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Filmwelt


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The Lost World


Kritik

von Winfried Hagenkötter

Der Kinostart des Stummfilms „The Lost World“ war 1925 eine weltweite Sensation. Das lag weniger an den Schauspielern oder an der Story, deren Original von Arthur Conan Doyle stammt, sondern einzig und allein an den Spezial Effekten.

In über drei Jahren schufen die Trickspezialisten Willis O’Brien und Marcel Delgado völlig neue Effekte. Über 50 verschiedene Tierfiguren wurden angefertigt. Alle konnten in sich bewegt werden, was für die Stop-Motion Technik unerläßlich war. Denn bei jedem Bild wird die Stellung des Modells ein wenig verändert, um dann im Film als Gesamteindruck eine möglichst natürliche, fortlaufende Bewegung zu erhalten. Für weitere Tricksequenzen wurden die Filmaufnahmen von Dinosaurier-Modellen mit solchen der Schauspieler übereinandergelegt, um die Illusion zu erwecken, als bewegten sich Urtier und Mensch in der selben Szenerie.

Mit dem Aufkommen des Tonfilms, Anfang der dreißiger Jahre, nahmen die Produzenten von „The Lost World“ den Film aus dem Verleih und zerstörten die Kopien sowie das Exportnegativ. Ein solches Vorgehen war keine Seltenheit. Die Produktionsfirmen versuchten auf diese Weise zu verhindern, dass neue Filme an der Konkurenz der alten Filme scheiterten.
In den USA blieb nur eine einstündige Version erhalten, die für den Verleih von sogenannten "16mm-Homemovies" gedacht war. Ein erster Restaurierungsversuch, unter Hinzuziehung einer ziemlich abgenudelten, aber in der Bildqualität bestechenden tschechischen Kopie, kam der ursprünglichen Fassung des Films schon recht nahe.

Die jüngste Version stammt aus einer zweiten, digitalen Restaurierung, von David Sheperd und Serge Bromberg. Acht Kopien aus unterschiedlichen Quellen wurden Bild für Bild verglichen. Dieser dann „zusammengesetzten“ Fassung ist nicht anzusehen, dass sie aus Fragmenten entstanden ist. Kratzer und andere Bildfehler wurden digital restauriert und die Zwischentitel sind dem originalen Schriftbild nachempfunden. Für die Vertonung allerdings, wurden Elemente der ursprünglichen Musik mit modernen kombiniert.