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Armitage III: Dual Matrix


Kritik

von Falk T. Puschmann

Der 2. Teil der Armitage-Reihe spinnt die Geschichte, um Armitage und Ross Sylibus weiter. Vorteil: Diesmal ist es ein wirklicher zweiter Teil, der nicht nur ein Zusammenschnitt aus einer Miniserie ist. Dennoch erschließt sich die Story und das drum herum erst im Laufe der Geschichte. Diesmal steht nicht der rote, sondern der blaue Planet im Vordergrund, basierend auf der Geschichte des Vorgängers. Dennoch merkt man gleich eine Veränderung, die durch die Charaktere gegangen ist. War Armitage im Vorgänger ein Killerandroide, ist sie am Anfang in ihrer neuen Rolle als Mutter zu sehen. Eine interessante Weiterentwicklung, zumal sie später wieder zu ihrem alten Ich zurück finden muss, um ihre Familie zu schützen.

Die Musik hat sich auch deutlich gewandelt. War die Score im Vorgänger von Hiroyuki Namba noch sehr auf Elektro-Techno mit vielen harten Rhythmen ausgelegt. Durfte in diesem Teil der Amerikaner Julian Mack eine doch etwas melodiösere Score schreiben.

Weitere Veränderungen sieht man im neuen Stil des Films. War der erste Teil ein klassischer Anime, kam diesmal viel CGI, vor allem in den vielen Action Sequenzen, zum Einsatz. Aber hat man sich ein wenig an die neue Optik gewöhnt, fühlt man sich wieder richtig wohl. Einen Minuspunkt gibt es allerdings für das Bildformat. Das ist nämlich nicht Letterbox sondern Full Screen, was daran liegt das "Armitage Dualmatrix" 2002 direkt auf dem Videomarkt aufschlug.

In der US. Version wurden leider die Sprecher ausgetauscht. Diesmal übernimmt Juliette Lewis den Part der Armitage. Ross Sylibus, der früher noch von Kiefer Sutherland gesprochen wurde, hat nun die Stimme von Henry Douglas Grey. Wer das ist? Naja, hauptsächlich ein reiner Voice Actor. Vielleicht interessant am Rande: Der Durchgeknallte Technikbastler Mouse wird von Ahmed Best gesprochen und den kennen wir nur zu gut als ewig plappernden Jar Jar Binks aus der 2. Star Wars Trilogie (oder war es doch die erste…). Für die deutsche Version konnten wieder die gleichen Sprecher wie für die Neu-Synchro des ersten Teils gewonnen werden: Also Benjamin Völz als Sylibus, Veronika Neugebauer als Armitage und einige mehr. Auch der Münchner Schauspieler Gudo Högel ist wieder mit von der Partie, diesmal allerdings in einer anderen Rolle.

Alles in allem wird uns wieder eine Menge gut gezeichneter Action geboten. Der Plot überzeugt, auch wenn er an einigen Stellen seine Kanten hat. Die Animationen folgen dem Vorgänger und sind für den Einheitsbrei-Anime-Gucker am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, hat man sich daran aber gewöhnt, macht die Fortsetzung Spaß. Leider ist das ganze nach 90 Minuten schon wieder aus.