ParaWorld
getestet von Kevin Reymann
Das Spiel wird auf einer DVD-Rom geliefert. Das ist zwar mittlerweile eher üblich, doch ich kenne noch immer einige Leute, bei denen sich kein DVD-Rom-Laufwerk im PC befindet. Einige mögen jetzt denken, dass bei denen neue Spiele eh nicht laufen, doch ich konnte feststellen, dass auch neue Games auf weniger leistungsstarken Computern laufen. So auch ParaWorld. Mein PC ist nicht der neuste, ich schaffe gerade die Mindestanforderungen des Games (1,6 GHz, 512 MB Ram, Grafikkarte mit 128 MB Ram sowie DirectX 9, Windows XP oder 2000 und DVD-Rom Laufwerk) und doch läuft das Spiel sehr flüssig.
Mir fällt auf, dass keine Soundkarte erwähnt wird, und nachdem ich einige Zeit mit dem Spiel verbracht habe, weiß ich auch warum. Leider musste ich hier einige Punkte in der Wertung abziehen, da die Musik nach einiger Zeit doch eher langweilig wird. Es gibt einfach keine Abwechslung.
Das Tutorial beginnt mit einem Intro-Video, welches einen außerordentlich positiven Eindruck vermittelt. Es wird die Vorgeschichte dargelegt - drei Wissenschaftler, Anthony Cole, Stina Holmlund und Béla Benedek, die in ein paralleles Universum verfrachtet werden, wo einige Abenteuer auf sie warten. Nach dem Video folgen in der ersten Kampagne (eine Sammlung von Aufgaben) einige Quests (die Aufgaben). Es gilt Gebäude zu reparieren und Arbeiter zu produzieren. Es bedarf Holz, Steine und Nahrung. Und dann geht es so langsam los. Eine löwenähnliche Kreatur (noch nicht wirklich ähnlich mit einem Dinosaurier, denn um diese soll es in diesem Spiel ja gehen) tötet einen der drei Helden. Doch keine Panik - der Held kann im Tausch gegen Rohstoffe wieder zum Leben erweckt werden.
Das Spiel nimmt seinen Lauf. Mit jeder Epoche, die man aufsteigt, werden weitere Funktionen freigeschaltet. Und es dauert nicht lange, bis wir endlich die ersten Feinde sehen und einen interessanten Kampf erleben.
Es gibt feindliche, friedliche und neutrale Lebewesen. Es ist klar, dass die feindlichen auf einen Kampf aus sind. Friedliche laufen weg, wenn sie angegriffen werden. Neutrale greifen nur an, wenn sie selbst angegriffen werden. Ansonsten schauen sie sich das Spielgeschehen aus der Ferne (manchmal auch aus der Nähe) an.
Eine wichtige Funktion im Spiel ist der "ArmyController". Er macht es kinderleicht, die Truppen auszuwählen und zu befördern, also zu verwalten. So ein Menü sollte es auch in anderen Strategie-Games geben!
Das Tutorial (in dem wir uns noch immer befinden) ist bald beendet. Wir haben die Aufgabe, eine Tierfarm zu bauen, um dort unseren ersten Dino zu züchten, mit dem wird kurz darauf auch in den Kampf ziehen, um ein Artefakt zu suchen.
Nachdem das Tutorial beendet ist, kann der Spieler sich in weiteren Kampagnen versuchen und weitere Aufgaben lösen, oder den zweiten Spielweg einschlagen: das Gefecht. Dies ist vergleichbar mit einem Endlosspiel einer Wirtschaftsimulation. Es geht hauptsächlich darum, sofort mit einem Gegner in den Kampf zu ziehen. Das Spiel geht dann solange, bis einer gewinnt. Diese Spielvariante ist eine nette Abwechslung und etwas für zwischendurch, aber (zumindest für mich) keine Art, auf Dauer zu spielen. Da rückt mir der Teil, eine Siedlung aufzubauen, doch zu sehr in die Ferne.
Fazit
Das Spiel läuft ab wie ein Film, in dem man selbst Regisseur ist. Die vielfältige Handlung und die herausragend ausgearbeiteten Charaktere bringen eine Menge Spielspaß. Und wenn man in eine Schlacht vertieft ist, kann man auch die eintönige Musik vergessen. ParaWorld ist ein lohnenswerter Kauf für alle Strategiespiel-Liebhaber!
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