Regie:
Brad Turner
Drehbuch:
Sam Egan
Hauptdarsteller:
Luke Perry (Jeremiah)
Malcolm-Jamal Warner (Kurdy)
Gaststars:
Byron Lawson (Lee Chen)
Sarah Strange (Maggie)
Jonathon Young (Edgar Weston)
Link Baker (Red)
Ty Olsson (Rourke)
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Lee sendet Kurdy und Jeremiah nach Denver, wo sie für Thunder Mountains nächsten "großen Schritt" (der wohl im Staffelfinale zu erwarten ist) wichtige Bücher besorgen sollen. In der dortigen Bücherei, die eine der wenigen Bibliotheken ist, angekommen, erfahren sie vom Bibliothekar, dass es in Denver eine Sekte gebe, die der Überzeugung seien, dass die Bücher schuld am "Big Death" seien und deshalb immer wieder in die Bücherei kämen, einige Bücher mitnähmen und dann verbrannten. Sie erklären sich bereit, ihm bei der Verteidigung der Bücherei zu helfen - im Gegenzug sollen sie dann die gewünschten Bücher bekommen.
Jeremiah sucht derweil einen Freund, den er bei einem früheren Besuch kennengelernt hatte. Als er diesen findet, lädt der ihn zu sich und seiner Freundin Maggie ein. Dort erfährt Jeremiah, dass Maggie ihrem verstorbenen Vater versprochen hatte, seine Asche im Colorado beizusetzen, dies jedoch auf Grund der Tatsache, dass sie an einen Rollstuhl gefesselt ist, bisher nicht erfüllen konnte.
Während sich nun Jeremiah bereit erklärt, Maggie bei der Erfüllung ihres Versprechens behilflich zu sein, müht sich Kurdy um die Verteidigung der Bibliothek...
Jeremiah und Kurdy fahren im Auftrag Lees nach Denver, um dort Bücher aus einer Büchereien zu holen. In Denver steht nämlich eine der wenigen Bibliotheken, die den Großen Tod (zumindest halbwegs) intakt überlebt hat.
Kaum sind sie in der Bücherei, da wird schon eine Pump-Gun auf sie gerichtet. Der "Übeltäter" heißt Edgar und ist der (selbsternannte, aber anerkannte) Bibliothekar. Seine Reaktion, so erklärt er später, lag darin begründet, dass es in Denver eine Sekte gebe, die glaube, dass Bücher der Grund für den "Großen Tod" seien und deshalb immer wieder in die Bibliothek kämen, einige Bücher mitnähmen und dann verbrannten.
Auf seine Bitte hin, ihm zu helfen, versprechen sie dies, wobei Kurdy in der Bücherei verbleibt, während Jeremiah zunächst eine Reise in die eigene Vergangenheit unternehmen und seinen alten Freund Red besuchen möchte.
Kurdy entdeckt zunächst, dass Edgar nicht lesen kann und siech dieser Tatsache schämt.
Als die Sektenmitglieder wieder vorbei kommen, um mehr Bücher zu holen, versuchen Edgar und Kurdy zwar, sie daran zu hindern. Da jedoch alle anderen Besucher der Bibliothek aus Angst fliehen, haben die beiden keine Chance gegen die Übermacht und müssen die Sektenmitglieder mitsamt ihrer Beute ziehen lassen. Kurdy wird daraufhin initiativ und erklärt den Lesern, dass diese Überfälle durch die Sekte nicht aufhören würden, bis sie sich dazu durchringen würden, gemeinsam die Bücher zu verteidigen. Daneben gibt er Edgar Leseunterricht.
Als zum Ende der Episode hin die Sektenmitglieder erneut versuchen, die Bücherei zu überfallen, werden sie von einer gut bewaffneten Armee von Biblitotheksbesuchern in die Flucht geschlagen.
Derweil trifft Jeremiah Red und dessen an den Rollstuhl gebundene Freundin Maggie. Diese bittet ihn, ihr zu ermöglichen, ein Versprechen einzuhalten, das sie ihrem Vater auf dessen Sterbebett gegeben hatte. Dies hatte darin bestanden, dass sie seine Asche auf dem Colorado verstreuen würde, was ihr ohne Auto auf Grund der Tatsache, dass sie an den Rollstuhl gebunden ist, nun nicht möglich ist. Jeremiah sagt zu, ihr mit seinem Wagen zu helfen und sie zum Colorado zu fahren.
Als Jeremiah, Maggie und Red den Fluss erreichen, stehen sie vor der nächsten Schwierigkeit. Damit sie die Asche auf dem Fluss verteilen kann, muss Maggie eine alte handbetriebene Seilgondel, die über den Fluss führt, benutzen. Dadurch wird die Erfüllung des Versprechens sowohl für Maggie als auch für Jeremiah eine Prüfung in Mut und Ausdauer, die sie aber bestehen.
von Matthias Pohlmann
Star Trek in Jeremiah - und das Ganze funktioniert. Lässt man nämlich den Beitrag zum Storybogen weg, der ohnehin eher konstruiert wirkt, bleibt nämlich eine Story übrig, wie man sie sich auch als gute "Star Trek: TNG"-Folge vorstellen könnte. Denn gerade die Jeremiah-Geschichte, die erneut seinen Charakterzug unterstreicht, Versprechen als etwas besonders Wichtiges anzusehen, erzählt damit im Kern von etwas, das auch Star Trek nicht fremd ist. Dies gilt auch für die "Hilfe zur Selbsthilfe", die Kurdy den Bibliotheksbesuchern gibt. Alles in allem also eine Folge, die bis auf den etwas zu vorhersehbaren Schluss der "Bibliotheksstory" sehr viel Spaß macht, die Hauptcharaktere stimmig weiter entwickelt (insbesondere Kurdy, der Sam Egans Lieblingscharakter zu sein scheint) und einige nicht nur im Jeremiah-Universum verschütteten Tugenden zum Thema hat. |