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Review (PC)


Warhammer 40k - Dawn of War: Soulstorm


getestet von Christian Weigel

Warhammer 40k - Dawn of War: Soulstorm
"Dawn of War: Soulstorm" ist das jüngste Standalone-Add-On zu "Dawn of War" und hält sich millimetergenau an die Formel des vorherigen Erweiterungspakets Dark Crusade. Das alleine lauffähige Programm enthält zwei zusätzliche Armeen, die Dark Eldar und die Sisters of Battle, plus eine Kampagne. In dieser und im Geplänkel-Modus gegen den Computer darf man mit allen neun verfügbaren Armeen antreten, nur im Mehrspielermodus ist man auf die beiden neuen Truppen beschränkt – es sei denn, man ist zufällig Besitzer der vorherigen Add-Ons und/oder des Hauptspiels und kann so mit Eingabe der jeweiligen Seriennummern auch die altbewährten Fraktionen freischalten.

Die Kampagne

Warhammer 40k - Dawn of War: Soulstorm
Das Hauptmenü. Hier schön zu sehen: Die Prinz-Eisenherz-Standardfrisur der Battle Sisters.
Leider, leider ist die in "Dawn of War: Soulstorm" enthaltene Kampagne meiner Meinung nach Großer Murks (Mit großem G!). Das Hauptspiel und die erste Erweiterung enthielten noch Einzelspielerfeldzüge, die aus der Sicht jeweils einer Fraktion ein Dutzend ausgiebige Missionen aneinander reihten, die dazwischen mit Sequenzen in Spielgrafik aufgepeppt waren und eine Geschichte erzählten. Dark Crusade und Soulstorm führten eine andere Art der Kampagne ein, für die ich mich nicht so sehr begeistern kann: Auf einer planetaren Strategiekarte verschiebt man in sehr vereinfachter Risiko-Manier seine Hauptarmee von Provinz zu Provinz und erobert so Stück für Stück das Operationsgebiet, im Falle von Soulstorm das Kaurava-System, in das durch einen Warpsturm – der namensgebende "Soulstorm" – durch puren Zufall alle neun Parteien gelockt wurden. Das hört sich eigentlich auf den ersten Blick stark nach der Missionsauswahl beim Urvater Dune 2 an (Erinnert sich noch jemand an die Rot-grün-blaue Karte mit den Territorien der Atreides, Harkonnen und Ordos?), wo man je nach gewähltem Zielgebiet einen anderen Einsatz spielen durfte und so der Wiederspielwert der Kampagne erhöht wurde. Pustekuchen, bei Soulstorm (wie auch bei Dark Crusade) sind alle Kämpfe um Territorien lediglich glorifizierte Standard-Geplänkel gegen die Computer-KI auf den sowieso im Mehrspielermodus verfügbaren Karten. Lediglich beim Angriff auf das Zentralterritorium jeder Gegnerfraktion gibt es ein paar minimale Storyelemente und geskriptete Ereignisse, um den Spieler aus dem öden Trott der 43. Geplänkel-Mission herauszureißen, in der man lediglich das gegnerische Hauptquartier demolieren muss. Alles in allem sind die Kampagnen der letzten beiden Dawn of War-Erweiterungen Paradebeispiele dafür, wie ich einen Einzelspielermodus nicht erleben will. Ich möchte stattdessen lieber spezifische Missionsziele erfüllen, möchte Abwechslung aus Angriffs- und Verteidigungseinsätzen, ich möchte unerwartete Ereignisse, zusätzliche Videobriefings und Meldungen während der Mission, ich möchte mit einer angenehmen Lernkurve an das Kommandieren meiner Armee herangeführt werden und mich darauf freuen, in der nächsten Mission noch mächtigere Truppen bauen zu können. Ich nenne hier nur einmal Company of Heroes, zufällig vom selben Entwickler wie Dawn of War, oder Command & Conquer 3 als leuchtende Beispiele. Der einzige Grund, den ich mir für so eine lieblose und generische Kampagne in einem Strategiespiel vorstellen kann ist der, dass es dadurch möglich ist, diese mit jeder der neun Armeen durchzuspielen, was schon eine Menge über die Austauschbarkeit der Missionen aussagt.

