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King Arthur |
Kritik
von Falk T. Puschmann
"Was ist das?", mag sich der geneigte Leser hier denken, schließlich bleibt außer den Namen der Beteiligten nichts mehr von der Sage von Camelot übrig. Ist das gut? Nun ja, das hängt sehr davon ab, mit welchen Erwartungen der Einzelne ins Kino gegangen ist. Wer die Wahrheit und nichts als die unumstößliche "historische" Wahrheit hören wollte, der fühlt sich derb vor den Kopf gestoßen! So soll das damals gewesen sein? Naja, sieht man mal von einigen auf archäologischen Funden basierenden Fakten ab, ist die Geschichte typisches Hollywood-Niveau, was eigentlich sehr schade ist.
Der Film ist viel zu sehr auf Mainstream und die Kinokassen fixiert, als dass wir hier wirklich eine Geschichtsstunde erwarten dürfen. Wer einen großen Aktionblockbuster erwartet, dürfte allerdings such nicht glücklich werden, schließlich vermag uns der Film nicht wirklich etwas Neues zu zeigen, haben wir doch seit "Herr der Ringe" erst eine perfekte Vorstellung von einem epischen Gefecht bekommen. Was uns bleibt ist nette Abendunterhaltung, über die wir nicht nach sinnieren müssen und die wir schnell wieder vergessen haben, schade, da wäre eigentlich mehr drin gewesen.
Die Besetzung ist ganz nett geworden, auch wenn wir hier einmal mehr Helden aus der zweiten Reihe serviert bekommen. Alleine vielleicht der Name Keira Knightley ist uns seit "Piraten der Karibik" ein Begriff. Leider darf sie hier einmal mehr Klischees darstellen und uns die "Xena"-Kriegerprinzessin geben. Die Hauptrolle des Arthur wurde unbekannt besetzt.
Clive Owen durfte sich bis jetzt nur in kleinen Produktionen versuchen. In "Die Bourne Identität" war er einer der Killer, die von Matt Damon ins Jeseits befördert wurden. Nur wer sich zur Zockergemeinde und da als "Wing Commander"-Fan outet hatte schon mal Gelegenheit, Clive Owen in Action zu erleben. Er gab in "Privateer II - The Darkening" die durchaus überzeugende Darstellung des Helden und das schon im Jahre 1996. Dass es bis 2004 zur ersten richtigen Hauptrolle gedauert hat, ist sehr schade und sicher wird "King Arthur" auch noch kein Durchbruch für den Charaktermimen sein.
Auf der Seite der bösen Sachsen sehen wir zuerst einmal Stellan Skarsgård, der einmal mehr seinen Job als Oberschurke überzeugend darstellt. Zu sehen war er in dieser Position z.B. in dem Nizza-Straßen-Flitzer "Ronin" an der Seite von Robert de Niro und Jean Reno. Außerdem durfte er ein kurzes Gaspiel in Renny Harlins Hai-Beißer "Deep Blue Sea" geben.
Der Regisseur Antoine Fuqua ist inzwischen kein unbeschriebenes Blatt mehr. Zuletzt in "Training Day" durfte er die immer etwas schmutzig wirkenden Bilder inszenieren. Dieses Stilmittel kam auch viel bei "King Arthur" zum Einsatz. Leider rettet das den Film nicht wirklich, weißt er dann doch einige Lücken auf. So wird die Evolution von Arthur vom treuen Römer zum stolzen Briten nicht wirklich nachvollziehbar aufgeklärt.
Fazit: Ein Film der hinter seinen Möglichkeiten zurück bleibt. Schade eigentlich, so bleibt nur noch ganz ordentliche Hollywood-08/15-Plot-Unterhaltung übrig: Prädikat Nicht besonders Erinnerungswert.
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