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Episodenguide |
1x08 "Flesh and Bone"
[Fleisch und Blut]
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Regie:
Brad Turner
Drehbuch:
Toni Graphia
Hauptdarsteller:
Edward James Olmos (Commander William Adama)
Mary McDonnell (President Laura Roslin)
Katee Sackhoff (Lt. Kara "Starbuck" Thrace)
Jamie Bamber (Captain Lee "Apollo" Adama)
James Callis (Doctor Gaius Baltar)
Tricia Helfer (Nummer 6)
Grace Park (Lt. Sharon "Boomer" Valerii)
Gaststars:
Michael Hogan (Col. Paul Tigh)
Aaron Douglas (Chief Petty Officer Tyrol)
Tahmoh Penikett (Lt. Karl "Helo" Agathon)
Kandyse Mclure (2nd Petty Officer Dualla)
Paul Campbell (Billy Keikeya)
Callum Keith Rennie (Leoben Conoy)
Matthew Bennet (Aaron Doral)
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Ein weiterer Cylonen-Agent wird enttarnt. Dieser behauptet, einen nuklearen Sprengkopf an Bord eines Schiffes der Flotte versteckt zu haben. Da Adama und Roslin kein Risiko eingehen wollen, schicken sie Starbuck los, das Verhör des Cylonen-Klons zu leiten. Dieser erweist sich aber als deutlich härter im Nehmen als gedacht. Schafft es Starbuck, die richtige Information aus ihm herauszuholen, bevor der Sprengsatz in die Luft geht? Oder schafft es der Cylone, Starbuck mit seinem Psychospiel einwickeln?
Was bisher geschah:
Nach einem Streit zwischen Baltar und Nummer 6 ist diese plötzlich wie vom Erdboden verschwunden. Schlimmer noch: ein Nummer 6 Klon taucht auf der Galactica auf und überreicht Commander Adama eine Disk mit Beweisen das Baltar ein Verräter ist und mit dem Cylonen sympathisiert hat. Erst im letzten Moment erscheint Nummer 6 wieder in Balthars Kopf und die Beweise werden als haltlos und Fälschungen entlarvt. Baltar hingegen muss feststellen, dass er Nummer 6 hoffnungslos ergeben ist.
Und nun die Fortsetzung:
Roslin hat einen Traum. Sie wandert durch einen nächtlichen, dichten Wald auf ein Licht zu. Dann nähert sich etwas. Sie sieht eine Gestalt, die ihr etwas zuruft. Soldaten sind auf einmal hinter ihr her und ein Unbekannter rettet sie in letzter Sekunde. Dann senkt der Retter den Kopf und wird fortgezogen. Schweißgebadet wacht sie auf. Nur ein Traum, oder hat er eine tiefere Bedeutung? Billy klopft an der Tür. Es gab eine Nachricht vom Kapitän der "Gemenon Traveller". Es wurde ein Cylonenagent an Bord gefasst. Sofort beruft Roslin eine Telefonkonferenz mit Commander Adama ein. Der Gefasste ist eine weitere Kopie von "Leoben Conoy", einem Mann, mit dem Adama schon einmal zu tun hatte (siehe [episode series=;]Miniserie[/episode]). Auf einem Foto Conoys erkennt Roslin den Mann aus ihrem Traum wieder. Sollte ihr Traum doch eine tiefere Bedeutung haben? Adama will den Mann sofort exekutieren lassen, doch Roslin bremst ihn aus. Zuerst soll er verhört werden. Adama beauftragt Starbuck, das Verhör zu führen. Die ist noch mit der Analyse des Cylonenjägers beschäftigt, nimmt die Herausforderung aber an. Adama warnt sie jedoch, dass der Cylon versuchen wird, sie zu manipulieren.
Auf dem Flugdeck tigert Boomer um die Cylonendrone herum, als Tyrol dazukommt. Nach kurzem Smalltalk erzählt sie ihm von ihrem Verdacht, eine Cylonenagentin zu sein. Doch Tyrol will davon nichts wissen. Also beschließt sie, Beweise dafür zu bringen.
Starbuck ist inzwischen bei dem Gefangenen. Von Anfang an versucht sie, Distanz zu halten. Doch was sie erwartet ist vollkommen anders als alles, was sich Starbuck hätte vorstellen können. Es ist den Cylonen nicht nur möglich, die menschliche Form nachzubilden, nein, die Klone reagieren auch sehr menschenähnlich. Der Gefangene ist schweißgebadet, als er Starbuck gegenüber sitzt, außerdem zutiefst religiös.
Starbuck: "Was tust du da?"
Conoy: "Beten."
Starbuck: "Ich glaube nicht, dass die Götter auf Gebete von Toastern hören."
Conoy: "Gott erhört jedes Gebet."
Augenscheinlich bleibt Conoy Herr der Lage, auch wenn er nur der Gefangene ist. Das Verhör beginnt. Nachdem Conoy sich vorgestellt hat, beginnt Starbuck mit ihren Fragen. Doch der weigert sich, Auskunft zu geben, solange er Starbucks Namen nicht weiß. Als Starbuck die Zelle verlassen will, spricht er sie mit ihrem Namen an. Das bringt Starbuck sichtlich aus der Fassung. Außerdem erklärt er gönnerhaft, dass er einen nuklearen Sprengkopf an Bord eines der Schiffe der Flotte versteckt hat, der in 8 Stunden detonieren wird. Starbuck geht in die Defensive und verlässt den Raum.
