Kritik
von Kevin Reymann
Da in den letzten Monaten eine Menge alter Comics- und Zeichentrickserien auf das Niveau unseres technischen Standes gebracht wurden, darf Garfield natürlich nicht fehlen.
Denn als vor 16 Jahren die Garfield Zeichentrickserie einen Erfolg lieferte, sollte der Erfolg eines Kinofilms eigentlich vorprogrammiert sein.
Leider ist die Story nicht sonderlich gelungen. Der Zuschauer merkt deutlich, dass die Autoren einige Schwierigkeiten hatten, aus den Comic-Strips einen ganzen Spielfilm zu machen.
Nichts desto trotz hat man es geschafft, mit Hilfe von erstklassigen CGI-Animinationen unseren Liebling über den Bildschirm stolzieren zu lassen. Dies ist in Zeiten von "Shrek" und "Toy Story" zwar keine Seltenheit mehr, aber dadurch, dass lediglich Garfield animiert wurde und er neben den "realen" Darstellern zu sehen ist, fällt erst richtig auf, wie grandios die Bewegungen und Mimik des gestreiften Katers sind.
Odin ist jedoch alles andere als ein computergeneriertes, Lasagne-fressendes Irgendwas! Alle Tanzeinlagen von ihm zu dem Song von Black, 'Eyed Peas - Hey Mama' sind real.
Die schauspielerischen Leistungen von Breckin Meyer (Herrchen Jon) und Jennifer Love Hewitt (Tierärztin Liz) sind nichts Weltbewegendes, aber trotzdem gelungen. Da aber Garfield nun mal das "Gerüst" des Filmes ist, spielt es keine sonderlich große Rolle, ob die beiden nun herausragend gut sind oder nur durchschnittlich.
Alles in allem ist Garfield ein Film, den man sich mal nebenbei ansehen kann, jedoch würde ich ihn nicht als einen der besten Filme aller Zeiten bezeichnen. Die Idee, den Comicliebling auf die Leinwand zu bringen, ist gut - das Ergebnis leider weniger. Es kommt einem so vor, als wenn FOX nur der Form halber einen Film al á "Scooby Doo" drehte, um mit Warner Bros. gleichzuziehen.
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