Kritik
von Dirk Wilkens-Hagenkötter
Gedanken, die Gestalt annehmen. Diese Idee ist nicht gerade besonders neu und wird in SF Serien genauso oft verbraten wie in SF Filmen. Überhaupt müssen Regisseur Paul Anderson und Drehbuchautor Phillip Eisner zugeben, recht häufig bei anderen abgeschaut zu haben. Man erkennt viele Elemente aus 2001, aus Alien und Aliens, und anderen SF Klassikern wieder. Auch einige Horrorklassiker wie „The Shining“ mussten Ideen spenden. Sehr auffällig sind die Ähnlichkeiten zu Stanislav Lems „Solaris“. Wie die dortige Hauptfigur plagt auch hier Dr. Weir das schlechte Gewissen, schuldig am Tod seiner Frau zu sein. Und hier wie dort begegnet er ihr weit von der Heimat im All wieder. Bei Solaris stellt sich heraus, dass das Wasser auf dem Planeten eine Lebensform ist, also eine im Normalfall leblose Materie. Und Event Horizon kann mit einer ähnlichen Erklärung aufwarten. Auch hier scheint normalerweise leblose Materie zu leben.
Event Horizon ist ein sehr brutaler Film, der viele Ekeleffekte einsetzt. Und dabei bekommen wir noch nicht einmal alles zu sehen. Ganze 20 Minuten musste Regisseur Paul Anderson rausschneiden, damit der Film in den USA eine Freigabe erhalten konnte und das will etwas heißen.
Der 1965 geborene Paul Anderson machte sich vor allem durch seine seine Filmumsetzungen der Computerspiele Resident Evil und Alien vs. Predator einen Namen.. Seit 1999 wird der Engländer als Paul W.S. Anderson gelistet, da er es leid war, mit dem Regisseur Paul Thomas Anderson verwechselt zu werden.
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