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Dark Star - Finsterer Stern


Dark Star: 30th Anniversary Jubiläums Edition

von Thomas Dräger

Dieser Film ist schlecht – Kauft diesen Film!

An diesem Film ist wirklich einiges schlecht. Es beginnt bei der Bildqualität. Die kann in puncto Rauschen und Unschärfe gut mit alten Video-Aufzeichnungen mithalten – nicht das, was man von einer aktuellen DVD erwartet. Das scheint bei dem als Extra enthaltenen Filmtrailer zum Stilmittel erhoben worden zu sein. Flecken, flackern, alles was altes Celluloid so hergibt.
Dann die Tricks, darf man die so nennen? Ein Monster aus einem Wasserball, ein mickrig aussehendes Raumschiff – so ziemlich das Gegenteil einer realistisch aussehenden Zukunftsvision. Die Infos und die Bloopers enthüllen noch weitere Peinlichkeiten.
Und warum soll man sich dann diesen Film zulegen? Weil er einfach Kult ist.
Die Kulissen haben die Qualität eines Schülerprojektes. Und dennoch gilt dieser Film zu den wichtigen Science Fiction-Streifen. Man könnte den Werbespruch einer Schokoladenmarke abändern, hier wurde kein Cent in die Ausstattung, sondern alles Geld in den Inhalt gesteckt.
Und es ist John Carpenters erste Regiearbeit – für den Film-Fan sowieso ein Muss.
Die bekommen das Drehbuch als PDF-Datei als Extra auf der DVD geliefert. Bei den Infos fehlt noch der Hinweis auf die Elektro-Pop-Band Orchestral Maneuvers in the Dark. Die haben einige Samples aus dem Film für ihr Album Dazzle Ships verwendet.
Vielleicht hätte eine perfekte Bildqualität diesen Film steriler wirken lassen, als es gut gewesen wäre, so ist dieser Film eine Reise in die Vergangenheit des Science Fiction Genres und der verrauschen Bilder.
Mehr über den Film gibt bei Wikipedia. Dort wird der Film mit einem eigenen Eintrag gewürdigt – sogar mit dem letzten Dialog zwischen Mensch und Bombe 20, die philosophische Grundkonzepte postuliert. Die Klassifizierung als Science Fiction-Parodie steckt den Film in eine Schublade mit Mel Brooks Space Balls, das hat der Film nicht verdient. Statt dessen erinnern wir und lieber an die Szene, als Pinback im Fahrstuhl festsitzt, die Bodenplatte in wenigen Sekunden abgesprengt wird und Musik von Roussini läuft – wunderbar.