Filmkritik
von Falk Puschmann
Viele haben ihn gewagt, den Blick in die vermeintlich perfekte Zukunft. Darunter Ray Bradbury, George Orwell und jetzt Kurt Wimmer. „Equilibrium“ heißt sein Streifen, der leider ein tristes Dasein in den Videotheken fristet.
Die Story ist zwar keine Offenbahrung, man bediente sich einmal wieder einer Reihe bekannter Storyversatzstücke, ist aber ansonsten eine solide Sache. Die Stärke des Films liegt aber in seiner gelungenen düsteren Atmosphäre und den sehr stilistisch choreographierten Kampfszenen in denen - der fairen Warnung halber - sehr verschwenderisch mit menschlichem Leben umgegangen wird. Dennoch hält der Film FSK 16-Niveau.
Die Besetzung ist für ein B-Movie ziemlich gut. In der ersten Reihe dürfen wir Christian "American Psycho" Bale begrüßen, den man inzwischen im Kino als neuen Batman bewundern kann. Er spielt den Super-Trooper John Preston.
Als sein ehemaliger Partner Partridge steigt „Herr der Ringe“ Veteran Sean "Boromir" Bean in den Ring, der leider schon recht bald das Zeitliche segnet.
Auch dabei: Sean "Event Horizon" Pertwee, als Alles sehender großer Bruder, äh Vater, und Emily "Gosford Park" Watson als Rebellin Mary O'Brien.
Und auch Deutschland ist in der Besetzung vertreten! Und ja er ist es wirklich, der Bennie aus der „Lindenstraße“, alias Christian Kamann, darf auch kurz durch das Bild wackeln und einen kurzen Satz sagen.
Was bleibt sind kurzweilige, unterhaltsame 109 Minuten, die das Genre nicht neu erfinden, aber – „Matrix“ lässt grüßen - actionreiche, philosophisch angehauchte Abendunterhaltung liefern.
In diesem Sinne: „Be vigilant 'cause Big Brother is watching you!“
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