Assassin's Creed
getestet von Kevin Reymann
Das Spiel
Der Spieler begibt sich zunächst in die Rolle eines jungen Barkeepers namens Desmond. Dieser wird von einer Organisation entführt, die mehr über die legendäre Organisation der Assassinen erfahren will. Dazu setzen ein paar Wissenschaftler eine neuartige Maschine ein, damit sich Desmond an einen seiner Vorfahren aus dem 12. Jahrhundert, einen Assassine namens Altair, erinnert. Die Maschine hat die Fähigkeit, dass Desmond (bzw. der Spieler) seinen Vorfahr Altair steuern kann und sich so an neue Details erinnern kann.
Durch einen Fehler seinerseits wird Altair seines Ranges unter den Assassinen gebracht. Er muss sich als Novize seine Fähigkeiten und Waffen neu erarbeiten, indem er bestimmte Informationen beschafft, Feinde ermordet oder einfach nur unschuldige Bürger von irgendwelchen Schlägern befreit. Hauptziel bleibt jedoch, die Hintermänner beider Seiten zu schwächen um den drohenden dritten Kreuzzug zu verhindern.
Begleitet wird das Spiel von einigen eingespielten Dialogen, welche die Story voranbringen. All jene, die vor allem Action wollen, werden hier wahrscheinlich enttäuscht. Jene die ein bisschen mehr Substanz haben wollen, kommen voll auf ihre Kosten.
Die Steuerung
Die Figur Altair wird mit fast allen Tasten des Gamepads gesteuert - einige sind sogar doppelt belegt. Das klingt viel und vor allem für Anfänger kompliziert, ist es aber nicht. Das Spiel beginnt mit einem Tutorial in welchem die grundsätzlichen Funktionen erläutert werden. Spezielle Funktionen, z.B. der Nahkampf werden nach und nach erklärt, wenn es im Spiel erforderlich wird, diese Funktion einzusetzen.
Grafik und Sound
Ohne zu übertreiben, ist Assassin's Creed das grafisch wohl beste PS3 Spiel, dass es zur Zeit auf dem Markt zu haben ist. Alles läuft ausgesprochen flüssig und ist gestochen scharf. Der Charakter Altair lässt sich durch eine realistische Spielwelt steuern, die praktisch unendlich ist. Besonders deutlich wird dies, wenn sich Altair über die Dächer und Kirchtürme der Städte bewegt. Hier erfährt der Spieler, was der Werbeslogan "New Generation Gaming" bedeutet!
Vergleichswerte zum englischen Ton lagen unserer Redaktion leider nicht vor. Aber auch die deutschen Dialoge sind sehr authentisch. Leider sind die Dialoge der Passanten teilweise sehr eintönig. Spieler die sich z.B. nicht an die Diskretion der Assassini hält, bekommt öfter zu hören, das man sich verletzten könnte.
Fazit
Nicht nur grafisch hat Assassin's Creed einiges zu bieten. Wenn man mal von den sich teilweise sich wiederholenden Dialogen absieht, ist auch die Story sehr interessant. Die Aufgaben sind nicht immer ganz leicht aber dank der Erinnerungsmaschine ist sterben praktisch unmöglich. Schade ist aber, dass man nicht selber bestimmen kann, wann man abspeichert. Die Speicherpunkte (zugegeben es sind einige) werden vom Spiel automatisch vorgegeben. Auch sehr faszinierend ist die Detailliertheit der drei Städte Jerusalem, Damaskus und Akkon in denen man sich frei bewegen kann.
Im Gegensatz zur englischen Version (Freigabe ab 18) ist die deutsche Version mit USK 16 eingestuft worden. Ubisoft hat aber bereits bekannt gegeben, dass das Spiel nicht geschnitten wurde.
Alles in allem kann ich Assassin's Creed allen Fans dieses Genres nur wärmstens empfehlen. Und falls ihr (noch) keine neue Spielkonsole (PS3/X-Box 360) habt, könnt ihr im Frühjahr 2008 das Spiel auch in einer PC-Version erwerben.
Links:
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