Ben 10 - Protector of Earth
getestet von Christopher Reif
Benjamin Tennyson ist ein einfacher zehnjähriger Junge. Eines Tages jedoch findet er ein außerirdisches Gerät. Schnell stellt sich heraus, dass in dieser „Uhr“, Omnitrix genannt, verschiedene außerirdische Gene gespeichert sind. Somit ist Ben nun in der Lage, sich in zehn verschiedene Wesen zu verwandeln, jedes mit anderen Kräften ausgestattet. Und so zieht er mit seiner Cousine Gwen und seinem Opa Max durch Amerika und kämpft gegen das Böse.
Doch eines Nachts passiert es und einer seiner zahlreichen Feinde schlägt hinterlistig zurück. Er klaut Ben im Schlaf einen Großteil der gespeicherten DNS, und so ist Ben nicht mehr in der Lage, alle seine Alienformen zu benutzen. Also bleibt ihm nichts anderes übrig, als herauszufinden, wer diesen dreisten Raub begangen hat und ihn zur Rechenschaft ziehen. Sofort macht er sich mit Max und Gwen auf eine Reise durch die kompletten USA, um nach und nach wieder seine Omnitrix aufzuladen.
Auf ins Gefecht
Der monströse Krake im Anmarsch
Und hier steigt man ins Spiel als Ben 10 ein. Naja, sagen wir lieber Ben 2, denn der Rest ist ja bekanntermaßen gestohlen worden. Es gilt, dem linearen Weg des Levels zu folgen und dabei Scharen von Gegnern zu besiegen.
Um mit diesen besser zu Recht zu kommen, wird man von Max mit kleinen Statistiken über die Stärken und Schwächen neuer Feinde aufgeklärt. Ist ein Gegner besiegt, verliert dieser so genannte „Omnitrixpunkte“, mit denen man neue Combos für die einzelnen Aliens freischalten kann. Diese helfen dann, den Bildschirm schneller von lästigen Übeln zu befreien.
Hin und wieder gilt es auch kleine Schalterrätsel zu lösen oder sich für die richtige Alienform zu entscheiden, um an einzelnen Stellen im Level voran zu kommen. So muss Ben manchmal stark genug sein, um schwere Eisenkisten zu verschieben oder schnell genug, um doch noch durch sich schließende Tore zu gelangen.
Dies lockert die etwas eintönige Routine (Weg folgen, Gegner kloppen, Weg folgen, Gegner kloppen, …) der Levels ein wenig auf.
Am Ende eines Levels erwartet Ben meist ein kleiner, an Kapitelenden sogar ein großer (manchmal sogar ein hochhausgroßer) Endgegner, und diese sind sogar recht anspruchsvoll. Man ist gezwungen, die Umgebung, wie Rampen oder Seile, einzusetzen, um ihn in die Knie zu zwingen. Ist dies gelungen, schaltet der Kampf in eine kleine Videosequenz um, wobei man auch hier noch mit der Wiimote agieren muss. Dies ist sehr nett gestaltet und eine willkommene Abwechslung im Kampfgeschehen.
Nach Vernichtung der Endgegner gelangt Ben nach und nach zurück in den Besitz der DNS Kristalle und kann sich in weitere Helden verwandeln. Leider sind das insgesamt nur 3 weitere Kristalle, womit man auf die Summe von insgesamt 5 Aliens kommt. Was doch relativ weit entfernt von der 10 in Ben 10 ist. Dies ist sehr enttäuschend, vor allem wenn versprochen wird, mit seinem Lieblingshelden spielen zu können.
