Galactica 2003


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Galactica 2003


Battlestar Galactica 2003 - was ist das?


von Matthias Pohlmann

1978 schuf der Seriengott der 70er und 80er Jahre, Glen A Larson, eine Science-Fiction-Serie, die zwar in ihrer ursprünglichen Form nur ein Jahr lang lebte, aber ein großes und treues Fandom gewinnen konnte. Auch heute, rund 25 Jahre nach dem Ende von „Kampfstern Galactica“, ist das Fandom um die Serie mit Lorne Green, Richard Hatch und Dirk Benedict noch sehr lebendig. Der deutsche Fanclub organisiert zum Beispiel gerade eine Petition, um einen der Darsteller des Originals auf die nächste Fedcon zu bekommen.

Die Versuche, die Serie nach dieser ersten Staffel wiederzubeleben, verliefen jedoch lange sehr unglücklich. Zunächst gab es eine Art zweite Staffel, bekannt als „Galactica 1980“, die mit neuer Besetzung und sehr schlechten Kritiken nur kurz überlebte. Danach wurde es still um die Serie, bis sich in den 90ern Richard Hatch um eine Neubelebung bemühte. Er wollte eine hochwertige Science-Fiction-Serie schaffen, die an die erste Staffel der Originalserie anknüpft. Auf eigene Kosten produzierte er einen vielbeachteten Trailer und fand zahlungskräftige Sponsoren, doch Universal konnte sich weder dafür entscheiden, ihm grünes Licht zu geben, noch ihm die Rechte zu verkaufen. Auch verschiedene Bemühungen um einen Kinofilm unter anderem von X-Men-Regisseur Bryan Singer oder auch von Glen A Larson selbst verliefen im Sande. Auch zu einer neuen Serie, die das Original völlig verändert hätte und von den Fans als „Battlecreek 90210“ verspottet wurde kam es nicht.

Im Dezember 2003 strahlte der US-SciFi-Channel dann einen Zweiteiler namens „Battlestar Galactica“ aus, den Ronald D. Moore, ehemals Autor und Produzent bei Star Trek, geschrieben hatte. Jedoch war das keine Fortsetzung der Originalserie, wie von vielen Fans erhofft, sondern eine Neuerzählung der originalen Geschichte. Die Quoten dieser Miniserie waren die dritthöchsten in der gesamten Geschichte des SciFi-Channels und so genehmigte man eine erste Staffel mit 13 Folgen, die nun in Großbritannien auf SkyOne, dem Co-Finanzier der Serie, angelaufen ist.

Unter den Fans des Originals bleibt die Neuauflage wegen einiger Änderungen im Vergleich zur Vorlage umstritten. Besonders heftig kritisiert wurde unter anderem, dass aus dem Starbuck der Originalserie – gespielt von Dirk „Faceman“ Benedict – in der Neuauflage ebenso eine Frau wurde wie aus einer weiteren Figur der Originalserie, „Boomer“. Auch die Kameraführung und die gesamte – eher düstere – Stimmung der Neuauflage vielen Fans des Originals sauer auf.

Nach wie vor hoffen viele Fans des Originals auf einen Kinofilm mit der Originalbesetzung und sie werden bei ihren Bemühungen darum auch insbesondere finanziell von Ronald D. Moore unterstützt. Und eine Einsicht haben mittlerweile auch die meisten Kritiker der Neuauflage gewonnen: Egal, was im Galactica-Universum noch entstehen soll, es hat alles nur dann eine Chance, wenn Ronald D. Moores Serie ein Erfolg wird und nach dem Reinfall mit “Galactica 1980“ der Name Galactica wieder mit „Erfolg“ verbunden wird.