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:: Die Filmkritik


Constantine


Kritik

von Falk T. Puschmann

"Constantine" ist die neueste Comicverfilmung und basiert auf den "Hellblazer"-Comics von Alan Moore, Jamie Delano und Garth "The Punisher" Ennis. Dabei hält sich auch dieser Film nur sehr marginal an die Vorlage. Geändert wurde dabei z.B. dass die Handlung von England nach Los Angeles verlegt wurde.

Darüber hinaus ist "Constantine" ein bunter Bilderregen. Mit vielen gelungenen visuellen Effekten und ungewöhnlichen Kameraperspektiven zieht uns Regie-Neuling Francis Lawrence in seinen Bann. Dabei merkt man auf den ersten Blick, dass Lawrence sich seine ersten Sporen als Videoclip-Regisseur, unter anderem für Britney Spears, Will Smith und Aerosmith verdient hat.

Dabei ist die Story alles andere als neu, schließlich geht es um den Kampf schlecht hin: Himmel gegen Hölle. Was den Film aber vor der Mittelmäßigkeit rettet, ist seine sehr einmalige Optik gepaart mit vielen skurrilen Ideen, wenn z.B. Constantine mit einer Katze und einer Schüssel Wasser einen Blick in die Hölle wirft und ihm am Ende der Kopf raucht. Und der Showdown am Schluss - ohne hier ins Detail gehen zu wollen - ist einfach nur genial schräg.

Unterstützt wird der höllische Spaß von einem gut aufgelegten Schauspielerensemble an dessen Spitze einmal mehr Keanu Reeves steht. Auch wenn sein John Constantine deutlich düsterer, sarkastischer und ein wenig bösartiger daher kommt, fühlt man sich von Zeit zu Zeit doch ein wenig an "The Matrix" erinnert. Dabei ist "Constantine" wahrlich kein Plagiat, trotz ähnlicher Ansätze. Allerdings scheinen die Verantwortlichen doch gehofft zu haben, dass der Name Reeves und die vielen Effekte, die schon im Trailer zu sehen waren, ihr Publikum finden. Alleine mag man Reeves vorwerfen, dass er von Zeit zu Zeit etwas zu farblos aussieht, was aber einmal mehr Geschmackssache ist.

Ohne Frage Top ist hingegen die Performance, die uns Raquel Weisz im Film bietet. Sie spielt gleich eine Doppelrolle, auch wenn die eine Zwillingsschwester nur Nebencharakter ist. Dafür legt sie in die Angela Dobson gleich noch mal soviel Intensität. Kein Vergleich zu ihrem anderen Mainstream-Popcorn-Kino-Ausflug "Die Mumie" und dem durchwachsenen Nachfolger.

Wer allerdings einmal mehr allen die Schau stielt, ist Peter Stormare, der niemand geringeren als den Leibhaftigen selbst verkörpert. Nicht nur, dass er die Rolle mit dem nötigen Maß an Ironie gibt, nein er ist auch noch so richtig schön fies und hat am Schluss sicherlich den besten Part. Ihn kennt man als ewige Nebenrolle, in Filmen wie "Armageddon", "Minority Report" oder "8MM".

Die Besetzung gepaart mit guten Spezialeffekten und einer wunderbar skurrilen Story hebt den Film zwar nicht auf das Niveau eines "Hellboy", wer aber auf gut gemachtes fantastisches Kino steht und sich einfach mal unterhalten lassen will, dem sei der Streifen uneingeschränkt ans Herz gelegt. Außerdem serviert man uns ein Finish, das man so noch nicht gesehen hat.