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2001: Odyssee im Weltraum


Inhaltsangabe

von Ralf Ramge

Kapitel 1: /Aufbruch der Menschheit
Die Sonne geht auf über dem Planeten Erde. Der Ort: Nordafrika. Die Zeit: vor vier Millionen Jahren. In dieser Gegend leben Menschenaffen, doch allem Anschein nach nicht mehr lange; durch eine schreckliche Dürre, welche das Land in eine Wüste verwandelt, sind sie zum Aussterben verurteilt. Es gibt nur noch ein Wasserloch und der Pflanzenwuchs ist spärlich.
Die Menschenaffen teilen ihren Lebensraum mit einigen Tapiren. Da die Affen friedliche Pflanzenfresser ohne jeden Hang zur Gewalt sind, ein harmonisches Zusammensein. Doch als ob die Nahrungsknappheit nicht schon genug Probleme mit sich bringen würde, haben die wehrlosen Geschöpfe es mit einem natürlichen Feind zu tun, der ihre Ausrottung noch munter vorantreibt: einem Leoparden.
Da aller guten Dinge drei sind, muss sich der Stamm noch mit einem dritten Problem beschäftigten, nämlich einem anderen Stamm von Menschenaffen und der damit verbundenen Konkurrenz um das einzige verbliebene Wasserloch. Die Auseinandersetzungen werden durch Drohgebärden und Gekreisch ausgetragen, doch meistens zieht unser Stamm hierbei den kürzeren gegenüber den Eindringlingen.
Eines Nachts wird der Stamm durch ein grelles Licht und eigenartige Geräusche geweckt. Vor ihrer Höhle finden sie ein etwas mysteriöses, göttliches vor: Ein großer Monolith mit absolut glatter Oberfläche, so schwarz, dass er jegliches Licht zu verschlucken scheint. Von einer Mischung aus Neugier und Angst getrieben versammeln sie sich um den Stein und nach einiger Zeit wagt es der erste, ihn vorsichtig zu berühren [Anm.: Der Einfachheit halber sei dieser Menschenaffe ab sofort mit dem Namen Mondschauer bezeichnet; dieser Name stammt aus dem Roman].
Mondschauer (Daniel Richter) hat durch seine Berührung des Monolithen das Geschenk der Götter erhalten. Es handelt sich bei dem Geschenk nicht nur um Religion, sondern auch um das Geschenk der Intelligenz. Bei der alltäglichen Suche nach ein paar Pflanzenstängeln hält Mondschauer sich abseits, die überall herumliegenden Knochen erwecken sein Interesse. Anfangs zögerlich mit einem Oberschenkelknochen herumspielend, erkennt Mondschauer schnell das Potential in diesem ersten Werkzeug. Er tötet einen der Tapire und isst sein Fleisch, der Nachschub an Nahrung ist gesichert. Die Mission war erfolgreich und der Monolith verschwindet wieder.
Mondschauers Erkenntnisse haben jedoch auch einen Seiteneffekt: wenn man mit einem Knochen einen Tapir töten kann, klappt das auch bei einem Artgenossen. Am Wasserloch kommt es daher zum ersten Mord der Menschheitsgeschichte, als Mondschauer auf einen der Eindringlinge einschlägt. Mondschauers Stamm hat sich durchgesetzt, die Menschheit ist geboren. Mondschauer schleudert triumphierend den Knochen in die Luft und dieser verwandelt sich ...

