Regie:
Mike Vejar
Drehbuch:
J. Michael Straczynski
Hauptdarsteller:
Luke Perry (Jeremiah)
Malcolm-Jamal Warner (Kurdy)
Sean Astin (Mr. Smith)
Gaststars:
Peter Stebbings (Marcus Alexander)
Ingrid Kavelaars (Erin)
Byron Lawson (Lee Chen)
John Pyper-Ferguson (Sims)
Michael Teigen (Frank)
Enid-Raye Adams (Gina)
David Richmond-Peck (Tadd)
Rik Kiviaho (Sims Lieutenant)
Larry Musser (Warren)
Chris Lovick (Fifth-Column-Rekrut)
Matthew MacCaull (Wache)
Jessica Amlee (Rose)
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Alles deutet darauf hin, dass sich ein Krieg nicht mehr verhindern lässt. Immer mehr zieht sich Daniels Schlinge um Thunder Mountain zu, während Jeremiah seinen privaten Rachefeldzug gegen Sims beginnt. Und immer noch sucht man in Thunder Mountain nach dem oder den Verräter(n)...
Das große Finale hat mehrere Handlungsfäden aufzulösen:- Mr. Smith: Dieser hat sein Zusammentreffen mit Sims überlebt und kommt in der Kinderzufluchtsstätte langsam wieder zu sich. Er weiß, wann und wo "Daniels" Truppen angreifen werden und setzt alles daran, dass Kurdy dieses rechtzeitig erfährt. Wird ihm dies gelingen? Wird er nochmals auf Jeremiah treffen und wenn ja, wie wird dieses Treffen verlaufen?
- Erin & Marcus: Erin gesteht Marcus ihre Liebe, während dieser schläft. Aber schlief er wirklich?
- Sims / Jeremiah: Wie geht Sims mit der Aussage von Marcus um, dass es keinen Daniel gebe? Werden Jeremiahs Rachegelüste gestillt?
- Verräter in Thunder Mountain: Lee kann einen der Verräter enttarnen und verhört diesen. Wird er rechtzeitig erfahren, was und wann "Daniels" Anhänger in Thunder Mountain planen?
- Thunder Mountain vs. "Daniel": Wer wird auf welche Weise den Kampf gewinnen? Kommt es zum großen Showdown mit hohem Blutzoll?
von Matthias Pohlmann
Vorsicht, massive Spoiler auf die gesamte zweite Staffel und deren Ende Das war es also nun, das große Finale - und leider auch eine gewisse Enttäuschung. Zu platt, zu überfrachtet war diese letzte Folge und war ich direkt nach dem Ende der Folge noch halbwegs zufrieden, so kommen mit jeder Minute, die man darüber nachdenkt, neue Fragen auf, die das Ende nicht gerade in ein besseres Licht rücken. Unter anderem folgende Fragen sind dabei aufgetaucht:
- Hatte Sims nicht einen besseren Abgang verdient als einen 08/15-Kampf mit Jeremiah?
- Ist es nicht arg platt, dass gerade während diesem 08/15- Kampf, der dazu noch künstlich verlängert wurde (Ich sag nur Messer wegwerfen und dann wieder auflesen), Sims Adjutant von der Wahrheit, dass es keinen "Daniel" gibt erfährt - und genau dessen Wissen dann die Truppen der Gründer letztlich bremst?
- Warum war Libby eigentlich eine Verräterin, wenn sie beim Fall von Vallhalla Sector dafür gesorgt hatte, dass Jeremiah und Devon überleben? Wie passt das zusammen?
- Warum sind eigentlich beide Kriegsparteien so blöde, nicht den Funkverkehr des "Feindes" abzuhören?
- Ist diese "Friede-Freude-Eierkuchen"-Message, die am Ende steht, wirklich das, was JMS uns sagen wollte? Das kann Star Trek besser und überzeugender und besser vorbereitet.
- Wenn man so wenig Zeit hat, das Ganze aufzulösen, muss dann noch eine Liebesgeschichte zwischen Erin und Marcus eingebaut werden? Schön und gut, die Szenen zwischen den beiden waren nett, aber nötig? Diese Zeit hätte man nutzen können, um andere Handlungsfäden zu einem befriedigerenden Ende zu bringen.
- Ist das wieder entstandene Vertrauen Marcus´ in Lee Chen nicht ein wenig arg schnell gekommen?
- Wie kann es sein, dass diese straff durchorganisierte "Daniel-Welt" letztlich so einfach zu "besiegen" war?
- Warum spielt beim großen Finale auf einmal der Widerstand gegen "Daniel" keine Rolle mehr?
- Warum nutzt Thunder Mountain einen ausgewiesenen Experten in psychologischer Kriegsführung nicht von Anfang an, um den Widerstand gegen "Daniel" zu unterstützen?
- Wie glaubwürdig ist Jeremiahs Wutausbruch gegen Mr. Smith, wenn er eine Folge später schon wieder friedlich neben ihm steht?
- Warum weiß ich am Ende der Serie immer noch fast nichts darüber, wie die Westallianz eigentlich aussieht, welche Macht Marcus hat, worauf diese sich gründet und wie der Aufbau von Statten geht?
- Warum ist Theo zu Beginn der zweiten Staffel immer wichtiger und kommt am Ende gar nicht mehr vor?
Fazit: Schade, JMS, dass eine über weite Strecken begeisternde Serie so zu Ende gehen muss. Ok, das Ganze geschah unter Zeitdruck, da schon früh klar war, dass es die letzte (JMS-)Staffel würde. Aber Vieles wäre dennoch nicht nötig gewesen - und gerade, wenn es so wenig Zeit zur Auflösung gibt, dann kann man auf unnötige Nebenhandlungen wie Marcus/Erin oder "Jeremiah im Heile-Welt-Haus" gut verzichten - und würde sich statt dessen über wichtige Auflösungen (auch die Figur von Mr. Smith bleibt am Ende zu blass) viel mehr freuen.
Von mir gibt es 2 von 5 Punkten für das Finale und einen dritten für die erneut starke Performance von John Pyper-Ferguson als Sims im Original. 3 von 5 ist für ein JMS-Staffelfinale aber eindeutig zu wenig - und für ein JMS-Serienfinale erst recht.
Das ist natürlich auch der Fluch der guten Tat... Wer wie JMS so Unglaubliches geschrieben hat, schürt damit natürlich auch große Erwartungen. |