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Spider-Man 3


Filmkritik: Spiderman 3

von Dennis Pauler

Endlich scheint für Peter Parker einmal alles gut zu laufen. Er lebt mit Mary Jane zusammen und plant, ihr einen Heiratsantrag zu machen. Mary Jane hat sich endgültig vom Kellnern verabschiedet und feiert erste Erfolge auf der Bühne. Spiderman ist zum Lokalheld geworden und wird zum New Yorker Ehrenbüger ernannt.

Doch der Ruhm steigt ihm zu Kopf. Er bandelt mit Gwen Stacy an und vernachlässigt Mary Jane. Als Flint Marko, der Mörder seines Onkels, von einer Gefängnis-Insel flieht, gibt er sich der Rache hin und tötet ihn.

Doch auch von anderer Seite kommen Rachegedanken. Peters Freund Harry kehrt als neuer grüner Kobold zurück, um seinerseits Spiderman zu töten.

Als dann auch noch Marko als Superschurke Sandman wieder aufersteht, wird die Lage richtig kompliziert. Da kommt Peter ein außerirdischer Symbiont zu Hilfe, der seine Kräfte verstärkt - doch leider verstärkt er auch seine Aggressionen und trägt seinen Teil zur Veränderung von Peters Charakter bei.
Peter scheint die Lage zu entgleiten, doch es gelingt ihm schließlich, sich von dem Symbionten zu befreien - nur um die Geburt eines neuen Superschurken mitzuerleben: Seines dunklen Ebenbilds Venom.


Spider-Man ist wieder da - und diesmal ist er hin- und hergerissen wie nie zuvor. Er, der früher nur Hohn und Spott erfahren hat, erlebt auf einmal große Bewunderung. Er lässt sich darauf ein und verrät dafür seine Ideale. Der außerirdische Symbiont schürt zwar seine Aggressivität, doch letzlich ist es seine eigene Entscheidung, von seinen neuen Möglichkeiten Gebrauch zu machen. Peter hadert mit sich und sucht seinen Platz in der Gesellschaft - damit ist Spiderman einmal mehr der menschlichste der Superhelden.
Auch seine Gegner sind vielschichtig und handeln weit abseits purer Boshaftigkeit. Jeder hat seine ureigensten Ängste und seine Motive, gegen Spiderman vorzugehen.
Dabei kommt ein Bild heraus, dass alles andere als Schwarz/Weiß ist.

Spiderman 3 bietet glaubwürdige Charaktere, menschlichen Schmerz und natürlich auch Unmengen an Special Effects. Diese tragen aber jederzeit ihren Teil zur Geschichte bei und sind niemals purer Selbstzweck.

Wer die ersten beiden Filme mochte, der wird auch vom 3. Teil begeistert sein.