Fallout 3 (PS3)
getestet von Kevin Reymann
Das Spiel beginnt mit der Geburt des Spielers. Es folgt eine Zeitsprung von zehn Jahren und man erhält seinen Pip-Boy, ein etwas übergroßes iPhone, welches sich im Laufe des Spiels noch als sehr nützlich erweisen wird. Ein weiterer Zeitsprung folgt und man ist 16 Jahre alt. Wie jeder Vault-Bewohner muss man einen Eignungstest absolvieren und zehn Fragen beantworten. Diese sollen dann über das zukünftige Berufsleben des Spielers entscheiden.
Nachdem man mir einen Job in der Abfallverwertung empfohlen hat, folgt ein weiterer Zeitsprung und ich erfahre, dass mein Vater das Vault verlassen hat. Außerdem soll er seinen Freund Jonas ermordet haben. Ich entschließe ebenfalls aus dem Vault auszubrechen (weil die Story es so will) und beende damit das Tutorial. Denn so kann man die ersten Jahre in der Vault bezeichnen.
Nun befinde ich mich im ewigen Ödland der vor Jahrhunderten ausgelöschten Stadt Washington D.C. Die Spielwelt ist frei begehbar. Obwohl alles durch einen Atomkrieg vernichtet wurde ist es dennoch faszinierend anzuschauen.
Aber um die Story voranzubringen suche ich weiter nach meinem Vater und treffe auf die Stadt Megaton. Die Landschaft kann man später ja auch noch zu genüge erkunden. Megaton ist keine gewöhnliche Stadt, die sich einfach im nuklearen Fallout entwickelt hat (wenn man das gewöhnlich nennen kann). Megaton hat sich rund um eine nicht detonierte, aber noch immer scharfe Atombombe niedergelassen. Ein paar Siedler beten diese Bombe sogar an. Aber da ich nach wie vor meinen Vater suche, frage ich nach alter Adventure Manier eine nach der anderen Person, ob sie etwas gesehen hat. Ein Barkeeper weiß sogar etwas, rückt die Infos aber nicht kostenlos heraus. So entwickelt sich das Spiel mit seinen Aufgaben immer weiter. Einige sind optional (z.B. einen Auftrag für den Barkeeper erledigen um an Infos heranzukommen) andere sind Pflicht (z.B. de Barkeeper überhaupt erst mal aufsuchen und feststellen, dass nicht alles so ist, wie der Aufseher im Vault immer gepredigt hat).
Während des Spiels steht man immer und immer wieder vor der Qual der Wahl. Entweder löst man eine Aufgabe auf die eine Art oder die andere bzw. man geht auf einen Handel ein oder tut es nicht. Die Auswirkungen können recht unterschiedlich sein und machen das Spiel noch ein bisschen spannender.
Es gibt natürlich auch klassische Ego-Shooter-Elemente. Feinde sind in der Regel irgendwelche mutierten Lebewesen. Spannend ist aber erst die Funktion V.A.T.S. (Vault-Tex Assisted Targeting System). Hier wird das aktuelle Spielgeschehen pausiert und man kann berechnen lassen, welche Stelle des Feindes am empfindlichsten ist (z.B. der Kopf). Das Spiel geht weiter und ich kann den Gegner erlegen. Dadurch, dass die Funktion in ihrer Ausführung begrenzt wird, kommt auch so schnell keine Langeweile auf.
Abschließend bleibt nur zu sagen, dass Fallout 3 durchaus gelungen ist. Das spannendes Adventure mit Actionelementen und nicht selten sehr skurrilem Humor bietet sowohl für Spieler der ersten Fallout-Titel als auch Neueinsteiger sehr viele Stunden vor der Konsole (bzw. dem PC).
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