Restricted Area
getestet und vertont von Falk T. Puschmann
Restricted Area ist ein neues Actionspiel mit Rollenspielelementen und stammt aus den Schmieden Vidis und Master Creating. Das Game versetzt den Spieler in das Jahr 2083. Die Welt ist praktisch eine einzige Wüste und große Konzerne herrschen. Der Spieler übernimmt dabei die Rolle eines von vier Hauptcharakteren, die jeweils über unterschiedliche Fähigkeiten verfügen. Victoria William besitzt übersinnliche Kräfte, Kenji Takahasi ist ehemaliger Yakuza mit Hang zum Katana, Jessica Parker ist freche Göre und IT-Spezialistin und Johnson ist der eiserne Einzelkämpfer, der vorzugweise mit Schrottflinte Mutanten und Monstern den Gar ausmacht.
Wir spielen Söldner und bewegen uns in isometrischer Diabolo-Manier durch die einzelnen Aufträge. Diese laufen meistens nach dem Schema X ab und dienen in der Hauptsache dem Gelderwerb. Geld, dass wir in der Stadt - dem Ausgangspunkt unserer Unternehmungen - in Implantate, Waffen oder zwischenmenschliche Wärme stecken können. Haben wir einmal wieder ein wenig mehr Taschengeld, können wir uns an eine der Storymission wagen, die den Background unseres gewählten Helden beleuchtet. Netter Fakt: Der Spieler läuft regelmäßg den nicht gewählten Charakteren als NPC über den Weg.
Die Grafik ist ok, aber man hat da schon deutlich besseres gesehen. Die Level sind meistens aus ähnlichen Raum- oder Steppe-Versatzstücken aufgebaut und auch die Monstervielfalt ist übersichtlich und ändert sich dann mehr im Namen oder den Hitpoints. Sterben wir während eines Auftrags, so kommen wir in der großen Stadt wieder an und können erneut unser Glück versuchen. Das ist zwar für ein Actionspiel löblich, aber unnötig, da man zu jeder Zeit speichern kann und so dem Spiel die Kontinuität verloren geht. Ich komme während einer Mission an einen Punkt wo ich nicht weiterkomme, also verlasse ich die Mission, mache erst 2-3 andere und kann mir dann eine bessere Ausrüstung leisten und wieder an der Stelle ansetzten, wo ich die Storymisson verließ.
Ein weiterer Minuspunkt ist die Abwechslung und damit verbunden die Langzeitmotivation. So ist "Restricted Area" eher Fast Food für zwischendurch. Nett ist aber immerhin die Atmosphäre und die sehr gelungene Synchro mit namenhaften Sprechern wie Thomas Dannenberg (nur zu bekannt als deutsche Stimme von Arnie, John Travolta oder Dennis Quaid) und Marion von Stengel, die uns sonst die Lara Croft gibt.
Fazit
Rollenspieler Finger weg, Actionfreunde können aber gefahrlos einen Blick riskieren! Sie erhalten einen netten, soliden Actiontitel mit dichter Athmosphäre.
Trailer zu "Restricted Area"
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