Star Wars: Empire at War
Wenn gelbe Schrift von vorne nach hinten über den Bildschirm flimmert, das Atemgeräusch einer schwarzen Maske aus bekanntem epischen Sound hervorsticht, wenn Tie-Jäger X-Wings durchs Weltall jagen, Sternenzerstörer auf Mon Calamari-Kreuzer feuern und AT-ATs schwerfällig über Eiswüsten laufen, wenn der Todesstern Alderaan sprengt, ja dann - dann ist man im Star Wars Universum angelangt.
getestet und vertont von Hagen Hamann
"Star Wars: Empire at War" ist ein reinrassiges Echtzeitstrategiespiel im Stil bekannter Genre-Titel wie "Command & Conquer" und "Starcraft". Die Story ist dem Science-Fiction-Fan aus dem Teil 4 der Kinoreihe hinlänglich bekannt: Sie spannt sich vom Aufleben einer Rebellion gegen ein übermächtiges Imperium bis hin zum alles entscheidenden Endkampf gegen die ultimative Massenvernichtungswaffe: den Todesstern.
Planung, Raumkampf und Bodenkampf
Wenn Raumschiffmassen aufeinandertreffen...
Das Spiel teilt sich in drei Sichten auf: Auf der Galaxiskarte werden Gebäude und neue Bodentruppen oder Raumschiffe auf den eigenen Planeten gebaut. Außerdem stellt man Armeen zusammen und plant Angriffe auf feindliche Planeten.
Im Orbit der angegriffenen Welten kommt es dann zum taktischen Raumkampf - hier treffen die verfeindeten Raumschiffflotten zwischen Asteroiden und Nebeln aufeinander. Der Kampf tobt bis zur vollkommenen Vernichtung oder dem Rückzug einer der beiden Parteien. Falls der Angriff erfolgreich war, folgt dann der taktische Bodenkampf.
Der Angreifer startet ein Landeunternehmen mit einer begrenzten Anzahl Bodentruppen. Er kann weitere Einheiten an definierten Verstärkungspunkten hinzu rufen oder eine Bomberstaffel aus dem Orbit anfordern. Einheimische bilden hier manchmal das Zünglein an der Waage, denn Sie kämpfen für eine der beiden Seiten. Man trifft dabei auf viele bekannte Rassen, wie Wookies, Jawas, Sandleute und Bothaner. Auch der alles verschlingende Rancor darf natürlich nicht fehlen, schließlich macht sein Heißhunger einem Trupp Sturmtruppen oder Rebellenpanzer sehr schnell den Garaus.
Helden braucht das Land
...dann brechen auch mal ganze Sternenzerstörer auseinander.
Ein weiteres Highlight ist die Möglichkeit, während der Schlachten bekannte Helden zu steuern. So kann man mit Darth Vader ein beliebiges Fahrzeug durch die Macht zerquetschen, mit dem Imperator Blitze verschießen, mit Han und Chewie Fahrzeuge kapern, mit Obi-Wan Kenobi Einheiten heilen und vieles mehr. Der Einfluss der Helden ist hier zwar nicht so hoch wie z. B. bei Warcraft 3, aber sie können den entscheidenden Unterschied machen zwischen einem 5-Minuten-Scharmützel und einem verlustreichen Ansturm über eine halbe Stunde hinweg. Außerdem bieten sie während der Kampagne viele Möglichkeiten für abwechslungsreiche Missionen. So muss man z. B. mit Boba Fett Verteidigungsanlagen sprengen oder mit Han Solo und Chewie in bester Commandos-Manier Geheimpläne rauben.
Mit einem Schleppkabel kann man selbst einen AT-AT fällen.
Die Grafik von "Star Wars: Empire at War" ist sehr ansehnlich und detailverliebt - so kann man beispielsweise jedes Gelenk eines AT-AT Stahlkolosses aus der Nähe bewundern oder einer Filmsequenz gleich einem Tie-Bombergeschwader folgen.
Der Soundtrack und die Effekte des Kinofilms sind originalgetreu in das Spiel übernommen worden und sorgen so für eine noch dichtere Star Wars-Atmosphäre.
Im Mehrspielermodus treten bis zu 8 Spieler gegeneinander an, bzw. es streiten sich 2 Spieler online um die Unterwerfung der kompletten Galaxis.
Fazit
Die dunkle Seite der Macht ist stark.
"Star Wars: Empire at War" ist sicher nicht das beste Echtzeitstrategiespiel aller Zeiten. Zu jedem der drei Spielmodi - Galaktischer Aufbaupart, Raumschlacht oder Bodenkampf - gibt es andere Spiele wie Cossacks oder Total War, die es besser gemacht haben.
Aber die Kombination aus diesen drei Elementen, zusammen mit der sehr dichten Star Wars-Atmosphäre, den umfangreichen Kampagnen und dem sehr motivierenden Spielverlauf machen dieses Spiel trotzdem zu etwas besonderem.
Als kleinen Anreiz bekommt man derzeit im Handel noch eine spezielle Version mit Bonuskarten, Wallpapern und 3D Einband zum regulären Preis.
Kurzum: Zugreifen lohnt sich bei diesem Spiel allemal!
Trailer zu "Star Wars: Empire at War"
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