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Contact


Kritik

von Dirk Wilkens-Hagenkötter

Wenn Außerirdische herausfinden wollen, ob die Bewohner des dritten Planeten einer unbeeutenden gelben Sonne intelligent sind, so müssen sie nicht in Raumschiffen kommen um nachzuschauen. Es geht viel einfacher: Sie brauchen das All nur nach Radio und Fernsehsignalen absuchen, denn alles, was von Intelligenzen gesendet wird, wird auch in die Weiten des Alls abgestrahlt.
Würde sich beispielsweise eine Außerirdische Horchsonde im 26 Lichtjahre entfernten Wegasystem befinden, so wäre dort etwa um 1962 herum die erste große Fernsehberichterstattung über die Olympischen Spiele 1936 in Berlin empfangen worden. Und von da an hätten sie alle weiteren Fernsehsendungen der Menschheit verfolgen können.
Wenn die Außerirdischen nun mit den Menschen Kontakt aufnehmen wollen, müssen sie nur eine Botschaft senden, die von den Menschen verstanden werden kann.

Solche Botschaften zu emfangen, die Suche nach Extraterrestrischer Intelligenz, ist die Aufgabe von SETI.
Der Astronom Carl Sagan war ein wichtiger Wegbereiter dieses Projekts. Sagan überlegte sich einige Möglichkeiten, wie wir mit Außerirdischen, oder diese mit uns kommunizieren könnten. So stammt die Idee der berühmten goldenen Schallplatte, die den Voyagersonden mitgegeben wurde von ihm.
In seinem einzigen Roman „Contact“ beschreibt Carl Sagen, wie es zu einem Kontakt zwischen Menschen und Außerirdischen kommen könnte, welche Methoden sie anwenden könnten, um mit uns verständlich zu kommunizieren.
Robert Zemeckis verfilmte 1997 den Roman und Carl Sagan selbst war noch an der Entwicklung des Drehbuchs beteiligt. Er verstarb vor der Fertigstellung des Films.

Glaube und Religion spielen in der Geschichte eine ganz wesentliche Rolle. Im Film noch mehr als im Buch. Auch Ellies Glaube an außerirdische Intelligenzen ist eine Glaubensfrage, denn deren Existenz lässt sich genauso wenig beweisen, wie ein allmächter Gott. Im Buch sind auch die Außerirdischen auf der Suche nach Beweisen für einen Schöpfer. Sie glauben, dass ein Schöpfer möglicherweise eine binäre Nachricht in irrationalen Zahlen wie Pi versteckt hat. Wenn man beispielsweise Pi lange genug berechnet, würde irgendwann eine Botschaft zutage kommen.

Die Hauptfigur, Ellie Arroway, wird von Jodie Foster gespielt. Sie zeigt hier besonders eindrucksvoll die Palette ihres Talents. Wir sehen Ellie wütend, enttäsucht, neugierig, überrascht, verliebt, begeistert, ängstlich, traurig... und das alles kommt von Jodie Foster perfekt herüber. Die 1962 geborene Schauspielerin spielte schon als Kind in Filmen und Serien. Später studierte sie Englisch. Schauspielunterricht hat sie nie genommen, trotzdem erhielt sie schon 2 Oscars und die, bevor sie 30 war.