Sie wendet sich an Adama, der natürlich sofort alle notwendigen Maßnahmen ergreift. Adama warnt Starbuck erneut, sich nicht beeinflussen zu lassen.
Zurück im Verhör ist erstmal Smalltalk angesagt. Conoy will wissen, ob Starbuck religiös ist und ob sie an die Götter glaubt. Starbuck ignoriert ihn und fährt mit ihrer Fragestunde fort. Doch Conoy bleibt hartnäckig. Wie es aussieht, glauben die Cylonen nur an einen Gott. Weiterhin weigert sich Conoy, auf die Fragen Starbucks einzugehen. Sie versucht es subtil, in dem sie sich ein Tablett mit Essen bringen lässt und vor seinen Augen beginnt, die Mahlzeit zu verzehren. Sie wartet ab, bis er sie um Nahrung bittet. Während er anfängt, das Gemüse zu verschlingen, tritt ein Uniformierter von hinten an ihn heran und verpasst ihm einen schweren Hieb mit dem Gummiknüppel auf den Kopf. Conoy schreit vor Schmerz und fasst sich an den Kopf. Blut läuft über seine Finger. Starbuck setzt ein fieses Grinsen auf und verhöhnt sein Streben nach Menschsein und seine daraus resultierende, scheinbare Schwäche. Maschinen sollten keinen Schmerz empfinden! Sie versucht mit Einschüchterungen an seine "menschliche" Seite zu appellieren. Es folgt die erste sehr schmerzhafte Verhörsitzung.
Baltar arbeitet immer noch an seinem Cylonendetektor. Er ist praktisch fertig, da kommt Boomer zur Tür herein. Sie will sich von Baltar testen lassen, um endlich Gewissheit darüber zu bekommen, ob sie Mensch oder Maschine ist. Baltar wehrt zuerst ab, erst als Boomer argumentiert, dass Baltar ihr sein Leben verdankt, willigt er ein, den Test zu machen. Dabei schwirrt Nummer 6 scherzend um ihn herum. Doch Baltar scheint die Anspielungen nicht zu verstehen, noch nicht.
Auf Caprica warten der Doral-Klon und der Nummer 6-Klon auf den Boomer-Klon. Als Boomer eintrifft, berichtet sie von ihren Fortschritten mit Helo, und dass die beiden miteinander geschlafen haben. Alles läuft nach Plan. Doral will einen Unterschlupf mit Strom und Lebensmitteln vorbereiten. Boomer soll Helo zum Bleiben bewegen. Sollte sie damit scheitern, soll sie Helo töten. Nummer 6 ist skeptisch, aber Doral vertraut ihr. Auf dem Rückweg zu Helo hat sie mehrere Flashbacks und empfindet plötzlich ein Gefühl, das nicht sein darf: sie hat sich in Helo verliebt.
Starbuck ist immer noch mit Conoy beschäftigt. Der Cylone sieht nicht gut aus und weigert sich beständig und versucht stattdessen, Starbuck in philosophische Diskussionen zu verstricken.
Starbuck: "...Du bist nur eine Maschine!"
Conoy: "Nicht nur eine Maschine. Mehr als du dir je vorstellen könntest. Ich bin Gott!"
Starbuck: (lacht)"Du bist Gott? Wow, nett dich kennenzulernen! Das ist gut! Das ist gut! Dafür gebe ich dir ein paar Minuten."
Conoy:"Das ist witzig, nicht wahr? Wir sind Götter, Starbuck, wir alle! Ich sehe Liebe, die alle lebenden Dinge verbindet."
Starbuck: "Liebe? Du weißt doch nicht einmal, was das Wort bedeutet!"
Conoy: "Ich weiß, dass Gott dich mehr liebt als alle lebenden Kreaturen und du erwiderst diese ungeteilte Liebe mit Sünde, mit Hass, Korruption, dem Bösen. Also beschloss Gott die Cylonen zu erschaffen."
Starbuck: "Die Götter hatten damit gar nichts zu tun! Wir erschufen dich! Wir! Es war eine dumme Entscheidung und wir haben dafür bezahlt. Ihr habt meine komplette Zivilisation niedergemetzelt. Das ist Sünde, das ist böse und du bist böse!"
Conoy: "Bin ich?..."
Er schafft es, Starbuck aus der Deckung zu locken. Sie schickt die beiden Wachen raus. Ein Fehler? Conoy beginnt ihr zu drohen. Ob sie wisse, dass er sie jederzeit töten könnte, bevor die Wachen zur Stelle wären? Herausfordernd fragt sie ihn, warum er es dann nicht täte. Im nächsten Moment reißt Conoy seine Ketten entzwei, schleudert den Tisch beiseite und packt Starbuck an der Gurgel. Dabei drückt er sie gegen die Tür, damit die Wachen keine Möglichkeit haben, hereinzukommen. Rechtzeitig genug stürmt ein bewaffneter Trupp von der anderen Seite herein und zieht ihn weg. Starbuck schäumt vor Wut.