Grafik
Die spielbaren Aliens
| Name | Fähigkeit |
| Krake | Enorm stark und kann mit seinen vier Armen auch schwere Kisten verschieben |
| Inferno | Besteht aus Flammen und kann so hinderliches Feuer löschen |
| XLR8 | Durch Rollen an seinen Füßen kann sich Ben in dieser Form extrem schnell bewegen |
| Kanonenkugel | Kann sich zu einem Ball zusammenrollen und so Gegner überrollen oder über Rampen springen |
| Kletterrebe | Als Kletterrebe kann Ben Gegner in Samen einfangen und sich an Lianen über Schluchten hangeln |
Die Grafik von Ben 10 ist im Cel Shading Look gehalten. Cel Shading bedeutet, dass 3D Bilder wirken, als wären sie gezeichnet worden und ähneln den Bildern in einem Comic oder einer Zeichentrickserie. Somit entspricht sie dem Stil der Serie und Fans müssen sich nicht erst umgewöhnen.
Leider hat die Grafik viele Fehler, und so steht Ben desöfteren in Mauern oder geht durch Türen, die überhaupt nicht als Verbindung zwischen zwei Räumen dienen sollten, und steht im Nichts.
Positiv zu erwähnen ist jedoch, dass die Bewegungen und Kampfanimationen schön gestaltet sind und es Spaß macht, Ben beim Raufen zu beobachten.
Steuerung
Die Bedienung erfolgt über Wiimote und Nunchuk. Durch Schütteln der Wiimote kann Ben seine Gegner mit leichten und starken Attacken angreifen. Durch den gemeinsamen Einsatz von Knöpfen und schütteln kann man gewaltige Combos einsetzen. Diese sind im Gegensatz zu anderen Spielen leicht zu meistern und bestehen aus höchstens drei verschiedenen Kombinationen. Dadurch werden auch Kämpfe nicht nur zu einer ungezielten Schüttelorgie, sondern gestalten sich elegant.
Sound, Synchro und sonstiges
Die Musik ist sehr gelungen und fügt sich ohne nervende Stellen ins Spiel ein. In Kämpfen wird sie dramatischer und kraftvoller, während sie im normalen Spielgeschehen nett die Atmosphäre unterstützt.
Auch die Kampfgeräusche sind sehr gelungen und klingen authentisch.
Meine Meinung über die Synchronisation ist jedoch gespalten. Es werden die englischen Originalstimmen aus der Serie mit deutschem Untertitel benutzt. Dadurch geht zwar der Wortwitz nicht verloren, doch muss man Englisch eben auch verstehen. An sich sind die Untertitel sehr klein gehalten und man muss schnell lesen können, um sie komplett zu erfassen. Außerdem kann man sich dadurch nicht gleichzeitig auf das Geschehen auf dem Bildschirm konzentrieren, was stört, wenn man mitten im Kampf Anweisungen und Tipps von Gwen und Max erhält.
Zu zweit im Kampf
Ben in der Haut des heissen Inferno
Der Multiplayer in Ben 10 ist eine feine Sache. Dem zweiten Spieler ist es jederzeit möglich, dem Spiel beizutreten und es wieder zu verlassen. So kann man sich in schwierigen Kämpfen unterstützen lassen, ohne noch einmal ins Menü zurück zu müssen oder gar den Level neu zu starten. Auch Schalterrätsel, welche auf Schnelligkeit aufbauen, sind so leichter zu meistern.
Störend jedoch ist die Kameraführung. Da man sich einen Bildschirm teilen muss, darf man sich auch nicht weit vom Partner entfernen, da dieser sonst nicht mehr zu sehen ist. Doch mit ein wenig Koordination ist auch dies kein Problem und man kann den Multiplayermodus mehr als gelungen nennen.
Fazit
Ben 10 ist ein kurzweiliges Spiel mit unterhaltender Story und einer Menge Humor. Nach jedem Level wird man durch lustige Zwischensequenzen und witzigen Sprüchen belohnt. Auch der Wechsel zwischen den verschiedenen Aliens macht Laune und bietet einen hohen Wiederspielwert.
Als störend empfand ich einzig die schnellen und kleinen Untertitel und die beschränkte Auswahl von 5 Aliens.
So kann ich Ben 10 allen Fans der Serie empfehlen sowie allen, die an einem Spiel für zwischendurch interessiert sind, um sich schnell die Langeweile zu vertreiben.
Trailer zu "Ben 10 - Protector of Earth"
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