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Terminator 3: Rise of the Machines |
Inhalt & Kritik
von Berit Lempe
Der Fakt, dass der T-X (Kristanna Loken) zurück in die Gegenwart geschickt wird, lässt uns schon ahnen, dass der "Judgement Day" nicht verhindert wurde, sondern nur vertagt.
Der T-X, der diesmal in Form einer bildhübschen Frau auftritt, hat aber nicht nur John Connor im Visier. Seine späteren Offiziere im Kampf gegen die Maschinen sollen auch vernichtet werden.
Der T-X greift sich also Klamotten und einen schnellen Wagen und ab geht es zu den ersten Opfern. Dazu gehört auch Kate Brewster (Claire Danes), die als Tierärztin in einer Hundeklinik arbeitet.
Wie der Zufall es will bricht John Connor genau in diese Klinik ein, um sich etwas gegen seine Schmerzen zu holen. Er hatte einen Unfall mit seinem Motorrad und braucht erst einmal Verbandszeug. Kate erwischt ihn und steckt ihn in einen Hundekäfig. Irgendwie sieht John auch etwas aus wie ein räudiger Köter. Total heruntergekommen und natürlich in Lebensgefahr, denn gerade als Kate ihn weggesperrt taucht der T-X auf.
Mit sehr viel Glück und der Hilfe des T-101 (Arnold Schwarzenegger) gelingt Kate und John die Flucht. Dabei wird Kate eher unfreiwillig mitgenommen. Sie hat keine Ahnung, was eigentlich vor sich geht und wehrt sich mit Händen und Füßen. Was natürlich keinen Sinn hat, wenn man von einer in Leder gekleideten und mit cooler Sonnenbrille bestückten Maschine in den Laderaum eines Transporters verfrachtet wird.
Arnie ist wieder da. Und wie! Der Mann ist zwar über 50, doch nackt macht der muskelbepackte Hüne immer noch Eindruck. Die Szene in der er auftaucht ist eine Hommage an dieselbe Szene im zweiten Terminator-Film. Mehr wird hier aber nicht verraten.
Die erste Konfrontation des T-X mit dem Terminator findet auf einem Freeway in L.A. statt. Dabei wird der Terminator nicht nur gegen diverse Kräne und Feuerwehrautos geschleudert, die beiden Cyborgs nehmen gleich den ganzen Stadtteil auseinander. Es ist die großartigste Verfolgungsszene, die man seit langem gesehen hat.
Dabei wurde komplett auf Computeranimationen verzichtet, es ist also alles "echt" was da explodiert und geplättet wird.
Die Story beginnt kurz vor der drohenden Einschaltung des Skynet. Ein Virus hat die Systeme der Regierung und auch des Militärs lahmgelegt. Kates Vater ist der Mann, der am Schalter sitzt und von seinen Vorgesetzten angewiesen wird, das Netz online zu bringen, damit es den Virus vernichten kann. Doch Robert Brewster (David Andrews) ist sich nicht sicher, ob man das Skynet überhaupt wieder ausschalten kann.
Alle Zuschauer, die auch die ersten beiden "Terminator"-Filme gesehen haben, wissen natürlich, dass das Skynet die Menschen angreifen wird. Es ist also ein Rennen gegen die Zeit. Als John und Kate sich endlich zusammenraufen ist es schon fast zu spät...
Natürlich ist "Terminator 3: Rebellion der Maschinen" in erster Linie ein unterhaltsamer Actionfilm. Doch was man normalerweise in Actionfilmen vermisst, nämlich die Story, ist hier genügend vorhanden. Es ist die Fortsetzung des Vorgängers und wer den gut fand, der wird hier nicht enttäuscht werden. Die Figur des Terminators hat sich zwar äußerlich kaum verändert, doch bekommt die Figur eine andere Bedeutung. Es ist schwer dies an Stellen im Film festzumachen, doch man ist sich nie sicher, ob er nun gut oder böse ist. Man merkt, dass das Einzige, was zwischen ihm und den Menschen steht, seine Programmierung ist. Vor allem wird dies in der Szene deutlich, in der man erfährt, wer den T-101 in die Gegenwart geschickt hat...
[image key=; align=left; /]Er zieht aus, um seine eigene Existenz zu zerstören. Und ist sich dessen auch vollkommen bewusst. Dazu kommt die Tatsache, dass der T-X andere Maschinen beeinflussen kann. Der Kampf der beiden Maschinen gegeneinander findet also nicht nur auf der physikalischen Ebene statt. Es geht auch um Prinzipien, die Programmierung halt.
Natürlich ist der T-X dem T-101 weit überlegen. Die Effekte mit denen der T-X in seine flüssige Form verwandelt wird, oder seine interessanten Waffen, wurden übrigens von ILM beigesteuert. Dementsprechend gut sieht das Ganze dann auch aus.
Doch nicht nur die Effekte sind gut, die Schauspieler sind es auch.
Claire Danes als Kate Brewster zu besetzen war ein glücklicher Griff. Die Schauspielerin, die man zuletzt in "The Hours" sehen konnte, wirkt unglaublich erwachsen. Im Kontrast zu Nick Stahl, dessen John Connor noch ziemlich jungenhaft wirkt. Nick Stahl hatte es besonders schwer in die Fußstapfen seines Vorgängers Edward Furlong zu treten. Er wirkt in diesem Film manchmal zu blass und ziemlich verloren.
Kristanna Loken dagegen überzeugt als T-X, den sie eiskalt und mit einem süffisanten Lächeln spielt. Das macht diese Killermaschine noch unheimlicher. Sie besticht mit ihren weiblichen Attributen und ist dabei so tödlich wie eine Klapperschlange. Die Schauspielerin musste sich einige Muskelpakete antrainieren, um vor der Kamera mit Alt-Terminator Schwarzenegger mitzuhalten. Sie stemmte aber nicht nur Gewichte, sondern lernte auch diverse Kampftechniken. Schwarzenegger selbst hatte für den Film seinen Körper auf die Maße zu Zeiten von "T2" gebracht. Auch am Set war das Stemmen von Gewichten daher Programm.
Blieb vor der Kamera alles beim alten, so gab es hinter den Kulissen einen Neuling: Regie führte dieses Mal nicht James Cameron, sondern Jonathan Mostow. Manche Leute standen ihm anfangs kritisch gegenüber, doch waren die Produzenten beeindruckt von seiner Regiearbeit in "Breakdown" und "U-571". Mostow blieb dem Geiste der "Terminator"-Serie treu und trotz aller Schwierigkeiten hat er einen Film abgeliefert, der unterhaltsam ist und der die Zuschauer mit offenem Mund zurücklässt.
Wie sagt der T-101 so schön?
"Wir werden uns wiedersehen."
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