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The X-Files


"Schutzengel"

von Nana


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Dana`s Körper versteifte sich und sie war in Versuchung nach ihrer Waffe in der Schublade des Tisches zu greifen. Ermahnte sich aber, weil sie sich ziemlich lächerlich vorkam.
Ihr Interesse wandte sich wieder der weißen Feder in ihrer Hand zu. Noch nie hatte sie so eine Feder wie diese gesehen. Sie war sehr lang, aber schmal. Sie schien zu leuchten.
Dana musste wieder an das Geschöpf aus ihrem Traum denken. Ein Geschöpf das aussah wie ein Engel. Und diese Feder hier hatte eine große Ähnlichkeit, mit den Federn auf seinen Flügeln.
Schnell schüttelte sie den Kopf. Sie wusste worauf ihre Gedanken hinaus laufen würde, doch sie hatte keine Lust dazu. Zufall. Alles Zufall.
Vielleicht träumte sie ja immer noch? Um sich zu vergewissern, kniff sie sich in den Arm. Sie war wach.
Sie guckte auf ihren Wecker, der 6.15 am anzeigte. Dana seufzte. Eigentlich viel zu früh zum aufstehen, aber sie würde wahrscheinlich nicht mehr einschlafen können. Nicht nach dem Traum. Nicht nach diesem Fund.
Entschlossen schwang sie ihre Beine aus dem Bett und ging Richtung Badezimmer.
 
Um 7.23 am erreichte Dana ihr Büro des FBI-Gebäudes. Sie holte sich eine Tasse Kaffee und ließ sich in den Sessel fallen. Eine Weile saß sie nur da, doch dann öffnete sie ihre Tasche und holte die Feder heraus.
Der Traum ließ sie nicht los und sie beschloss in den X-Akten, die ihr Partner so liebevoll sammelte, nach ähnlichen Fällen zu suchen. Nur aus Neugier. Sie konnte nicht glauben, das dies eine größere Bedeutung für sie hatte.
Eine Weile durchblätterte sie einige Akten über Engelserscheinungen. Fand aber in keiner Übereinstimmungen mit ihrer Situation, bis sie eine Akte in der Hand hielt in der ein 12 Jähriger Junge erwähnt wird, der von nicht geschehenen Morden geträumt hat. Jedes Mal kam auch ein Engel in seinen Träumen vor. Doch keiner hatte ihm geglaubt und die Morde geschahen tatsächlich. Obwohl der Junge erst 12 Jahre alt war, kam er in Verdacht mit den Morden etwas zu tun zu haben...
"Ein Wunder, Sie sind mal eher im Büro als ich!" sprach eine fröhliche Stimme hinter ihr. Erschrocken fuhr Scully herum und klappte die Akte zu.
"Morgen, Mulder!" sagte sie und lächelte verlegen.
"Was sehen Sie sich denn an?" fragte er und steuerte auf sie zu.
"Ach nichts, wollt mir nur die Zeit vertreiben!" sagte sie schnell und plazierte die Akte wieder im Regal.
"Was für einen Fall müssen wir bearbeiten?" fragte sie und setzte sich erst mal hin.
"Nichts besonderes. Wahrscheinlich haben wir heute nur Papierkram zu bearbeiten." antwortete Mulder und ließ sich in seinen Lieblingssessel fallen.
"Was ist das?" fragte er interessiert und griff nach dem weißen Gegenstand, den Scully ganz vergessen hatte.
"Ich, ähm....... ich hab sie auf der Strasse vor meinem Haus gefunden!" erwiderte sie zögernd.
"Die Feder ist sehr schön, wissen Sie von welchem Vogel sie stammt?" wollte er wissen.
Scully zuckte nur mit den Schultern und tat so, als ob es ihr egal war, um nicht weiter sein Interesse an dieser ganzen Sache zu wecken.
Dies hatte auch Wirkung und Mulder legte die Feder beiseite und beide machten sich über den Haufen Papierkram her, der sich schon seit langem angehäuft hatte.
Der Tag verlief ohne weitere Unannehmlichkeiten oder besondere Ereignisse. Dana trat ziemlich müde in ihre Wohnung und schaffte es gerade mal zu ihrem Sofa.
Sie war so müde, wie schon lange nicht mehr. Wahrscheinlich hatte sie durch den Traum letzte Nacht keinen erholsamen Schlaf gehabt und war deshalb so müde.
Schleppend ging sie in ihr Schlafzimmer, zog sich ihren Pyjama an und legte sich aufs Bett. Sofort viel sie in einen tiefen Schlaf.

Kurz nach 4 Uhr nachts erwachte sie. Wieder hatte sie diesen seltsamen Traum von letzter Nacht gehabt. Exakt den gleichen. Vollkommen fertig richtete sie sich auf. Ihre Gedanken überschlugen sich. Es kann vorkommen, dass sich ein Traum bei erneuten einschlafen fortsetzte, aber dass man einen Traum noch einmal träumt, war sehr selten, wenn nicht sogar unmöglich. Besonders unbehaglich wurde ihr bei dem Gedanken an den Engel. Sie konnte nicht sagen warum. Es machte ihr Angst.

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