Abenteuer auf dem Reiterhof 4 - Die Meisterschule
getestet von Andrea und Julia Grieskamp, vertont von Gisa von Delft
Das Spiel entführt die jungen Pferdefans nach Schottland, wo man auf einer Elite-Reitschule lernt mit wundervollen Pferden zu trainieren und ein Star bei Reitturnieren werden kann (laut Handbuch).
Das Abenteuer beginnt schon bei der Installation. Die Systemanforderung sollten auf alle Fälle erfüllt sein, sonst lässt sich das Spiel entweder gar nicht erst starten oder stürzt dauernd ab. Die nächste Hürde ist das installieren, denn wenn man darum gebeten wird Diskette zwei einzulegen und grübelt welche Diskette denn nun gemeint sei, dann fängt der Frust schon an. Es hat ein paar Sekunden gedauert bis ich registriert hab das CD2 gemeint war. Das Programm installiert eine Sicherheitssoftware die vor jedem Spiel abgefragt wird und wenn man es geschafft hat die elend lange Nummer fehlerfrei einzugeben kann das Abenteuer beginnen.
Sattelt die Pferde!
Jeder hat sein eigenes Zimmer.
Zu Beginn eines neuen Spieles bekommt man einen Stundenplan, der das Programm für die ganze Woche vorgibt. Das Programm geht von Aufgaben im Internet erledigen, in der Bibliothek lesen, Dressurreiten, Querfeldeinrennen oder Springreiten. Wichtig ist die Pflege der Pferde im Anschluß. Die Kinder lernen den Umgang mit Pferden und was alles dazu gehört. Wie z.B. die Pflege, das Zubehör und Theoretisches.
Erwähnenswert ist, dass das Spiel zwar ab 3, empfohlen ab 6 Jahren ist, es aber nur wirklich spielbar ist wenn man lesen kann.
Die Grafik ist hervorragend, 3D bietet einen tollen Blick auf die Kulissen, die Pferde und Figuren. Sie bewegen sich beinahe wie in Spielfilmen und die Texte werden deutlich gesprochen. Leider werden die Texte nur einmal gesprochen, ansonsten werden sie darunter geschrieben. Wenn man also nicht gleich gut zugehört hat muß man alles durchlesen.
Und Action...
Mit seinem Pferd kann man auch an Wettbewerben teilnehmen.
Zu Beginn eines Spiels bekommt man eine Figur zugeteilt, man kann sich werde die Figur noch den Namen aussuchen. Außer im Trainingsmodus, da kann man sich ein Pferd, eine Reiterin, die Namen und die Kleidung bzw. Pferdezubehör aussuchen. Allerdings erfordert das einige Geduld, denn viele (sehr viele) Namen sind bereits vergeben so dass man teilweise schon aufgeben will. Das ist für die Geduld eines Kindes ziemlich viel verlangt.
Das Spiel selber ist wie ein Film aufgebaut, in dem man die Handlungen selbst bestimmen kann. Bestimmte Abläufe sind vorgegeben, aber die Zwischensequenzen sind mit Aufgaben versehen, die man erledigen muß. Je nach Erfolg geht das Spiel weiter.
Bei der Arbeit mit den Pferden ist die Steuerung relativ kompliziert und es empfiehlt sich, die Liste mit den Tastenkombinationen auszudrucken. Allerdings muß man ziemlich lange spielen um in den Genuss zu kommen, schwierigere Aufgraben oder Reitturniere spielen zu können.
Die Spielfiguren erinnern eher an einen Teenagerfilm als an ein Reitspiel, ebenso die Gespräche und die zugehörigen Bilder bzw. Szenen.
Fazit
Ansonsten ist das Spiel sehr spannend und lehrreich, auch wenn es viel Geduld und Zeit erfordert. Absolut genial ist die Hintergrundmusik die bei fast allen Tätigkeiten läuft. Die kann man den ganzen Tag hören ohne dass es langweilig wird.
Allerdings kann es vorkommen, dass sich das Spiel von Zeit zu Zeit einfach nicht starten lässt, es einen Internetzugang herstellt und dabei das System durcheinander bringt. Man sollte es wirklich nur spielen, wenn alle anderen Anwendungen ausgeschaltet sind.
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