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Alexander


Angelina Jolie (Interview)

von SF-Radio.net

SF-Radio: Wie bekamen Sie die Rolle der Olympias?

Jolie: Ich würde jede Gelegenheit ergreifen mit Oliver zu drehen, egal was es ist. Ich hatte gehört, dass er die Geschichte von Alexander dem Großen verfi lmen wollte und das er daran schon sehr lange gearbeitet hatte. Ich freute mich schon darauf, den Film zu sehen. Als ich von der Möglichkeit erfuhr, Olympias zu spielen, dachte ich, das wäre verrückt und falsch. Ich dachte, ich wäre zu jung und das ich die Rolle auf keinen Fall bekommen würde. Ich wollte Oliver Stone einfach noch einmal treffen und verabredete mich mit ihm. Er hatte ein solches Vertrauen in mich, das viele Leute nicht auf diese Art haben. Er hat mich überzeugt, dass ich es könnte. Ich fand es so aufregend, endlich mit ihm zu arbeiten und habe es geliebt! Er ist so ein toller Regisseur und Mensch.

SF-Radio: Die Besetzung des Films ist insgesamt sehr ungewöhnlich...

Jolie: Colin ist für mich Alexander. Und Val ist Philip. Oliver Stone ist bei der Auswahl der Charaktere und der Zusammenstellung Risiken eingegangen. Sie sind überhaupt nicht typisch, wir alle nicht, sondern sehr fehlerbehaftet und menschlich. Es hat etwas sehr ursprüngliches. Es war sehr aufregend an diesen Szenen zu arbeiten. Ich denke Oliver wollte, dass wir alle den Film nicht als Historienfilm ansehen. Das war auch gut so, weil ich glaube, dass Colin, Val und ich sowieso nicht in so einen Film passen. (lacht) Der Film spielt in dieser Zeit, in der jeder einfach nur eine ursprüngliche Energie war. Die Szenen, die sonst eine normale Streitszene wäre, wurde dadurch sehr hervorgehoben. In dieser kleinen Gruppe wurde alles sehr intensiv ausgelebt.

SF-Radio: Wie sehen Sie Olympias als Mutter?

Jolie: Ich glaube, man muss jede Rolle die man spielt lieben. Man sollte ihre Fehler verstehen oder zumindest hinnehmen. Man darf nicht denken, dass die Figur verrückt ist, oder Unrecht hat, sonst kann man sie nicht überzeugend spielen. Ich bin selbst Mutter und habe sie einfach nur als Mutter angesehen. Andere Leute sagen sie wäre verrückt. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich nicht für meinen Sohn bereit
wäre, genau das gleiche zu tun. Das hört sich jetzt sicher beängstigend an, aber zu dieser Zeit, 330 vor Christus, herrschte eine ganz andere Lebensweise. Man musste sehr vorsichtig sein. Leute wurden einfach so ermordet, Positionen erobert. Das Leben war härter und sie war eine knallharte Frau, Furcht erregend, und hat Leute umbringen lassen. Sie hat Alexander angetrieben, damit er so mächtig wurde.

SF-Radio: Wie ist es, mit Oliver Stone zu arbeiten?

Jolie: Oliver ist ein ganz toller Mensch. Jeder, de etwas Negatives über ihn sagt, kennt ihn nicht richtig. Jeder arbeitet besonders hart, um ihn zufrieden zu stellen und ihn glücklich zu machen. Wenn es schwer war und du hast durchgehalten und die Szene mit genauso viel Energie beendet, wie du sie begonnen hast. Wenn du findest, das du das gut gemacht hast, und das er zufrieden ist, dann fühlst du dich gut.