Armee brutal gefoltert und ist auch auf Sayids eindringliche Bitten nicht bereit Informationen preiszugeben. Sayid versucht Nadia durch seine Position vor Schaden zu bewahren und verhilft ihr schließlich sogar unter großem persönlichen Risiko zur Flucht. Die Schriftzeichen auf der Rückseite des Fotos stammen von ihr und bedeuten: "Du wirst mich wieder finden, in diesem Leben oder im nächsten."
Im Camp herrschen derweil Unruhe und Unzufriedenheit. Es gibt zwar genug zu Essen und Wasser, aber die Hitze und Ungewißheit zerren an den Nerven der Gestrandeten. Jack muss Ausschläge und nicht selten sogar eingebildete Wehwehchen der unfreiwilligen Inselbewohner behandeln. Hurley macht sich deshalb Gedanken über den Gruppenzustand und die mentale Gesundheit seiner Mitmenschen. Eine gefundene Golfausrüstung bringt ihn auf eine Idee: Die Gestrandeten müssen dringen etwas finden, um sich abzulenken und zu entspannen. Heimlich beginnt er einen wenige Löcher umfassenden Golfkurs anzulegen. Nach einigen Zweifeln und Witzen auf Hurleys Kosten, sind die Gestrandeten allerdings mit Begeisterung dabei. Kate gelingt es sogar, den immernoch recht isolierten Sawyer in das Geschehen einzubinden.
Sayid gelingt es eine Art Rapport zu seinem Folterer aufzubauen. Es ist die Französin Danielle Rousseau, die Stimme des französischen SOS-Signals. Trotz ihrer unberechbaren Stimmungsschwankungen erfährt Sayid schließlich von ihr, dass sie vor 16 Jahren mit einem Forschungsschiff auf der Insel gestrandet ist. Obwohl auch die Besatzung und das wissenschaftliche Personal mit ihr gestrandet sind (darunter wohl auch ihr Kind und ihr Ehemann), ist Danielle die einzige Überlebende. Danielle bezieht sich mehrmals auf ein schreckliches Vorkommnis, dass sie zwang sogar ihren Ehemann zu erschießen, ob es sich jedoch um eine Krankheit oder Hysterie handelt, wird nicht klar. Danielle warnt Sayid jedoch wiederholt vor den "anderen Bewohnern" der Insel- womit weder Eisbären noch das mysteriöse Monster gemeint ist. Sayid gelingt es schließlich ein wenig Vertrauen zu erlangen, indem er der Französin anbietet ihre alte Spieluhr zu reparieren. Auf der Flucht gelingt es ihm auch, Danielles Aufzeichnungen und selbstgezeichnete Karten der Insel zu stehlen. Doch als er auf dem Weg zurück ins Camp durch den Dschungel flieht, hört man für einen Moment tatsächlich Stimmen und bedrohliches Flüstern im Wind.
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