Star Wars: Empire at War - Forces of Corruption
Schwarz und weiß, Hass und Liebe, Neid und Vertrauen, Unterdrückte gegen Despoten, Darth Vader gegen Luke Skywaker. Eine weitere Runde des ewigen Kampfes Gut gegen Böse könnte meinen, wer die Erweiterung zum Spiel Star Wars - Empire at War von LucasArts in Händen hält.
getestet und vertont von Hagen Hamann
Dieser neuste Spross des Star Wars Universums läßt sich allerdings nicht so schnell zu einer der beiden Seiten zuordnen. Warum? Nun, weil es hier darum geht, die größte galaxisweite Untergrundorganisation zu schaffen. Imperium und Rebellen sind da nicht mehr als ein Hindernis, wenn der Anführer des nach ihm benannten Zann Konsortiums versucht, eine weltenübergreifende Verbrecherorganisation zu etablieren.
Forces of Corruption ist nicht nur der Name dieser Erweiterung, sie ist auch Programm. Es geht hier nicht wie auf Seiten des Imperiums darum, die eigene diktatorische Macht mit allen noch so dunklen Mitteln zu halten. Noch geht es um hehre Moralvorstellungen und den Traum von Freiheit. Auf Seiten des Konsortiums geht es allein um die Währung des Spiels: Credits!
Das korrupte Konsortium
Auch hier startet man auf einer einzelnen Welt und baut Kasernen für Fußtruppen oder Raumstationen für die entsprechenden Raumschiffe. Die Einheiten sind dem Spieler schon als Piraten-Kanonenfutter aus dem Hauptspiel bekannt, wurden aber komplett überarbeitet um die Balance zu wahren. Aber auch neue Kampfeinheiten, wie die auf Rancoren reitenden "Schwestern der Nacht" oder der aus Episode One bekannte Zerstörerdroide MKII, haben den Weg auf die Schattenseiten der Galaxie gefunden.
Der Konsortium-Spieler hat es nicht nötig, Welten zu erobern. Es genügt mit Hilfe einer Einheit namens Verderber eine Welt zu infiltrieren und zwischen verschiedenen korrumpierenden Optionen zu wählen. Eine kleine Kommandounternehmung startet daraufhin auf der fremden Welt, welche bei einer siegreich ausgeführeten Operation ab dann zum Konsortium gehört.
Die Möglichkeiten des Verderbers reichen von Bestechung, Entführung, Piraterie, Einschüchterung, Miliz korrumpieren über Einführung der organisierten Kriminalität und Schwarzmarkt errichten bis hin zur Sklaverei.
Der Imperiums- bzw. Rebellenspieler sieht zwar, dass seine Welt korrumpiert wurde, zieht hieraus aber seinerseits Vorteile wie erhöhte Creditausbeute oder schnellere Produktion. Einziger Nachteil dieser Eroberungsvariante besteht für das Konsortium darin, dass keine eigenen Einheiten auf dieser Welt gebaut werden können und dass das Einheitenlimit dadurch nicht steigt.
Helden auf Seiten des Zann Konsortiums sind z.B. der Droide IG-88, Urai Fen, eine wahrlich unsterbliche Kreatur, die sich von selbst heilt oder Tyber Zann selbst, der Gegner einfach besticht und somit auf seine Seite zieht.
Die korrupte Seite spielt sich vollkommen anders als die bekannten Parteien. Trotzdem fügt sie sich nahtlos in das Star Wars Universum ein. Vielleicht, weil nicht alles schwarz oder weiß ist in der Galaxie.
Nachschlag für's Arsenal
Aber auch neben der korrupten Seite hat sich in der Star Wars Galaxie viel getan: Auf Seiten des Imperiums sind z.B. die Supersternzerstörer, Tie Interceptor oder Flugartillerie hinzugekommen. Als Held gesellen sich die Admiräle Mohc und Thrawn, bekannt aus den Büchern von Timothy Zahn, hinzu. Die Rebellen-Allianz führt daraufhin Yoda und Luke Skywaker in die Schlacht. Aber auch bekannte Einheiten wie der B-Wing oder das Rogue-Geschwader sind mit von der Partie.
Es gibt allerdings auch Kritikpunkte: Wer sich nur auf die Korruption von Welten versteift ohne selbst in die Schlacht zu ziehen, wird schnell an seine militärischen Grenzen stoßen in Ermangelung von genügend Einheiten. Außerdem sind die Helden immer noch unglaublich stark, was z. T. dazu führt, daß Urai Fen im Alleingang Welten erobert.
Aber am Ende ist eigentlich nur eins wichtig: Macht das Spiel Spaß? Und dies kann ich - rückblickend auf einige durchgemachte Nächte - ganz klar mit JA beantworten.
Lucas Arts hat mit dieser Erweiterung nicht nur einige Grafiken überarbeitet oder Maps hinzugefügt, hier wurde eine eigene Partei hinzugefügt, die sich radikal von der Spielweise aus dem Hauptspiel unterscheidet.
Fazit
Wem das Hauptspiel Spaß gemacht hat, der wird um diese Erweiterung nicht herumkommen. Ein fulminanter Strategie- und Aufbau - Mix ist garantiert. Möge die Macht mit dir sein --- außer natürlich, du bist bestechlich.
Trailer zu "Star Wars: Empire at War - Forces of Corruption"
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