Regie:
Brad Turner
Drehbuch:
Sam Egan
Hauptdarsteller:
Luke Perry (Jeremiah)
Jamal Malcom-Warner (Kurdy)
Gaststars:
Peter Stebbings (Marcus Alexander)
Ingrid Kavelaars (Erin)
Byron Lawson (Lee Chen)
Kandyse McClure (Elizabeth Munroe)
Jason George (Kwame)
Michasha Armstrong (Raheem)
Monique Kavelaars (Lauren, Erins Zwilling)
Christian Bocher (Geronimo)
|
Erin erhält eine Nachricht ihrer Schwester, die in Problemen steckt. Sie bittet Jeremiah, ihr bei deren Unterstützung zu helfen, wobei Jeremiah erfährt, dass es sich um ihre eineiige Zwillingsschwester handelt. Währenddessen erhhält Kurdy den Auftrag, Kontakt zu einer radikalen und rassistischen Gruppe Schwarzer, die in den Bergen lebt, aufzubauen, da Marcus diese Gruppe mit ins Boot holen möchte. Elisabeth lässt sich von Kurdy nicht davon überzeugen, in Thunder Mountain zu bleiben und begleitet ihn in die Berge. Dort haben die beiden es sehr schwer, die Gruppe, die von der Überzeugung ist, dass sie nur durch ihre völlige Abkapselung vom Rest der Welt und durch völlige "Rassenreinhaltung" überlebt hat, umzustimmen,während dessen geben Erin und Jeremiah ihr bestes, um Erins Schwester zu helfen, dabei erlebt Jeremiah eine "heiße Nacht", er wüsste hinterher nur gerne, mit welcher Schwester diese war....
Die Folge bekinnt mit einem (sportlichen) Fechtkampf zwischen Jeremiah und Erin, bei dem sich zeigt, dass sich zwischen den beiden möglicherweise "etwas" entwickeln könnte. Derweil kommen sich auch Kurdy und Elisabeth immer näher. Dennoch wehrt sich Kurdy mit Händen und Füßen dagegen, auf Elisabths Angebot, ihn zu einer radikal separatistisch-rassistischen Schwarzenvereinigung zu begleiten, zu der ih Marcus schicken möchte. Diese Ablehnung kommt jedoch nicht daher, dass er Elisabeth nicht gerne um sich hat, sondern daher, dass Kurdy nicht einmal daran denken möchte, wie er sich fühlen würde, wenn Elisabth etwas zustoßen würde, doch Elisabeth setzt sich durch und kommt mit.
Sie finden die Gruppe, deren Anführer Kwame scheint jedoch alles andere als an einer Allianz mit Thunder Mountain, sein Stellvertreter Raheem ist sogar offen feindselig gegenüber den beiden Besuchern. Dennoch bringen es Kurdy und Elisabeth hin, dass Kwame sich zumindest anhört, was Marcus zu sagen hat. Durch diesen Erfolg werden sich Kurdy und Elisabeth im Übrigen auch über ihre Liebe füreinander klar.
Derweil macht sich Jeremiah mit Erin auf den Weg, um deren Zwillingsschwester Lauren zu finden. Dabei erfährt er von Erin, dass Lauren bei aller äußerlichen Ähnlichkeit charakterlich das Gegenteil von ihr ist - unverantwortlich und sehr leichtsinnig im Umgang mit Männern und Drogen. Auch weil Lauren nach dem Ende des großen Todes den gesamten Schmuck der Mutter an sich genommen hatte, ist das Verhältnis der beiden Zwillinge ziemlich angespannt.
Als die beiden Lauren finden, erzählt ihnen diese, sie habe "Geronimo" verlassen, aber Angst davor, dass er sie verfolge, weshalb sie die beiden um Hilfe bittet, um fliehen zu können. Dabei machen sich Erin und Lauren ihren Vorteil, gleich auszusehen, zu Nutze - ebenso wie die eingangs der Folge gezeigten Kenntnisse vom Fechten, die Erin einsetzt, als Geronimo auftaucht.
Nachdem sie mit ihrer Fechtkunst und Jeremiahs Hilfe die Flucht Laurens ermöglicht haben, verabschieden sie sich von ihr, wobei sie Erin ein Päckchen übergibt. Die Überraschung Erins, als sie sieht, dass dieses Päckchen den Schmuck ihrer Mutter enthalte ist ähnlich groß wie die Jeremiahs, als Erin eine Bemerkung fallen lässt, die ihn sich fragen lässt, mit welcher Zwillingssschwester er die vergangene Nacht denn verbracht hat...
von Matthias Pohlmann
Das war wohl eine Rehabilitationsfolge - für Sam Egan. Nach dem Totalausfall in der vorigen Episode, präsentiert er uns dieses Mal eine Folge, die, wenn auch nicht großartig, so doch mehr als nur solide ist. Insbesondere von Ingrid Kavelaars und ihrer (auch realen) Zwillingsschwester Monique in den Rollen von Erin und Lauren lebt diese Folge und man merkt es durchaus, dass die beiden ihren Spaß beim Drehen hatten.
Problematisch ist für mich, dass die Anziehung zwischen Erin und Jeremiah faktisch aus dem Nichts entsteht - in den vorigen Folgen war davon nicht die Rede. Diese - an Chakotays plötzliche Liebe zu Seven Of Nine in Voyager erinnernde - Schwäche ist denn auch mein einziger Kritikpunkt an dieser Episode.
Es war auch kein schlechter Schachzug, das Thema Rassismus einmal umzudrehen und es an Hand schwarzer Rassisten zu behandeln. Denn das, was als moralische Essenz dieser Story bleibt - die Ablehnung jedes Rassismus - ließ sich auf diese Weise gut damit verbinden, die Liebesgeschichte von Elisabeth und Kurdy (die ja schon im Pilotfilm angelegt war) fort zu führen.
So bleibt einem am Ende ein zufriedenes Gefühl - natürlich verbunden mit der seit der vorvergangenen Episode vorhandenen Ungeduld bezogen auf das sich nähernde Staffelfinale. |