Trotz all meinem Gezeter über den Kampagnenmodus von Soulstorm war dieser für mich kein hinreichender Abschreckungsgrund, und man sollte auch die Kampagne allerhöchstens als Zusatzschmankerl verstehen. Der dickste Brocken von Dawn of War sind immer noch die Multiplayer-Gefechte, und darin brilliert es nach wie vor.

Die neuen Armeen

Warhammer 40k - Dawn of War: Soulstorm
Eine Basis der Adepta Sororitas. Science-Fiction trifft auf Kirchenarchitektur.
Die beiden Neueinsteiger sind treuen Anhängern von Warhammer 40.000 natürlich alte Bekannte, und ich möchte gar nicht wissen, wie viele Spieler tagtäglich tränenverschmierte Briefe an Relic geschrieben haben, dass sie doch bitte endlich "ihre" Armee in Dawn of War einbauen sollen. Theoretisch sollte der Strom dieser verzweifelten Briefe so langsam versiegen, da jetzt wirklich fast alle großen Parteien der Tabletop-Vorlage umgesetzt wurden. Nur die Tyraniden fehlen noch, die insektenartigen Alien-Cousins der aus Starcraft bekannten Zerg. Dem Brodeln der Gerüchteküche nach sollen diese armen vernachlässigten Kreaturen aber ganz sicher im irgendwann erscheinenden Dawn of War 2 ihren Auftritt haben (Meine Theorie, warum die Tyraniden nie zu der Ehre kamen, als spielbare Fraktion in Dawn of War aufzutauchen, ist folgende: Sie haben zu viele Beine. Alle neun bisher umgesetzten Rassen sehen, wenn man es nicht ganz so genau nimmt –ja, ihr Orks, ich meine euch – vage anthropomorph aus, haben also zwei Beine und zwei Arme und meistens einen Kopf. Deswegen ist es für die 3D-Animationsspezialisten nicht mehr besonders schwierig, die Bewegungen der Kämpfer umzusetzen, sobald sie erst einmal ein Grundgerüst erstellt haben. Man braucht nur die Proportionen ein bisschen zu verschieben, und schon hat man einen Ork in einen Eldar verwandelt, muss aber nicht mehr den kompletten Bewegungsablauf neu erstellen. Mit den Tyraniden ist das ein bisschen schwieriger, da viele von ihnen eine nicht mehr so ganz überschaubare Anzahl an Beinen oder auch gerne mal überhaupt keine haben, und komplett neue Animationsroutinen für solche Biester zu entwickeln ist dann doch ein bisschen viel Arbeitsaufwand. Vielleicht liege ich aber auch komplett falsch.)

Warhammer 40k - Dawn of War: Soulstorm
Ist es ein Panzer? Ist es eine fahrbare Orgel? Nein, es ist der Exorzist, die Artillerie der Schwestern!
Die Dark Eldar sind im Prinzip die Science-Fiction-Version des Fantasy-Klischees "Dunkelelfen". Sie haben eine ungesunde Vorliebe für schwarze Kleidung mit Stacheln an jeder erdenklichen Stelle, sind ganzjährig böse und gemein und sehen einen Tag als verloren an, an dem sie nicht einen ihrer Sklaven peitschen und hinterher sauber ausbluten lassen. Wunderbare Bösewichte eben, die sich auf Zuschlagen-und-Verschwinden spezialisiert haben und ihr Dasein als Piraten fristen. Sie sind Meister von Tarnung, Hinterhalt, Gift und Tücke und können mächtige Zauber auf dem Schlachtfeld wirken, indem sie die Seelenenergie gefallener Kämpfer sammeln und kanalisieren, so dass plötzlich die Panzerung des Gegners von Säure zerfressen wird oder die Moral einen bösen Einbruch erfährt. Mit ihren schnellen und schnittigen Antigrav-Barken und Jetbikes sind sie ziemlich mobil und können an unerwarteten Stellen auftauchen, unglaubliche Massaker anrichten und sich davonstehlen wie Phantome, bevor der Gegner seine schwerfälligeren Truppen auf die neue Bedrohungsachse ausgerichtet hat.

