Lost


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Die Charaktere


Sawyer

von Gisa von Delft

Sawyer, der mit richtigem Namen James Ford heißt, stammt aus Tennessee und hat sein Geld mit Betrügereien verdient. In Australien war er, weil er dort den Mann finden wollte, der seine Kindheit zerstört hatte - und zwar eben jenen Frank Sawyer, dessen Namen er zu seinem eigenen machte.

Der Betrüger Frank Sawyer hatte eine Affaire mit der jungen Mrs. Ford, als ihr Sohn acht Jahre alt war. Er wollte an die Lebensversicherung der Familie gelangen. Letztlich führte das dazu, dass James mit ansehen musste, wie sein Vater seine Mutter tötete und anschließend Selbstmord beging. Seit der Zeit trägt James einen Brief mit sich herum, den er an Frank Sawyer geschrieben hatte. James schwor Rache, doch - Ironie des Schicksals - geriet selbst in finanzielle Schwierigkeiten und darüber in Betrügereien. Schließlich bediente er sich nicht nur Sawyers Namens sondern auch seiner betrügerischen Methoden. Er wurde gewissermaßen selber zu dem Mann, den er hasste. In Australien fand er denjenigen, von dem ihm gesagt worden war, er sei Sawyer. Als er ihn erschoss erfuhr er, dass er hereingelegt worden war, der Getötete war jemand anderes.

Auf Flug 815 kam James 'Sawyer' Ford nachdem er in Sydney in eine Prügelei mit einem australischen Minister verwickelt war. Er wurde von den Behörden für alle Zeiten aus Australien ausgewiesen und nach L.A. geschickt.

Zu den Jägern gehört Sawyer eher nicht, dafür aber um so mehr zu den Sammlern, oder besser gesagt: Hamsterern. Von Anfang an sammelt er alles mögliche, was er aus dem Flugzeugwrack und verstreutem Hab und Gut der Passagiere ergattern kann und betreibt damit einen blühenden Handel. Er repräsentiert gewissermaßen das kapitalistische System auf der Insel und macht sich dadurch nicht sonderlich beliebt. So fasst Kate, auf die er sehr offensichtlich ein Auge geworfen hat, sein Verhalten einmal in die Worte, man habe den Eindruck, er wolle gehasst werden.

Das Verhältnis zu Jack ist schon allein wegen der Buhlerei der beiden um Kate ziemlich angespannt. Doch scheint die Gemeinsamkeit mit Kate, vielleicht schon wegen der kriminellen Vegangenheit der beiden, recht groß zu sein. Auf jeden Fall können die beiden einander ziemlich gut einschätzen. Nur gelingt es Sawyer auch in Bezug auf Kate nicht, dauerhaft über seinen Schatten zu springen. Erst nach einer längeren Zeit auf der Insel mit entsprechend schwierigen Erlebnissen, wird Sawyer nachdenklicher, was das Thema Mitmenschlichkeit anbetrifft.

Eindeutig gehört Sawyer zum inneren Kreis der Aktiven auf der Insel, auch wenn er durch sein unsoziales Verhalten immer wieder aneckt. Die Nick-Namen, die er den Gestrandeten gerne gibt, kommen ebenfalls nicht immer besonders gut an.

Aus einem anfänglichen Zeitvertreib scheint sich für ihn eine Leidenschaften zu entwickeln: das Lesen. So nimmt er sich jedes Buch vor, das er im Gepäck der Passagiere finden konnte. Da er allerdings unter Kopfschmerzen zu leiden beginnt stellt sich heraus, dass er weitsichtig ist. Sayid kann jedoch Abhilfe schaffen, indem er ihm zu einer passenden Lesebrille aus den Hinterlassenschaften der Passagiere verhilft.

Sawyer ergattert einen Platz auf Michaels Floß, wo er durch einen Schuss in die Schulter verwundet wird, als die "Anderen" Walt holen. Er entfernt die Kugel mit den eigenen Fingern. Als Michael und er auf den Resten des zerstörten Floßes zur Insel zurückgetrieben werden, nimmt sie dort die Gruppe der Überlebenden aus dem hinteren Teil des Flugzeugs gefangen und wirft sie in eine Grube.

Erst als klar ist, dass die Männer ebenfalls Überlebende des Absturzes sind, lässt man sie frei und nimmt sie mit, um gemeinsam zur ersten Gruppe zu gelangen.