Jeremiah


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei


:: 1x01 the long road
:: 1x03 man of iron, women under glas
:: 1x04 …and the ground, sown with salt
:: 1x05 to sail beyond the stars
:: 1x06 the bag
:: 1x07 city of roses
:: 1x08 firewall
:: 1x09 the red kiss
:: 1x10 journeys end in lovers meeting
:: 1x11 thieves’ honor
:: 1x12 the touch
:: 1x13 mother of invention
:: 1x14 tripwire
:: 1x15 ring of thruth
:: 1x16 moon in gemini
:: 1x17 out of the ashes
:: 1x18 a means to an end
:: 1x19 things left unsaid I
:: 1x20 things left unsaid II


Episodenguide


1x10 "journeys end in lovers meeting"

[Reisen enden in der Begegnung Liebender]


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Regie:
Martin Wood
Drehbuch:
J. Michael Straczynski

Hauptdarsteller:
Luke Perry (Jeremiah)
Malcolm-Jamal Warner (Kurdy)

Gaststars:
Krista Rae (Constance)
Alessandro Juliani (David)
Hayden Thomas (Price)

 Kurzinhalt
Tief in den Bergen im Schnee sind die beiden Hauptpersonen mal wieder in ihrem Jeep unterwegs. Dabei treffen sie auf eine größere Gruppe, die zu Fuß durch den Schnee stapft. Auf Nachfrage erfahren sie, dass es sich hierbei um einen Pilgerzug handelt, der auf seiner letzten Etappe eines fast einjährigen Marsches ist. Die beiden werden eingeladen, die Nacht mit den Pilgerern zu verbringen und gegen Jeremiahs Willen entscheidet Kurdy, dass sie genau das tun.

Als er sich entscheidet, bei der Gruppe zu bleiben und mit ihnen zu marschieren, macht sich Jeremiah alleine auf, das zu tun, wofür sie eigentlich in die Berge gefahren waren, nämlich eine Gruppe zu besuchen, die man in Thunder Mountain als mögliche Bündnispartner sieht - doch sind sie dafür wirklich geeignet?


 Inhalt
Die Episode beginnt mit einer Diskussion zwischen Jeremiah und Kurdy, in der es darum geht, wer von beiden warum bestimmt, welchen von zwei möglichen Wegen sie an einer Gabelung einschlagen sollen. Nachdem das ausdiskutiert ist, treffen sie auf einen längeren, gemächlich durch den Schnee gehenden Zug von Menschen. Diese geben ihnen bereitwillig Auskunft über ihre Ziele: Es handelt sich um einen Pilgerzug, der kurz vor dem Ziel seiner einjährigen Reise steht. Die beiden werden eingeladen, die Nacht mit den Pilgerern zu verbringen und gegen Jeremiahs Willen entscheidet Kurdy, dass sie genau das tun.

Sie erfahren, dass die Pilger in der Nähe, wo der Ozean ist, auf ein weißes Schiff mit goldenen Segeln warten wollen - also auf ein Wunder.

Während Jeremiah äußerst skeptisch bleibt und sich möglichst von der Gruppe fernhält - er ist ja seit Episode 1.03 mit Gott im Krieg, steigt Kurdys Faszination minütlich. Sein ganzes Leben lang schon sucht er nach einem Platz, wo er hingehört - dies scheint ein Ort zu sein, der ihm die gesuchte Geborgenheit bietet.

Insbesondere von der Gewaltfreiheit der Gruppe ist Kurdy angetan und bei einem abendlichen Treffen traut er sich erstmals, ein eigenes Gedicht aufzusagen. Dies beeindruckt Jeremiah sichtlich und er fragt nach, ob es noch mehr Kurdy-Gedichte gebe, was dieser bejaht.

Dennoch besteht Jeremiah darauf, dass sie möglichst bald ihrem Auftrag nach gehen, nämlich die Gruppe in einem nahe des Nachtlagers der Pilger gelegenen Ort zu kontaktieren. Kurdy jedoch entscheidet sich dafür, dass er für eine gewisse Zeit bei der Pilgergruppe verweilen möchte, so dass sich Jeremiah alleine auf den Weg macht

Der erste Kontakt mit den Bewohnern des Ortes, die in Einfamilienhäußern wohnen (das erste Mal, dass man in dieser Serie solche Häuser sieht), verläuft auch sehr freundlich, die Verabschiedung macht Jeremiah jedoch stutzig. Der Anführer der örtlichen Gruppe fragt nämlich nach, ob Jeremiah etwas mit den Pilgern zu tun habe, was dieser verneint. Daraufhin erhält er als Antwort, dass das gut so sei, andernfalls hätte es nämlich gut sein können, dass er in "Ärger" hineingerate.

