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1408


Filmkritik

von Kevin Reymann

Achtung, der nachfolgende Text erhält Spoiler

Gleich vorweg sollte ich sagen, dass Horrorfilme nicht wirklich das Genre sind, welches ich bevorzuge. Aber die Story klang interessant und ich habe mir den Film angesehen. Es war kein Fehler; wobei ich sagen muss, dass ich mir unter einem Horrorfilm doch etwas mehr „Horror“ vorstelle.
Auch sollte ich erwähnen, dass ich die Stephen King Buchvorlage (Kurzgeschichte „Zimmer 1408“ ist in der Kurzgeschichtensammlung „Das Kabinett des Todes“ erschienen) nicht gelesen habe. Obwohl ich dies nachholen werde, wird es hier nur wenige Vergleiche zum Buch geben – so etwas hat schließlich noch nie funktioniert.

Zum Film. Der Protagonist Mike wird sehr glaubwürdig von John Cusack dargestellt. Man versetzt sich im Laufe des Films in die Rolle des Schriftstellers und fragt sich mit ihm immer und immer wieder, ob das ganze nur Einbildung ist, oder ob sich das Zimmer wirklich gegen ihn und die 56 Gäste vor ihm verschworen hat. Wie bereits erwähnt, gab es gruselige Szenen nicht wirklich. Das heißt aber nicht, dass der Film langweilig war – im Gegenteil. Der Film zeigt, wie gut man mit wenig Kulisse sehr spannend eine Geschichte erzählen kann (das hat „Nicht Auflegen!“ auch sehr gut unter beweis gestellt).

Die grafischen Effekte sind ebenso fantastisch wie die Idee der Story. Sehr eindrucksvoll, als das Zimmer in Eis und Schnee versinkt und auch die Flutung des Zimmers wirkte sehr realtistisch.

Weniger gefallen haben mir die Szenen, in denen es auf das Finale zuging. Das 3. Viertel, wenn man so will. Eine Sache, die ich an vielen Stephen King Büchern kritisieren kann. Es wird auf einmal alles etwas unrealistisch als die Tochter auftaucht (wobei, was ist an diesem Film schon realistisch? :-) ). Das Ende selber wurde wie ich im Nachhinein erfahren habe, für die DVD umgeschrieben und ist im Buch und der ursprünglichen Version des Films mit einem Happy End versehen. Die alternative Variante gefällt mir aber besser. Es bringt noch einmal etwas Spannung in den Film, als der Kampf zwischen Zimmer und Mike beginnt.

Zusammenfassend ist dieser Film von mir an die Leute zu empfehlen, die auch auf Horror in einem Horrorfilm verzichten können. Er ist an jene gerichtet, die ca. 100 Minuten spannend und anspruchsvoll unterhalten werden wollen. „Immer schön gruseln“, wie Mike im Film sagte, kann man sich mit diesem Film nicht.