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Harry Potter und der Gefangene von Azkaban


Im Gespräch mit Daniel Radcliffe

von SF-Radio.net

SF-Radio: Wie entwickelt sich deine Figur im Film?
Daniel Radcliffe: Am Anfang ist er eigentlich genau derselbe, wie am Ende des zweiten Filmes. Er ist da sehr selbstsicher. Doch diese Sicherheit verschwindet, als er immer mehr Dinge aus seiner Vergangenheit herausfi ndet. Er wird, so wie sicherlich alle Teenager in diesem Alter, total unsicher und weiß nicht so genau, wie er mit einigen Leuten umgehen soll.

SF-Radio: Wie war die Zusammenarbeit mit dem neuen Regisseur Alfonso Cuarón?
Daniel Radcliffe: Es war großartig, er ist ein sehr cooler Typ und hat viele neue Ideen zu unseren Charakteren mitgebracht. Manche Leute fragen immer ob es nicht etwas entmutigend ist, mit einem neuen Regisseur zu arbeiten. Aber es war überhaupt nicht so, und dafür gibt es auch einen Grund: wir hatten vor den eigentlichen Dreharbeiten viel Zeit mit ihm zu proben. Darum haben wir ihn sehr gut kennen gelernt. Wir haben viel über die Charaktere geredet und haben einfach viel Zeit mit ihm verbracht.

SF-Radio: Wie war es, mit Gary Oldman zu arbeiten?
Daniel Radcliffe: Gary Oldman ist einfach ein klasse Schauspieler und als ich ihn das erste Mal traf, dachte ich, dass er mich einschüchtern würde – er war in all diesen Filmen, wie „Sid and Nancy“ und „Leon“. Ich dachte, ich hätte vielleicht wirklich Angst vor ihm, aber er ist einfach nur ein richtig cooler Typ und wirklich nett. Also habe ich mich dann doch sehr entspannt gefühlt.

SF-Radio: Kannst du uns etwas über Lupin erzählen, den neuen Professor?
Daniel Radcliffe: Im dritten Buch findet Harry einiges über die Gruppe der vier heraus, das sind Peter Pettigrew gespielt von Timothy Spall, und dann ist da Sirius Black, Professor Lupin und James Potter, der ja mein Vater ist. Lupin ist erwachsen geworden und kommt als neuer Lehrer für Verteidigung gegen die Schwarzen Künste zur Schule. Erst ungefähr in der Mitte des Filmes fi ndet Harry dann heraus, dass Lupin sehr gut mit Harrys Vater und Mutter befreundet war. Durch Lupin fi ndet Harry dann eine Menge über seine Eltern heraus. Lupin ist in diesem Film also ein sehr wichtiger Charakter. Ich denke, die Schlüsselszenen des Filmes sind alle mit Lupin und sie sind sehr emotional. Es ist das Herzstück des Filmes. Lupin ist ein absolut wichtiger Charakter.

SF-Radio: Was ist - im Gegensatz zu den ersten beiden Filmen - anders an der Story in?
Daniel Radcliffe: Es ist alles viel viel dunkler. Das ist so, weil auch die Bücher immer dunkler werden. Die Bücher werden von mal zu mal immer schauriger. Der zweite Film war sehr Actionlastig und auch da gab es emotionale Szenen, aber nicht auf der gleichen Ebene wie jetzt beim dritten Film. Hier sind die Emotionen, die Harry durchmacht sehr viel stärker, er wird zum Teenager und alle Jungen in seinem Alter haben Probleme [lacht] und Harry ist ganz schön daneben in diesem Teil.