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Stargate - Das Tor zum Universum


Hintergrund

von Dirk Wilkens-Hagenkötter

Stargate verhalf dem deutschen Regisseur Roland Emmerich endgültig zum großen Durchbruch in Hollywood. In einem Interview sagte er auf die Frage, ob es einen Film gäbe der ihn besonders geprägt habe: "Als ich noch auf dem Gymnasium war, hatte ich durch Zufall Unheimliche Begegnung der dritten Art gesehen. Ich kam aus dem Film raus, hab mich einmal kurz umgeguckt und bin gleich wieder reingegangen. Das habe ich das ganze Wochenende getrieben, und hab's mir vier fünf mal angeguckt. Mir hat nicht nur das Thema gefallen, sondern auch, wie unkonventionell der Film erzählt ist."
Böswillige Zungen können jetzt natürlich behaupten, dass Emmerich vielleicht etwas zu oft ins Kino gegangen ist, denn praktisch alle seine Filme weisen große Ähnlichkeiten zu anderen Filmen und Stoffen auf. Man kann aber auch sagen, wenn Emmerich schon klaut, dann aber mit Stil. Immerhin macht es oft viel Spaß, seine Filme daraufhin auseinander zunehmen wo er sich diese mal bedient hat. Und das fällt bei Stargate nun wirklich nicht leicht. Wir hier in Deutschland haben da sogar gegen über den Amerikanern noch einen kleinen Vorteil, denn bei Stargate hat sich Emmerich weniger an anderen Filmen orientiert, sondern mehr an einer kleinen Heftchenserie mit dem Titel: Star Gate. Diese Serie erschien erstmals 1986. Aber auch die Hörspielserie „Commander Perkins“ aus den 70er Jahren hat vielleicht Pate gestanden. Dort gibt es nicht nur ein Gerät, das genau wie das Stargate ein Tor zu anderen Planeten öffnet, sondern sogar um Verbindungen zwischen der Antiken Menschheit und Außerirdischen.

Angeblich sollte Stargate der erste Teil einer Trilogie werden, aber es kam anders. Der Erfolg des Films hatte Emmerich nämlich in die Top-Liga der Hollywood-Regisseure katapultiert und jetzt sollte er Filme mit noch mehr Budget drehen. So folgten dann Independence Day und Godzilla. Für einen zweiten Stargate-Film fehlte die Zeit. Und dann kam der Moment, in dem Emmerich eine kleine juristische Unaufmerksamkeit beim Vertragsabschluss teuer zu stehen kam. Als nämlich MGM für einen Pay-TV-Sender eine Serie zu dem Film produzierte, konnte er nichts anderes tun, als seinen Unmut zu äußern. Denn obwohl er auch das Drehbuch zu Stargate mitgeschrieben hatte, besaß er keine Rechte auf den Stoff. Er hatte die Chance verspielt, einen zweiten und dritten Teil zu machen.