Kritik
von Dirk Wilkens-Hagenkötter
Cube ist ein kanadischer Independent Film, der es gar nicht auf einen großen Erfolg abgesehen hatte. Er kostete umgerechnet gerade mal rund 200.000 Euro. Immerhin wurden die Digitalen Effekte von der Firma C.O.R.E. kostenlos produziert, weil sie so ihre Unterstützung für den Filmstandort Toronto demonstrieren wollten.
Regisseur Vincenzo Natali hatte bis zu Cube nur einmal in einer PSI Factor Folge Regie geführt. Eine der sechs Hauptrollen besetzte er mit seinen Schulfreund David Hewlett, den Stargate Fans von dort aus 2 Folgen kennen und der jetzt eine Hauptrolle in Stargate: Atlantis hat. Hewlett spielte danach auch in 2 weiteren Kinoproduktionen von Vincenzo Natali mit.
Ein weiteres Gesicht kennen die Star Trek Fans aus Deep Space Nine: Nicole deBoer spielt die Mathematikstudentin.
Gedreht wurde in einem winzigen Studio, das genau die Abmessungen hatte, die einer der Würfel-Räume haben musste. Dieser eine Raum, stellte sämtliche Würfelräume dar, jeweils nur mit anderen Farben.
Gedreht wurde nach Farben, also jeweils alle Szenen die in Räumen mit der gleichen Farbe spielten Man sagt, das, als man sich mit den roten Räumen beschäftigte, alle Beteiligten angespannter und aggressiver als sonst waren.
Die Grundidee für den Würfel könnte vielleicht der Rubik’s Cube sein, auch als Zauberwürfel bekannt und in den frühen 80er Jahren sehr beliebt. Ziel war es, die einzelnen Glieder des Würfels so zueinander zu drehen, das alle Seiten einheitliche Farben hatten.
Interessant sind die Namen der sechs Gefangenen im Film: Sie sind nämlich alle nach Gefängnissen benannt, und nicht nur das: Die Figuren tragen sogar den Charakter, mit dem man das entsprechende Gefängnis beschreiben könnte:
Quentin, benannt nach San Quentin, dem kalifornischen Gefängnis das als besonders brutal gilt, ist ein jähzorniger, gewaltbereiter Cop.
Das Englische Gefängnis Holloway ist ein Frauengefängnis, und so ist es kein Wunder, das die Figur Holloway etwas gegen Männer hat.
Die anderen Gefangenen sind sind benannt nach Kazan in Russland, Rennes in Frankreich, Alderson in West Virginia, USA. Schließlich sind Leaven und Worth nach nach Levenworth in Kansas, USA benannt.
Cube avancierte schnell zum absoluten Geheimtipp. Die Idee war einfach brillant und bot einen spannenden Plot. Leider reicht es aber nicht für ein ebenso interessantes Ende. Das ist nämlich relativ lieblos und simpel.
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