Baphomets Fluch 4 - Der Engel des Todes
getestet von Maria Gerstenberg
Mit "Baphomets Fluch – Der Engel des Todes" findet die erfolgreiche Adventurereihe ihre Fortsetzung. Nach dem Vorgänger "Baphomets Fluch – Der schlafende Drache", der komplett mit der Tastatur gesteuert wurde, findet man in diesem Teil wieder das gewohnte Point & Click Adventure vor, das nur gelegentlich mit der Tastatur unterstützt wird.
George Stobbart, Held wider Willen
Im vierten Teil begleiten wir wieder den charismatischen George Stobbart auf seinen zahlreichen Abenteuern, der sich diesmal unglücklicherweise in eine mysteriöse und atemberaubende Schönheit verliebt, Anna Maria. Nach ihrem Verschwinden stößt er auf ein uraltes Artefakt, das eine unvorstellbare Zerstörung anrichten kann. Es beginnt wie immer ein Wettlauf gegen die Zeit und George wird in die Machenschaften einer der ältesten und einflussreichsten Geheimgesellschaften verwickelt und muss das Geheimnis lüften, nach dem sie schon seit Jahrtausenden suchen.
Das Abenteuer beginnt in Stobbarts Büro, wo er von der schönen Anna Maria aufgesucht wird und die ihn sofort in Schwierigkeiten bringt. Zur Einführung in die Steuerung und den Ablauf des Spieles müssen Sie nun unter Zeitdruck einen Ausweg aus dem Büro finden, möglichst so, dass sie von den Schlägern vor der Tür nicht erwischt werden. Der Spieler kann sich gleich zu Anfang einbringen und gewöhnt sich recht zügig an die Lenkung unseres Helden.
Grafik und Sound
Grafik wie Sound sind absolut zufriedenstellend. Eine starke Verbesserung in der detailreichen Grafik zum Vorgänger. Die Figuren wirken manchmal etwas kantig, aber Hintergrund und Videosequenzen sind stimmig und ein Genuss für das Auge.
Das Spiel glänzt ohnehin durch außerordentliche Veränderungen. Es erinnert nun immer mehr an ein klassisches Adventure und räumt alle Enttäuschungen zum dritten Teil aus. Der Spieler kann sich wieder in das Metier begeben und ist auch zeitlich länger beschäftigt als beim Vorgänger. Spieldauer ca. zwischen 13 bis 20 Stunden, immer noch sehr wenig für ein Adventure dieser Art, wenn wir an den ersten und den zweiten Teil denken, dennoch eine Steigerung zu "Der schlafende Drachen", der lediglich mit ca. 7 Stunden daherkam.
Wiedersehen mit Nicole Collart
Nicole Collart lässt recht lang auf sich warten, doch ein herausgezögertes Wiedersehen ist umso freudiger für den Baphomets Fluch-Fan. In alter Manier sind der Humor sowie auch die Dialoge. Die Story ist spannend und auch die Rätsel befinden sich in einem guten Gleichgewicht. Leider immer noch kein Vergleich zu den ersten beiden Teilen.
Inventar und der Gesprächsmodus sind ähnlich wie bei seinen Vorgängern. Gegenstände lassen sich leicht finden und mit logischem Denken kombinieren. Wenn Ihr Held stirbt, kehren Sie an den Punkt des Rätsels zurück und nerviges ständiges Speichern fällt weg. Keine leidlichen Jump’n’Run Szenarien, einige Kastenschiebereien, aber hauptsächlich geliebte Kombinationsrätsel.
George hat immer seinen PDA dabei
Neu ist der PDA, der sich in Georges Besitz befindet. So lassen sich wichtige Informationen aus dem Internet herunterladen, die man auch unbedingt lesen sollte, sowie das Hacken von Computersystemen, was manchmal zur Herausforderung wird, um zum Beispiel Türen zu öffnen oder in das Netzwerk der Heiligen Hostienbäckerei des Heiligen Michaels zu kommen (echt wahr!).
Besonders schön fand ich den Charakter des Bruders Mark, bei dem man doch irgendwie andere Verbindungen zu "Bruder" setzt, als er das nun eigentlich meinte. Mit seinen pinken Gummihandschuhen und seinem hochpolierten Auto steht er uns zunächst im Weg, entpuppt sich dann aber als sehr hilfreich in Hinsicht auf eine explosive Situation.
Fazit
Für einen echten Fan ist dieses Spiel ein Muss. Leider aber nicht das Non Plus Ultra eines Adventures, aber dennoch überzeugt das Spiel mit Story, Grafik und Sound. Jedoch eine erhebliche Annäherung zum bekannten Baphomets-Fluch-Standard. Die Charaktere sind glaubwürdig und Dialoge sowie Rätsel ermüden nicht. George ist wieder der Alte, der trockene Humor überzeugt. Im Großen und Ganzen ist das Game absolut gelungen und den Kauf wert. Wer die Vorgänger nicht kennt, sollte aber diese vorher spielen. Wieder was für einen langen verregneten Urlaub...
Trailer zu "Baphomets Fluch 4 - Der Engel des Todes"
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