Kritik
von Kevin Reymann
Alles begann im Februar 2002. Auf der Website der Bullyparade durften die Zuschauer abstimmen. Eine Fortsetzung des "Schuh des Manitu", "Sissi - Wechseljahre einer Kaiserin", "etwas ganz anderes", "nichts" und selbstverständlich "Unser (T)Raumschiff" standen zur Auswahl. In Stefan Raabs Comedy-Show wurde dann das Ergebnis bekannt gegeben: Es wird einen Unser (T)Raumschiff-Film geben. Bully verkündete, dass er das Drehbuch noch in derselben Nacht schreiben würde.
Aus dieser Nacht wurde ein wenig mehr.Zumindest hat es noch ein Weilchen gedauert, bis mit den Dreharbeiten im April 2003 endlich begonnen wurde.
Die Traumschiff-Saga begann aber noch weit vor der ersten demokratischen Abstimmung um einen Kinofilm. Und zwar in der allseits bekannten "Bullyparade". Von 1997 bis 2002 bekamen wir immer wieder grandiose, neue und kleine ein bis drei Minuten-Sketche zu sehen.
Zum Film selbst:
Es ist einfach grandios was unser Michael "Bully" Herbig - kurz: Bully - aus diesen Zwei-Minuten Sketchen gemacht hat. Anderthalb Stunden Vulcanettenluder pur!
In diversen Interviews meinte Bully, ihm seien die Besucherzahlen egal. Aber da bereits jetzt der Handel im Bereich Merchandising boomt, können ihm die Besucherzahlen wirklich egal sein.
Die fast komplette Hauptbesetzung sollte den meisten bereits bestens bekannt sein - und zwar aus der Karl-May- Parodie "Der Schuh des Manitu". Aber nicht nur die Schauspieler wurden zum wiederholten Male recycelt, sondern auch die Autoren unseres beliebten (T)Raumschiffs. Neben Alfons Biedermann sind auch Rick Kavanian alias Schrotty und natürlich Michael Herbig alias Bully alias Mr. Spucky wieder mit von der Partie.
Hier wurde jedoch kein Western parodiert, sondern Gene Roddenberrys Meisterleistung: unser geliebtes "Raumschiff Enterprise". Wenn wir uns zurückerinnern, gab es einige Differenzen zwischen Winnetou-Darsteller Pierre Brice und Bully, unter anderem in einer großen Samstagabend-Show der öffentlich, rechtlichen Sender. Empfinden die zahlreichen Star Trek- Fans Bullys Film auch als Beleidigung ihres geliebten Star Trek- Universums?
Dies kann ich als bekennender Trekkie auf keinen Fall bestätigen. Auch für diese Ansicht dürfte der Beliebtheitsgrad der Minutensketche aus der Bullyparade sprechen.
Nun zu einem Punkt, der für jeden Science-Fiction-Fan von Interesse ist: Die Special Effects. In einem Film, in dem das All nicht gerade eine Nebensache ist, fehlen diese natürlich nicht. Nach den Dreharbeiten, welche am 17. Juni 03 beendet wurden, fingen die langen Tage in den Studios von CA Scanline an. Dort wurden ein Jahr lang unter - wahrscheinlich - harter Arbeit einige Super Effekte generiert.
Ich hoffe, dass Bully mit seinem neusten Streifen auch so einen Erfolg haben wird. Ich habe mir jedenfalls bereits ein Exemplar des PC Spiels zum Film geordert. Nachdem ich mir nun bei McDonalds eine Käse-Sahne geholt habe, werde dem Film erneut einen Besuch im Kino abstatten.
Also, lasst uns die Prosecco Gläser einschenken und auf eine irre Zeitreise in die Zeit von Abahachi und König William des Letzten mit Käpt'n Kork, Mr. Spuck. Schrotti und Co. gehen… !
PS: An alle die bei Ende des Films sofort aufstehen und den Saal verlassen: Bleibt sitzen und seht Euch den Abspann an - Ihr würdet einiges verpassen!
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