Kapitel 2: TMA-1
... in einen Satelliten, welcher sich im Jahr 2001 um die Erde bewegt.
Ein Raumgleiter befindet sich auf dem Weg zu einer Raumstation, welche sich auf halber Strecke zum Mond in einem Orbit um die Erde befindet. An Bord befindet sich Dr. Heywood Floyd (William Sylvester), ein NASA-Wissenschaftler, der in einer Geheimsache zum Mond beordert wurde.
Die Raumstation ist verlassen; Dr. Floyd trifft lediglich eine Gruppe russischer Wissenschaftler vor. Diese brennen darauf, von Dr. Floyd nähere Informationen über die Epidemie zu erhalten, welche auf der Mondstation Clavius grassieren soll. Dr. Floyd kann ihnen jedoch aus Gründen der Geheimhaltung keine Auskunft geben und tritt umgehend seine Weiterreise zur Station Clavius an.
Auf Clavius wird Dr. Floyd über den wahren Grund seiner Reise aufgeklärt. Auf dem Mond wurde ein anormales Magnetfeld entdeckt, welches sich in konzentrischen Kreisen um den am Südpol des Mondes gelegen Kraters Tycho zieht. Diesem Phänomen, welches den Namen "Tycho Magnetic Abnormaly" (Kurzform:: TMA-1) erhielt, wurde umgehend nachgegangen und die Entdeckung sei so ungeheuerlich, dass sie die strikte Geheimhaltung und das Gerücht einer Epidemie rechtfertigt.
Dr. Floyd und seine Kollegen, allesamt vor Neugier brennend, werden zur Ausgrabungsstätte im Zentrum des Magnetfelds gebracht. Bei dem Fund handelt es sich um einen Monolithen. Seine Oberfläche ist absolut glatt und das Material, aus welchem er besteht, ist härter als jede bekannte Substanz. Seine Kanten weisen zueinander ein Längenverhältnis von 1:3:9 auf und er wurde offensichtlich an dieser Stelle von irgendjemanden vergraben. Da Proben des umliegenden Gesteins ein Alter von mehreren Millionen Jahren vorweisen, liegt der ungeheuerliche Schluss auf der Hand: die Existenz von außerirdischem Leben ist bewiesen. Als Dr. Floyd den Monolithen berührt, beginnt dieser, ein enorm starkes Funksignal auf allen Frequenzen auszustrahlen. TMA-1 begrüßt die raumfahrende Menschheit.

Kapitel 3: Jupiter - 18 Monate später
Das von TMA-1 ausgesandte Signal zielte in Richtung des Planeten Jupiter. Um Panik zu vermeiden, wurde der Geheimstatus der ganzen Angelegenheit aufrechterhalten und in der Zwischenzeit ein Raumschiff gebaut, welches nach dem Ziel des Signals suchen soll: die "Discovery".
Der wirkliche Forschungsauftrag der Discovery ist natürlich auch streng geheim, selbst die aktive Besatzung weiß nichts vom wahren Zweck ihrer Mission. Lediglich der Bordcomputer vom Typ "HAL 9000" ist über den Inhalt der Mission informiert.
Die primäre Besatzung besteht aus David Bowman (Keir Dullea) und Frank Poole (Gary Lockwood). Der Rest der Crew, allesamt hochkarätige Wissenschaftler, befindet sich im cryogenischen Tiefschlaf und soll erst aktiviert werden, wenn sich die Discovery im Orbit um den Jupiter befindet. Bowman und Poole gehen fast ein vor Langeweile. HAL wäre durchaus in der Lage, den Flug alleine durchzuführen; Bowman und Poole haben letztendlich nur dafür zu sorgen, dass HAL nicht ausfällt.
Der Supercomputer mit menschlichen Zügen wird zum Gesprächspartner der beiden, doch er befindet sich in einem Konflikt. Auf absolute Geheimhaltung programmiert, darf er gegenüber Bowman und Poole nicht die geringste Andeutung des wahren Zwecks ihrer Mission durchsickern lassen, was seiner Programmierung als Gesprächspartner jedoch zuwiderläuft. Als Bowman ihm eine von ihm angefertigte Zeichnung der im Tiefschlaf liegenden Kollegen zeigt, kommt dieser innere Konflikt zum Ausbruch und HAL löst sein Problem auf die einzig ihm mögliche Art und Weise: er klärt Bowman nicht auf, sondern lässt eine unpräzise Andeutung vom Stapel. "Nun, es ist recht schwer zu definieren ... Vielleicht rede ich mir hier auch nur etwas ein ... Ich weiß, dass ich mich nie vollständig von dem Verdacht befreien konnte, dass es bei dieser Mission einige sehr seltsame Dinge gibt."
Bowman wird stutzig, denn schließlich ist in der Programmierung nicht vorgesehen, dass der Computer sich über irgend etwas nicht im klaren sein könnte. HAL simuliert daher einen Ausfall der Antenneneinheit AE-35, um den Kontakt zur Erde unmöglich zu machen und die Mission nicht zu gefährden. Laut seiner Aussage würde AE-35 binnen weniger Stunden zu 100% ausfallen.
Poole begibt sich in den freien Raum und baut die Antenneneinheit aus. Beim Check ergibt sich jedoch, dass kein Fehler in AE-35 vorliegt. Also muss HAL sich geirrt haben, was auf einen schwerwiegenden Defekt im Rechner hindeutet. Jetzt steckt HAL natürlich bis zum virtuellen Hals im Schlamassel, denn seine Abschaltung und die Übernahme der Kontrolle durch seinen Zwillingsrechner auf der Erde wäre das Ende der Mission, da im Zuge der Geheimhaltung nur er Über die richtigen Daten verfügt. Da er in dieser Lage keinen Fehler eingestehen kann, schiebt er die Ursache der Fehldiagnose auf menschliches Versagen bei der Untersuchung der Antenneneinheit.
Es wird Zeit für Bowman und Poole zu beratschlagen, was mit HAL geschehen soll. Da HAL in jedem Raum der Discovery mithören kann, verkriechen sich die beiden in eines der Beiboote und trennen die Funkverbindung mit der Discovery. Die beiden Astronauten beschließen, AE-35 wieder einzubauen und auf den Ausfall zu warten. Sollte dieser nicht erfolgen, wollen sie HAL abschalten und den Zwillingsrechner auf der Erde die Mission übernehmen lassen. Sie haben jedoch nicht mit HAL's visuellen Sensoren gerechnet, er liest ihnen den Wortlaut der Diskussion von den Lippen ab. HAL kann die Durchführung des Plans natürlich nicht zulassen, die Durchführung der geheimen Mission hat höchste Priorität - dementsprechend tötet er Poole beim Einbau von AE-35, indem er ihn per Funksteuerung mit Pooles Beiboot rammt.
Bowman macht sich mit einem anderen Beiboot auf den Weg, um Poole zu bergen. Währenddessen beschließt HAL, die Mission selbstständig fortzuführen, die Mission ist schließlich wichtiger als die Besatzung. Er schaltet die lebenserhaltenden Systeme der im Tiefschlaf liegenden Wissenschaftler ab und bei Bowmans Rückkehr verweigert HAL ihm jedoch den Zutritt zur Discovery. Durch eine Notschleuse schafft Bowman jedoch den Zutritt zum Schiff und macht sich auf den Weg, HAL abzuschalten. Beim Abschalten der einzelnen Module aktiviert Bowman eine Schaltung, die ihm eine Aufzeichnung präsentiert, welche die Besatzung nach der Ankunft beim Jupiter über den wahren Grund ihrer Mission hätte aufklären sollen. Bowman setzt die Reise alleine fort.

