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Blade


Filmkritik

von Yves Leiendecker

Von einem Vampir-Horrorfilm made in Hollywood kann man nicht zu viel erwarten außer, dass jegliches Klischee ausgenutzt wird. Wenn dann noch Wesley „schlag-dich-tot“ Snipes die Hauptrolle hat, kann eigentlich nichts Gutes dabei herauskommen. Und tatsächlich wurde mit dem Mythos Vampir sehr viel Schindluder in diesem Film getrieben. Das waren dann aber auch die meisten der sonst sehr wenigen Schwächen des Films.

Der Film rast so sehr wie das Blut des Betrachters in dessen Adern. Der Film strotz nur so vor Action und vielen langen aber nie zu langen Kampfszenen. Das Arsenal von Waffen reicht von „freakig“ bis zum klassischen Katana. Besonders der harte Schnitt in den Kampfszenen ist es was dem Film noch mehr an Geschwindigkeit gibt.

Die Story ist jedoch sehr einfach gehalten, was aber hinsichtlich der Geschwindigkeit des Filmes notwendig ist, denn sonst wäre die nicht mehr nachvollziehbar. Die Charaktere sind nicht sehr tiefgründig und nur ihre Grundhaltung wird im Film herüber gebracht. Es hätte zwar für mehr gereicht, aber dies wäre nicht nötig und wahrscheinlich auch nicht hilfreich gewesen.

Einige haben sich über viele Logikfehler beschwert, aber wer „Blade“ gucken will, sollte auf so etwas gar nicht erst achten, sondern den Film genießen. „Blade“ ist kein Film für einen entspannten Abend mit der Freundin, sondern eher für eine wilde Horde die Lust auf einen Film mit Literweise Blut hat.

Blade ist ein Film ohne viel Tiefgang aber mit viel rasanter Action der es schafft sich von den typischen Vampir-Horrorfilmen aus Hollywood abzuheben.