Da Jeremiah in diesem Moment daran denkt, dass damit dann auch Kurdy gemeint ist, entschließt er sich, am Fenster zu lauschen und erfährt, dass die Bewohner des Ortes vor haben, die Pilger zusammen zu treiben und ihrer Habseligkeiten zu berauben.
Gerade als er sich aufmachen will, um Kurdy und die Pilger zu warnen, wird er von einer Wache ertappt und überwältigt. Er wird gefangen genommen und einer der Führungsleute nimmt ihm seine Stiefel ab, da Jeremiahs Stiefel im Gegensatz zu den eigenen noch intakt sind.

Genau der Stiefeldieb wird nun auserkoren, die Pilger aufzusuchen und ihnen eine scheinbare Hilfe anzubieten. Er soll sie auf einen Weg leiten, der sie direkt in eine Falle lockt. Als er dort jedoch ankommt, erkennt Kurdy an ihm Jeremiahs Stiefel und erkennt sofort, dass sein Freund in Gefahr ist. Er zwingt den falschen Freund der Pilger zum Reden und erklärt dann, dass er mal eben "kurz etwas im Ort erledigen" müsse und dann zur Gruppe zurück kehre. Da er bejaht, im Ort auch Gewalt anwenden zu wollen, schließt ihn der Führer der Pilger aus der Gruppe aus, da sie auf Gewaltfreiheit verpflichtet seien. ("Die Gewalt von gerade eben wird Dir verziehen, da sie aus der Wut heraus entstand. Wenn Du aber nun Menschen absichtlich Gewalt antun möchtest, dann muss ich Dich ausschließen").

Kurdy befreit Jeremiah und gemeinsam sogren sie dafür, dass die Ortsbewohner erstmal ausgeschaltet sind. Danach will Kurdy aber doch wissen, was aus den Pilgern geworden ist. Jeremiah meint dazu ganz nüchtern, dass es da angesichts der Tatsache, dass die Pilger auf jeden Fall ein Wunder erzwingen wollen, nur zwei Möglichkeiten gebe: Die gute, dass ein Schiff wie erwartet gekommen ist und die Pilger aufgenommen hat - oder eben die Schlechte, dass sie einfach im Wasser "verschwunden" sind.

Kurdy macht sich dennoch auf die Suche und findet den Ort, an dem die Pilger auf das Meer gestoßen sind. Als er dort ankommt, sieht er nur noch die Habseligkeiten der Pilger am Ufer liegen - und einen großen Stein, auf dem in weißen Buchstaben "BELIEVE" ("Glaube!") geschrieben steht...


 Episodenreview
von Matthias Pohlmann

J. Michael Straczynski und die Religion(en)... Das scheint ein Thema zu sein, das er immer wieder gerne behandelt. Wenn man weiß, dass er "bekennender" Atheist ist, könnte man vermuten, dass er solche Folgen benutzt, um Religion schlecht zu machen. Wie aber auch schon bei Babylon 5, als er dieses Thema mit sehr viel Respekt behandelte, so stellt er auch hier die Gläubigen und ihren Glauben so dar, dass man mit ihnen sympathisiert. Ob man nun glaubt, dass am Ende der Folge ein Wunder geschehen ist, überlässt er dem Betrachter - und verteilt beide Ansichten auf die beiden Titelhelden. Während Jeremiah keinen Zweifel daran aufkommen lässt, dass er nicht an ein Wunder glaubt, erweckt Kurdy eher einen gläubigen Eindruck - und das macht diese Folge alleine schon sehr gut.
Ansonsten ist diese Episode in besonderem Maße eine Kurdy-Charakter-Folge, da sein Charakter mit dieser Folge eine intellektuelle Facette hinzu bekommt. Auch über die emotionale Seite von ihm, über seine Sehnsüchte und Ängste, lernt man viel in dieser Folge, was die Episode auch für die Serie wichtig macht.
Dies im Übrigen als reine "Stand-Alone-Folge", die oberflächlich nur einen sehr losen Bezug zur Grundstory zu haben scheint - und dennoch liegen die, die wegen der Charakterentwicklung Kurdys von einer für die Grundstory wichtigen Folge sprechen, sicher nicht ganz falsch.
Alles in allem eine sehr gute Folge, die den Zuschauer zum Nachdenken anregt.