Warhammer 40k - Dawn of War: Soulstorm
Ein Kroot-Söldner der Tau versucht, es mit meinem Läuterer aufzunehmen. Schlechte Idee.
Die andere neue Fraktion ist genauso wenig zimperlich wie die sadistischen Dark Eldar, packt die grobe Kelle aber natürlich nur für den guten Zweck, das Wohl des Imperiums und zur Wahrung des Glaubens aus. Die Sisters of Battle oder Adepta Sororitas sind der militärische Zweig der Kirche des Imperiums und werden dazu eingesetzt, Ketzer, Mutanten und Feinde des Imperators Mores zu lehren. Sie setzen sich hauptsächlich aus weiblichen Kämpfern mit einem schweren Jeanne-D’Arc-Wahn zusammen und greifen teilweise auf die gleiche Ausrüstung zurück wie die Space Marines; die Powerrüstungen haben einen etwas feminineren Zuschnitt als die klobigen Panzer ihrer Adeptus-Astartes-Kollegen, und sie nutzen mit Vorliebe auf der reinigenden Kraft des Feuer basierende Waffen wie schwere Flammenwerfer oder Meltergeschütze. Ihre Spezialität als Beauftragte einer kirchlichen Organisation sind, wie sollte es anders sein, natürlich Akte des Glaubens. Dazu gehören in der Anfängerkategorie kleinere Wunderheilungen und auf fortgeschrittenerem Level auch schon einmal die Herbeirufung eines Rudels Racheengel. Besonders gefreut habe ich mich über das Artilleriefahrzeug der Schwestern, das tatsächlich eine auf einem Rhino-Panzer montierte Kirchenorgel ist, die aus ihren Pfeifen Salven von Sprengraketen abfeuert und dazu noch dissonante Musik spielt. Darauf muss man erst einmal kommen!

Die neuen Lufteinheiten

Warhammer 40k - Dawn of War: Soulstorm
Derselbe Läuterer, hier im Clinch mit einem Broadside-Battlesuit der Tau. Auch kein wirklich fairer Kampf.
Damit die Spieler der sieben schon vorhandenen Parteien nicht schmollend in der Ecke sitzen, weil sie kein neues Spielzeug bekommen haben, spendierten die Entwickler jeder Gruppierung ein Fluggerät dazu. Das hätten sie aber meiner Ansicht nach genauso gut bleiben lassen können, da sich diese neuen Einheiten (meist handelt es sich um Variationen von Jägern oder Jagdbombern) genauso steuern wie alle anderen Bodenfahrzeuge, nur dass sie eben ein klein wenig höher über dem Boden schweben und nicht an jedem kleinsten Baum/Fels/Krater hängen bleiben. Man kann sie einfach in der Luft stationär parken lassen, sie benötigen keinen Landeplatz, sind noch nicht einmal schneller als ein ordinärer Transportpanzer und können ganz unkompliziert von allen Standard-Projektilwaffen abgeschossen werden, was auch meist recht schnell passiert.

Warhammer 40k - Dawn of War: Soulstorm
Wie schon erwähnt haben die Schwestern so etwas wie einen kleinen Flammen-Fetisch.
Wenn ich in einem Echtzeit-Strategiespiel Lufteinheiten kommandieren darf, dann möchte ich bitteschön, dass sie sich nicht wie Bodentruppen ohne Grundberührung steuern. Ich bevorzuge beispielsweise einen Ansatz wie in Act of War, wo ich die Flugzeuge nicht selbst bauen kann, sondern einen dazugehörigen Kontrollturm, der es mir dann ermöglicht, Luftangriffe zu ordern, die von außerhalb der Karte einfliegen, Feuer und Verderben auf den Gegner herabregnen lassen und wieder davonzischen, bevor die Flugabwehr zu viele von ihnen in brennende Trümmerhaufen verwandeln kann. Alternativ dazu freue ich mich auch über das System, das beispielsweise in den meisten Teilen von Command & Conquer zum Einsatz kommt: Flugzeuge werden mir zwar als direkt steuerbare Einheiten unterstellt, können aber nicht einfach irgendwo abgestellt werden und "parken" dann dort, sondern brauchen einen Landeplatz, wo sie aufmunitioniert und repariert werden können. Von dort aus kann ich dann Luftangriffe fliegen lassen, wenn meine Truppen an der Front in Bedrängnis geraten und ich die Flieger vorher als Gruppe auf einer Zifferntaste abgespeichert habe.