Starbuck: "Jetzt werden die Handschuhe ausgezogen!"
Unterdessen ist Adama im Leichenschauhaus, um einen Blick auf Leoben Conoy den Ersten, zu werfen. Dabei erinnert er sich an sein Gespräch mit ihm. Er greift zum Telefon und fragt bei Tigh nach, wie die Suche nach der Sprengladung voran geht. Nachdem die Bombe immer noch nicht gefunden ist, ordnet Adama an, dass sich die Flotte aufsplitten soll, um den Schaden bei einer Explosion zu minimieren.
Starbuck macht mit dem Verhör weiter. Diesmal lässt sie von zwei Bewaffneten Conoys Kopf in einen Eimer Wasser tauchen. Der zeigt sich aber kaum beeindruckt. Conoy startet einen letzten Versuch, Starbucks Schild zu durchbrechen und diesmal kann sie sich nicht mehr verschließen. Auch wenn sie sich unbeeindruckt zeigt, muss sie über das Gesagte nachdenken.
Baltar ist inzwischen mit Boomer beim Testen. Er führt eine Probe in seinen Analysator. Entsetzt muss er feststellen, dass das Ergebnis positiv ist. Über Nummer 6' schnippische Kommentare vermag er jetzt nicht mehr zu schmunzeln. Nummer 6 überzeugt Baltar, Boomer die Wahrheit zu verschweigen. Baltar tut es; aus Furcht, was Boomer ihm antun könnte, wenn sie erfährt, dass sie eine Cylonin ist. Als Boomer vom "negativen" Ergebnis erfährt, ist sie völlig erleichtert und fühlt sich von einem schrecklichen Verdacht befreit. Gut gelaunt verlässt Boomer das Labor.
Roslin ist eingenickt und hat erneut eine kurze Vision von Conoy, der ihr irgendetwas sagen will. Ein Zufall, oder eine Manipulation? Sie beschließt, den Cylonen selbst zu befragen.
Kann Starbuck das Versteck des Sprengsatzes aus Conoy herausbekommen, bevor er explodiert? Wird Roslin erfahren, was der Cylone von ihr will oder ist das nur Teil eines raffinierten Psychospiels? Wird Boomer noch die Wahrheit erfahren und was wird Baltar mit seinem Wissen tun? Am Ende wird eine Menge Schaden entstanden sein!
von Falk T. Puschmann
!! Spoiler !!
"Flesh and Bone" ist eine sehr intensive Folge. Starbuck hat sich fest vorgenommen, nicht manipuliert zu werden und geht mit äußerster Härte gegen den Klon vor. Dennoch fällt es ihr sichtlich schwer, ihn als Maschine wahrzunehmen. Je mehr sie ihm Schmerzen zufügen lässt, desto mehr nagt es an ihrer Seele und wir lernen die Cylonen einmal mehr als zutiefst religiös kennen. Und es fallen einige interessante Andeutungen, die später wieder wichtig werden könnten. So bezeichnet der Spion sich und seines Gleichen als dem Menschen überlegen und gottgleich. Es gibt 12 Typen von Cylonen-Klonen und 12 Kolonien, die die 12 Götter von Cobol verehren. Am Ende bleibt das Ganze ein verwirrendes Psychospiel, in dem einmal mehr die Einheit der Flotte zerstört werden soll.
Zum Schluß empfindet Starbuck Mitleid mit dem Cylonen und die Mission der Maschine gelingt. Und auch Roslin, obwohl sie sich unnahbar gibt, kann sich nicht vor der Manipulation schützen. Am Ende glimmt ein Verdacht gegen ein ranghohes Mitglied der Crew und obwohl Roslin den Gedanken sofort fallen lässt, hat er sich doch schon in ihrem Kopf festgefressen. Ist Adama ein Cylone? Es wird interessant sein, den Ausgang dieser Situation zu erleben.
Boomer ist sich jetzt unbeirrt sicher. Sie ist unbewusst eine Cylonenagentin, doch Tyrol will es nicht hören. Sie geht zu Baltar, um sich als Kandidaten für seinen Cylonentest zur Verfügung zu stellen. Der Test - der inzwischen funktioniert - weist sie eindeutig als Cylonin aus, doch Baltar manipuliert das Ergebnis. Er hat Angst, sie könnte ihm etwas antun. Natürlich wurde ihm das auch von Nummer 6 souffliert.
Auch der Plan der Cyonen auf Caprica nimmt mehr und mehr Konturen an. Helo als "Versuchskaninchen" - wie eine Ratte im Labyrinth. Gewinnen seine Gefühle für den Boomer-Klon, oder sein Wille, vom Planeten zu fliehen?
Fazit: Es bleibt spannend im Galactica Universum. Zwar ist die achte Folge nicht ganz so stark wie die Vorepisode, füttert uns aber mit einigen neuen Brotkrumen, die wir nur zu gerne und gierig aufsammeln. |
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