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Der mit dem Wolf tanzt


Inhalt

von Holger Lodahl

John J. Dunbar ist ein Lieutenant der Nordstaaten-Armee während des US-Bürgerkrieges. Nach einer schweren Verletzung, die er sich im Kampf gegen die Südstaaten zugezogen hatte, soll ihm ein Bein amputiert werden - eine Prognose, die ihn so sehr schockt, dass er mit dem Leben abschließen möchte:
Er reitet mit seinem Pferd vor der Feindesfront auf und ab, doch die Kugeln der Gegner verfehlen ihn. Diese Tatsache verwirrt einerseits die Gegner, andererseits wirkt sie auf die eigenen Männer ermutigend und führt zum glorreichen Sieg für die Nordstaaten.

Dunbar wird zum Held. Sein Bein muss nicht amputiert werden, und auch sein Pferd kann er behalten. Er darf sich nun aussuchen, wie er sein Leben weiter gestalten will. Dunbar entscheidet sich, den Wilden Westen kennen zu lernen und wird auf den westlichsten Außenposten versetzt, den es gibt. Tatsächlich findet Dunbar an diesem Ort nichts vor. Der Posten ist verlassen - die ehemals dort stationierten Truppen wurden durch Kämpfe mit den Indianern getötet oder sind geflohen. Dunbar erkennt die Herausforderung und tritt seinen Posten an, indem er die Station wieder auf Vordermann bringt. Er erkennt, dass er die richtige Wahl getroffen hat, genießt die Zeit in der freien Wildnis und wähnt sich mit seinem Pferd allein.

Der immer glücklicher werdende Mann erkennt auch, dass sich ein einsamer Wolf immer in seiner Nähe aufhält, ihn beobachtet und jeden Tag ein Stück mehr Vertrauen fasst.


Ganz im Gegensatz zu den Mitgliedern eines Indianerstammes, die ihn misstrauisch aus der Ferne beobachten und nicht wissen, wie sie auf den merkwürdigen, mit dem Wolf tanzenden Mann reagieren sollen: Sollen sie ihn töten, wie sie es mit den anderen Männern getan haben, oder sollen sie ihm Respekt zollen, weil er allein im Indianerland bleibt, weder Angst noch Feindseligkeit zeigt und mit der Natur eins zu sein scheint?

Die Indianer finden eine Lösung ihrer Zwickmühle, als Dunbar eines Tages einer jungen Frau das Leben rettet und dadurch die ersten Sympathien bei den Indianern erntet. Erst zögerlich und mit kommunikativen Problemen behaftet, gibt es die ersten Annäherungsversuche zwischen den Kulturen, doch mit viel Geduld können beide Seiten viele Barrieren überwinden. Dunbar verschmilzt immer mehr mit den Sitten der Indianer, und schließlich wird er von ihnen akzeptiert: Aus Dunbar wird "Der mit dem Wolf tanzt", aus dem Soldaten wird ein Bürger des Indianerstammes.

Doch der Außenposten ist nicht ganz so vergessen, wie Dunbar in der Zwischenzeit vermutet hat: Eines Tages kommen neue Soldaten an und nehmen den vermeintlichen Verräter und Überläufer gefangen.

Seine Freunde, die Indianer, lassen ihn nicht in dieser Situation allein: Sie machen sich auf, um ihren Freund "Der mit dem Wolf tanzt" aus den Händen der Feinde zu befreien.