Avencast - Rise of the Mage
getestet von Daniela Göller, vertont von Daniela Göller und Maren Pauler
Am Fluss ausgesetzt wird ein kleiner Junge gefunden. Niemand weiß, woher er kommt, noch wer ihn ausgesetzt hat. Der alte Mann nimmt den Jungen bei sich auf und vermittelt ihm grundlegende magische Kenntnisse. Doch bald schon kommt die Zeit, da er von seinem "Ziehvater" nichts mehr lernen kann. "Sein Talent muss gefördert werden" – und so wird unser Held in die Akademie von Avencast geschickt, welche die beste Magierschule auf Uria ist...
Soweit zur Vorgeschichte. Als nächstes werden wir unsanft im Alchemiesaal geweckt, wo wir doch so schön während des Unterrichts geschnarcht hatten. Der Alchemielehrer schickt uns zu Malvarens, der unser Mentor wird, in der Hoffnung, dass wir doch etwas Anständiges lernen. Die erste Aufgabe wird sein, die drei Zulassungsstempel zur Abschlussprüfung zu ergattern. Nachdem wir in der Kampfarena, in der Gruft und auch im Garten für "Ordnung" gesorgt haben, erwartet uns die Abschlussprüfung in den Kristallhöhlen mit unserer magischen Spezialisierung. Als wir jedoch zurückkehren ist nichts mehr so wie es war und es herrscht das Chaos, denn die Dämonen beherrschen Uria, bis auf eine kleine Gruppe Überlebender, die sich zum Kampf rüstet...
Spielablauf...
Eine der zu lösenden Quests... Wie komme ich hier nur durch?
In der Akademie selbst können wir erste kleine Aufgaben übernehmen und werden sowohl mit Artefakten wie auch mit Erfahrungspunkten beschenkt, die anschließend in unsere Magiefähigkeit oder unsere Attribute investiert werden können. Eine solche Aufgabe kann zum Beispiel darin bestehen, dass wir einem Magier dabei helfen seine Versuchs-Kessel so schnell wie möglich zu kühlen, um ein Überhitzen zu verhindern.
In der Gruft begegnen wir den ersten Monstern und lernen, dass sowohl Geschick, Schnelligkeit und Distanz uns beim Überleben helfen. Dazu kommen diverse Rätsel, die gelöst werden müssen, um weiter zu kommen. Leider dauerte es mehrere Versuche und schließlich fast eine Viertelstunde, bis wir unseren ersten schweren Gegner getötet haben, da das ständige Ausweichen und Davonrennen den Spielfluss stark verzögert. Dafür werden wir aber reichlich an Erfahrungspunkten, Gold und Rüstzeug beschenkt.
Effekte und Co...
So schwer kann das Sammeln von Siegeln sein...
Sehr gut haben mir die Animationen gefallen sowie die Videosequenzen während der Handlung. Sowohl die Zauber als auch die Umgebung wurden mit viel Liebe zum Detail animiert und sind farblich unterlegt, sofern genügend Mana zur Ausführung des Zaubers vorhanden ist. Durch die Map, die jederzeit den eigenen Standort, die entdeckten Wege und das Ziel anzeigt, ist es praktisch unmöglich, sich zu verirren. Die Quests sind gut aufeinander aufgebaut, so dass man nicht das Gefühl hat den Roten Faden während des Spieles zu verlieren. Jederzeit ist es möglich weitere Zusatzaufgaben zu erfüllen. Die unauffällige Hintergrundmusik, die zu und in einer Kampfsituation lauter anschwillt, trägt ihren Teil zum Spielspaß bei und ist zu keiner Zeit störend.
Die Steuerung ist etwas gewöhnungsbedürftig. Für gewisse Zauber ist eine Belegung über Schnelltasten vorgesehen, ansonsten werden Zauber-"Kombos" über die Tastatur und Mausklick ausgeführt. Schön wäre hier eine individuelle Belegung der Tastenkombinationen gewesen. Auf einen aufgeblähten Charakterbogen wurde der Einfachheit halber verzichtet. Mana, Leben und Erfahrungspunkte sowie magische Fähigkeiten sind schlicht gehalten. Die magischen Fähigkeiten, unterteilen sich im sogenannten "Zauberbaum" in Blutmagie, Seelenmagie und Beschwörungszauber. Der Weg der Blutmagie beinhaltet vor allem Zaubersprüche, die im Nahkampf eingesetzt werden können. Wer also viel Action braucht und mitten im Geschehen stehen möchte, sollte diese Linie wählen. Ein tolles Lichtspektakel ist garantiert. Der Seelenmagier agiert aus der Entfernung und genießt "die Show" ohne selbst mit dem Monster in Kontakt zu treten. Der Beschwörungsmagier lässt selbst erschaffene Kreaturen auf die Gegner los.
Blutmagie oder Seelenmagie - hier muss ich mich entscheiden
Leider ist es bis auf die Hauptgegner nicht feststellbar, welchen Lebenszustand die Gegner haben. Hier muss man sich mit der Schadenanzeige begnügen und hoffen, dass man das Monster irgendwann besiegt hat.
Fazit
"Avencast - Rise of the Mage" ist auch für "Spielerlaien" sehr gut als Einstieg geeignet. Die jederzeitige Speichermöglichkeit lässt einen auch an schwierigen Stellen nicht verzweifeln. Gut hat mir auch die Kombination aus "Hau-Drauf"- Aktionen und Rätsel, gepaart mit einer schönen Fantasy-Story gefallen, so wird es niemals langweilig. Schon wegen der graphisch schön animierten Zaubereffekte finde ich das Spiel spielenswert. Die Benutzeroberfläche ist einfach und leicht bedienbar gehalten, auf Überladung mit Informationen wurde verzichtet. Rollenspielfans können also unbesorgt zuschlagen!
Trailer zu "Avencast - Rise of the Mage"
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