Alien vs. Predator 2
getestet von Falk T. Puschmann
Große Franchise- und Filmlizenzen enden leider viel zu oft als mittelmäßige Computerspielumsetzungen. Meist steckt das Geld in der Lizenz, für die Entwicklung bleibt nicht viel übrig. Traurige Beispiele gibt es viele, z. B. das zuletzt erschienene Actiongame zu „Bad Boys II“. Dennoch gibt es immer wieder Games, die zeigen, wie es richtig gemacht wird. Eines dieser strahlenden Lichter am Horizont ist das Game „Alien vs. Predator 2“ aus dem Hause Vivendi. Das heute noch oft auf Grabbeltischen ausliegende 3D Shootergame macht trotz der schon etwas angegilbten Grafik einen irren Spaß - und das verdankt das Game vor allem seiner grandiosen Atmosphäre.
Zu den Waffen!
Dabei stehen bei den Predatoren natürlich Jagd und Ehre im Vordergrund. Man kann sich wie in den Filmen tarnen, besitzt sowohl Stabwaffe, wie auch Diskus und verfügt über mehrere sehr stylische Sichtmodi, die entweder Nachtsicht ermöglichen, die Sicht verbessern, oder einen Wärmeumriss der Umgebung zeigen. Wichtig ist hier am Anfang, unbemerkt bleiben und sich langsam an seine Beute heran zu tasten. Im Verlauf der Handlung werden einige unserer Artgenossen gefangen genommen und müssen befreit werden - und das schreit dann natürlich wieder nach Rache.
Der Marine wird mit seinem Trupp auf einem ungastlichen Außenposten abgesetzt der – James Camerons Aliens lässt grüßen – vollkommen verlassen und menschenleer ist. Hier ist die Klaustrophobie fast schon greifbar. Als wir dann noch von unserem Außentrupp abgeschnitten werden und die ersten Aliens auftauchen, kann die Party beginnen und die Railgun ballern, was sie hergibt.
Den meisten Spaß macht aber der Pfad des Alien. Hier beginnt der Spieler als kleiner Facehugger, der sich in einer Kiste an Bord einer Transportschiffs geschlichen hat. Am Anfang müssen wir sehr versteckt agieren, dürfen aber sogar schon an der Decke laufen und können Meter weit springen. Nun muss nur noch ein passender Wirt gefunden werden. Dieser schläft nichts ahnend in einem Serviceraum. Kurz nachdem wir ihn „befruchtet“ haben schlüpft auch schon unser Alien und wir stoßen durch die Magendecke, am Anfang allerdings immer noch klein und kaum eine echte Gefahr. Nachdem wir aber dann gefressen haben kann die Menschenhatz losgehen und man kann seiner Zerstörungswut freien Lauf lassen. Am Ende gilt es dann einem Wissenschaftler, der eine Alienkönigin gefangen hält, das Handwerk zu legen und ihn seiner gerechten Strafe zuzuführen.
Fazit
"Alien vs. Predator 2" ist ein reinrassiger 3D-Shooter mit einem harten Taktikeinschlag. Das merkt man vor allem beim Alien-Pfad. Dabei bleiben die Story und das Handling aber bis nahe zum Ende sehr gut spielbar, irgendwann muss aber dann nur noch geballert werden, da man der Masse der Gegner sonst nicht mehr Herr werden kann. Dennoch, wer sich auf den neuen Film einstimmen will oder danach sich abreagieren muss, der wird seinen Heidenspass mit dem Game haben, denn die Athmosphäre ist top! Da übersieht man gerne die inzwischen veraltete Grafik, die aber bei Aliens und Predatoren immer noch toll aussieht. Alleine die Menschen sehen sehr steif aus...
Wer neugierig geworden ist sollte den Discounter oder Softwaredealer seines Vertrauens angraben. Mit etwas Glück gehört das Spiel für ein paar Euros dann Euch!
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