Grafik, Sound, Aufmachung

Warhammer 40k - Dawn of War: Soulstorm
Bei der Gnade des Imperators! Dieser Infanterietrupp wurde Zeuge eines Wunders und kann kurzzeitig mit vergoldeten Boltern die Feinde des Imperiums züchtigen.
So, noch ein paar Worte zur Präsentation des Soulstorm-Add-Ons… es hilft leider nichts, hier noch etwas schönreden zu wollen – die Grafikengine kommt langsam ganz in die Jahre und wird keine Jubelstürme mehr hervorrufen. Gerne hätte ich beim Anblick der doch etwas vermatscht aussehenden Texturen den Detailregler ein paar Zacken nach oben geschoben, nur um dann festzustellen, dass ja – huch – schon alle Einstellungen auf "high" standen. Das macht aber nichts, damit kann ich leben und außerdem ist so gewährleistet, dass der Titel auch auf nicht ganz so fürstlich mit Rechen- und Grafikpower ausgestatteten Systemen prima läuft. Dafür ist der Sound wahrhaft erstklassig, man möchte unwillkürlich vor dem schweren Bolterfeuer in Deckung gehen, das Fauchen der Flammenwerfer kann ganz für sich alleine eine Packung Schinkengriller knackschwarz braten, und die Kommentare der Truppen sind einfach, in bester Relic-Manier, wunderbar – die rechtschaffen-arroganten linguistischen Belfereien der Sisters of Battle versetzen mich immer wieder in Entzücken, während die Dark Eldar ihrer düsteren Natur gemäß grausam und mit verzerrten Stimmen von Blut und Morden schwärmen. Die Audiokomponente eines Echtzeitstrategiespiels ist meines Erachtens nach immens wichtig, und Spiele wie Supreme Commander, in denen die seelenlosen, en Masse produzierten Kloneinheiten anstatt eines markigen "Space Marines! Attaaack!" nur ein klägliches elektronisches Surren und Fiepen von sich geben, können einfach nicht denselben Grad an Atmosphäre erzeugen.

Zusammenfassung

Warhammer 40k - Dawn of War: Soulstorm
Eine typische Basis der Dark Eldar. Überall sind pieksige Dekorationselemente angebracht. Aua.
Soulstorm schlägt mit einem Preis von knapp 30 Euro (ich habe sogar 35,- für die englische Version bezahlt) ein tiefes Loch in die finanzielle Magengrube, und nur für zwei neue Armeen und eine vergurkte Kampagne ist das fast schon ein bisschen zu teuer. Andererseits werden Fans der Reihe, zu denen ich mich auch zähle, nicht auf die Schlachtschwestern und die Dunkeleldar verzichten wollen und trotzdem zugreifen. Für Neueinsteiger ist hingegen vorteilhaft, dass Soulstorm wie gewohnt auch ohne das Hauptspiel lauffähig ist und man im Geplänkel-Modus sogar mit allen neun Parteien spielen darf. Wer aber jetzt doch Dawn of War eine Chance geben möchte, der sollte lieber zu Dark Crusade greifen, das in Kürze für vertretbarere 10 Euro in den Budget-Pyramiden der Spieleabteilungen auftauchen sollte und fast exakt das Gleiche liefert.

Insgesamt bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich für Soulstorm den Daumen nach oben oder nach unten drehen soll. Es enthält Variationen des bekannten und bewährten Dawn of War-Grundrezeptes, aber auch Dinge, auf die ich gerne hätte verzichten können, wie die Kampagne oder die verunglückten Flugeinheiten. Ich löse das Dilemma einfach einmal so: Linker Daumen hoch, rechter Daumen runter. Oder umgekehrt.


Wertung und weitere Informationen
  Bewertung
Grafik: 6 von 10
Sound: 9 von 10
Gameplay: 4 von 10
Atmosphäre: 9 von 10
 
70 70 von 100 Punkten
TitelWarhammer 40k - Dawn of War: Soulstorm
GenreStrategie
EntwicklerRelic Entertainment
PublisherTHQ
Release07. März 2008
USKab 16 Jahren
Getestete PlattformPC/Windows

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SF-Radio Games: Review zu "Warhammer 40k - Dawn of War"



Trailer zu "Warhammer 40k - Dawn of War: Soulstorm"







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