Star Trek: New Worlds
getestet von Frank "TrekMan" Schuldt
Das Command & Conquer im Star Trek Universum: Das Echtzeit-Strategiespiel New Worlds.
Interplay hatte den Titel schon lange angekündigt und einige vorveröffentlichte Screenshots ließen die Fans auf ein ganz besonderes Spiel hoffen. Aber leider Fehlanzeige.
Die Hintergrundgeschichte
Durch ein fehlerhaftes Experiment der Romulaner tauchen in einem bisher uninteressanten Raumsektor neue Sternensysteme mit rohstoffreichen Planeten auf. Diese bieten natürlich für alle Rassen strategische Vorteile: Die Klingonen sind auf der Suche nach neuen Mineralstoffen, die Romulaner beanspruchen das Gebiet natürlich auch und starten einen kolonialen Feldzug. Die Föderation als dritte Partei versucht einen Krieg zwischen den anderen Völkern zu verhindern und wurde von den Planetenbewohnern um medizinischen Hilfe gebeten.
Alle drei Rassen haben also ein Ziel: Neue Außenposten zu bauen. Hierzu stehen dem Spieler die verschiedensten Gebäude und Fahrzeuge zur Verfügung. Fünf verschiedenen Mineralien können mit Hilfe von Minen abgebaut werden. Schildgeneratoren und Verteidigungstürme schützen die Koloniegebäude, Offiziere erhöhen die Effizienz der verschiedenen Einrichtungen.
Eine Besonderheit des Spieles ist der Blickwinkel, der beliebig schwenkbar ist. Man kann auf der Karte fast frei zoomen, aber gerade das erschwert auch das spielen.
Die Bewertung
Die Grafik ist sehr gut, auch das Intro überzeugt durch seine Qualität. Witzig sind die kleinen Fahrzeuge, die die Rohstoffe durch die Gegend transportieren. Allerdings wirkt das Terrain manchmal recht unübersichtlich und die Übersichtskarte kann man fast total vergessen. Trotz meiner guten Grafikkarte funktionierte das scrollen auch nicht besonders flüssig.
Ich gebe vier Pins.
Trotz der vielen bekannten Soundeffekte kann das Spiel in diesem Punkt gar nicht überzeugen. Wenn man die Fahrzeuge bewegt, ertönen seltsame Geräusche, die völlig deplaziert scheinen. Auch die Hintergrundmusik beeindruckt nicht.
Also nur drei Pins.
Traurige zwei Pins gibt es auch nur in punkto Spielbarkeit.
Jetzt wird es kompliziert. Also die Steuerung ist am Anfang total verwirrend. Statt von den vielen anderen Strategiespielen zu lernen und ihre Vorteile zu klauen, versuchen sich die Macher mit ihrer ganz eigenen Steuerung, die viel zu kompliziert ist. Die Fahrzeuge, wenn man sie auf der Karte überhaupt findet, lassen sich nur sehr schwer steuern. Und wenn sie sich dann endlich mal bewegen und auf ein Ziel feuern sollen, lassen sich in der Bewegung befindliche feindliche Fahrzeuge kaum richtig anvisieren. Ganz kompliziert wird es, wenn man den Fahrzeugen Befehle wie nicht feuern geben will, das ist in der Hitze der Gefechte fast unmöglich. Auch die Baumenüs sind viel zu kompliziert und unübersichtlich aufgebaut. Man braucht Ewigkeiten, um ein Gebäude auszusuchen und zu bauen. Genau so verhält es sich auch beim Fahrzeugbau, für den man sich auch Zeit nehmen muss, die man aber oft nicht hat. Man fühlt sich als Spieler zurückversetzt in die Zeit von Dune 2, aber selbst diese Steuerung erscheint mir noch sinnvoller und einfacher. Also hier versagt das Spiel völlig.
Diese vielen Negativpunkte beeinflussen natürlich ganz stark den Spielspaß. Ich habe nicht einmal das erste Level beendet, weil ich einfach keinen Bock mehr hatte. Dabei scheinen die Missionen recht abwechslungsreich zu sein und beinhalten einige Spezialaufträge. Aber alles in allem motiviert das Spiel kaum.
Also keinen Pin in dieser Kategorie. Da war ja selbst Klingon Honor Guard besser, und das will schon was heißen. Was soll ich noch dazu sagen? - Nichts.
Die anfängliche Hintergrundgeschichte des Spiels ist ja noch recht einfallsreich, aber dafür irgendwie absolut unrealistisch. Die Merkmale und Ziele der drei Völker sind gut berücksichtigt worden. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich den späteren Verlauf des Spiels nicht kenne. Tut mir leid, ich hatte absolut keine Lust, weiter zu spielen. Auch die Fahrzeuge und Gebäude kann man sofort den einzelnen Rassen zuordnen, ebenso wie die Waffen.
Hier kann ich New Worlds noch zwei Pins verleihen.
Also ein Reinfall auf der ganzen Linie ? Schreibt mir doch mal, ob ihr das Spiel auch so schlecht fandet. Ich fand es einfach nur peinlich. Aus dieser Idee und der Grafik hätte man mehr machen können. Für mich hat sich der Kaufpreis von 80 Mark überhaupt nicht gelohnt.
Abschließender Rang: Mit Mühe noch Lieutenant. Vielleicht haben ja absolute Strategie-Fans ihren Spaß an dem Spiel. Überlegt euch den Kauf also sehr gut.
Trailer zu "Star Trek: New Worlds"
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