Kapitel 4: Jupiter und dahinter die Unendlichkeit
Am Jupiter angekommen entdeckt Bowman in dessen Orbit einen gigantischen Monolithen, welcher abgesehen von seiner Größe jenem gleicht, der auf dem Mond ausgegraben wurde. Bowman macht sich im letzten verbliebenen Beiboot auf den Weg zum Monolithen.
Beim Kontakt mit dem Gebilde öffnet sich ein Tor durch die Dimensionen. Bowman wird mit seinem Gefährt davon regelrecht verschluckt und begibt sich unfreiwillig auf eine Reise durch Zeit und Raum. Ein Meer aus Farben stürzt auf ihn ein, treibt ihn bis an die Grenze des Wahnsinns.
Bowman durchkreuzt das Universum, sieht Galaxien entstehen und Sterne sich in Supernoven verwandeln. Er nähert sich einem Planeten, überfliegt Gebirge und Meere und endet, mit den Nerven ziemlich am Ende, in einem futuristischen Schlafzimmer, welches einen viktorianischen Stil zu imitieren versucht. Bei dem Versuch endet es aber auch, bei den Einrichtungsgegenständen handelt es sich um Attrappen – gefaltete Handtücher sind massiv, Gläser zerspringen nicht, wenn sie auf den harten Boden fallen.
Bowman verbringt eine Ewigkeit in diesen Räumen, gleichzeitig ist die Zeitspanne jedoch auch sehr kurz - der Fluss der Zeit hat keine Bedeutung mehr. Er sieht sich selbst altern, er sieht sich selbst auf dem Sterbebett. Im Augenblick seines Todes erscheint vor seinem Bett der Monolith. Bowman streckt mit letzter Kraft seine Hand nach ihm aus, stirbt. Er wechselt über in eine höhere Form der Existenz und wird als Sternenkind wiedergeboren. Der Kreislauf schließt sich, die Menschheit hat ihre göttliche Bestimmung erfüllt.