Die Siedler 2 - Die nächste Generation
getestet von Kevin Reymann
Als ich das Spiel geliefert bekommen habe, lag es zunächst zwei Wochen auf meinem Schreibtisch. Ich hatte einfach keine Zeit, mit dem Spielen zu beginnen. An einem Samstag entschloss ich mich dann, zumindest einmal einen kurzen Blick auf das Spiel zu werfen. Dieser kurze Blick kostete mich dann den kompletten Samstag. "Die Siedler 2 - Die nächste Generation" (nachfolgend nur "Die Siedler 2" genannt) fesselte mich sofort.
Aber der Reihe nach. Mein Test-Computer hatte so gerade eben die minimalen Anforderungen (Windows XP, 1,4 GHz, 512 MB RAM, 64 MB Grafik und DirectX 9.0c) erfüllen können und doch ist der Spielablauf ruckelfrei und auch an der herausragenden Grafik gibt es nichts zu beanstanden. Lediglich bei größer werdenden Siedlungen gab es beim Scrollen ab und an einen Ruckler - die durchaus zu verschmerzen waren. Positiv überrascht wurde ich davon, dass sich das komplette Spiel auf einer einzigen CD-ROM befindet. Der Vorgänger, "Die Siedler V - Das Erbe der Könige" brauchte eine DVD-ROM.
Ich habe mit dem Tutorial begonnen. Ich finde diese Art, die Spielabläufe und Funktionen zu erlernen, angenehmer als das Handbuch zu lesen. Das Tutorial unterteilt sich in vier Bereiche: Grundproduktion, Bergbau, Militär und Seefahrt. Als ich alle vier Bereiche abgeschlossen hatte, war ich nicht wirklich schlauer. Die vermittelten Kenntnisse bewegen sich am äußersten Minimum. Also warf ich einen Blick in das beiliegende, 39 Seiten dicke Handbuch. Auch hier steht leider nicht sehr viel. Ich entschloss mich, mit einer Endloskarte zu beginnen und bereits nach kurzer Zeit ging der Spielablauf in Fleisch und Blut über.
Normalerweise bin ich eher der "Endlosspiel-Typ". Ich finde es schade, wenn eine gerade florierende Welt bzw. in diesem Fall eine Siedlung beendet wird und ich neu beginnen muss. Doch beim Vorgänger "Die Siedler V" habe ich bereits die Erfahrung gemacht, dass es in diesem Spiel gar nicht so schlecht ist, mit Kampagnen bzw. Missionen zu spielen. Diese Erfahrung machte ich auch bei "Die Siedler 2".
Das Spiel beginnt auf der Karte beim Hauptquartier. Man baut eine Holzfällerhütte und ein Sägewerk. Auch wenn in der Anleitung steht, ich solle erst später ein Forsthaus bauen, habe ich dies bereits am Anfang getan. So sind immer genügend Bäume vorhanden. Für den Hausbau sind neben den Holzbrettern auch Steine erforderlich. Am Anfang kann der Steinmetz noch die herumliegenden Felsen verarbeiten. Doch die sind auch sehr schnell aufgebraucht. Da bleibt nur die Möglichkeit, einen Geologen loszuschicken und nach Granit zu suchen. Sobald er das gefunden hat, kann dieses in einem Bergwerk abgebaut werden.
Arbeiter brauchen in der Regel keine Nahrung und bekommen auch keinen Lohn. Nicht einmal Schlaf benötigen sie. Vorbildlich, nicht? Doch es gibt eine (eigentlich zwei) Ausnahme. Die kleinen Siedler im Bergwerk wollen Schinken (Jagdhütte), Fisch (Fischerhütte) und Brot (Bauernhof -> Mühle -> Bäckerei). Eine weitere Berufsgruppe, das Militär, muss sich auch ernähren. Und was könnte denen wohl besser schmecken als das gute alte Bier...?
 Das Original von 1996
Und so nimmt das Spiel seinen Lauf. Die Siedlung wächst. Aus Trampelpfaden werden gepflasterte Wege, einfache Träger nehmen Esel zur Hilfe und die kleine Siedlung ist irgendwann recht voll. Hier ist es wichtig, auf gute Straßenverbindungen zu achten! Irgendwann wird auch die größte Siedlung zu klein und da hilft nur eins: Sie ausweiten. Militärstützpunkte an den Siedlungsgrenzen vergrößern das Gebiet. Wenn auf eine andere Siedlung gestoßen wird, kommt es zum Kampf. Gute Soldaten bildet man mit Goldmünzen aus. Auch Werkzeuge werden im späteren Spielverlauf immer wichtiger, denn irgendwann ist das, was im Hauptquartier bei Spielstart dabei war, aufgebraucht und die Fachkräfte können nicht mehr arbeiten.
Fazit
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Bewertung
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| 95 |
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Abschließend bleibt mir zu sagen, dass "Die Siedler 2" riesigen Spaß macht und man sehr schnell das Zeitgefühl verliert. Genau das, was man von einem guten Spiel erwartet (zumindest ich).
Außerdem konnte ich eine Gemeinsamkeit zwischen den Siedlern und SF-Radio entdecken. Redakteure bei uns haben auch nie Urlaub und bekommen kein Gehalt. Im Gegenzug habe ich jedem Redakteur ein paar Praktikanten Träger zugewiesen. Sie holen die Artikel und Beiträge ab und bringen Bier und Schweinshaxen :-)
Links:
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